Von der A-Klasse in die Bezirksliga

Die Neuen in der höchsten Oberpfälzer Liga: Der 1. FC Raindorf schafft den Durchmarsch

07.06.2024 | Stand 07.06.2024, 9:00 Uhr |

Der 1. FC Raindorf feiert mit dem Aufstieg den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Foto: Schmautz

Die Bezirksliga Oberpfalz darf ein neues Gesicht begrüßen: den 1. FC Raindorf. Die Mannschaft, die in einem Ortsteil der Gemeinde Runding im Landkreis Cham beheimatet ist, dümpelte viele Jahre in der A-Klasse, bevor dem Team im Jahr 2019 der Sprung in die Kreisklasse Ost gelang.

Nach den vergangenen beiden Spielrunden feierten die Raindorfer jeweils die Meisterschaft − zuerst die in der Kreisklasse Ost Cham/Schwandorf mit 62 Punkten (20/2/2) und 90:22 Toren sowie vor wenigen Tagen die Meisterschaft in der Kreisliga Ost. Nach einem Wimpernschlagfinale setzte sich das Team von Coach Stefan Kleber mit 58 Punkten (19/1/6) und 80:39 Toren mit einem Punkt Vorsprung auf die SpVgg Willmering-Waffenbrunn (57) die Meisterkrone auf. Auch der FC Furth im Wald (54) hielt bis zum vorletzten Spieltag mit dem Duo Schritt.

Die meisten Scorerpunkte der 29 eingesetzten Spieler sicherten sich Florian Folger (24 Tore/6 Assists), Josef Naus (22/10), Adrian Koncz (11/11) und Norbert Nuszpan (5/15).

Gegründet wurde der 1. FC Raindorf im Jahr 1957. Zehn Jahr später gehörte der Verein für eine Saison der damaligen A-Klasse Ost – vergleichbar mit der heutigen Kreisliga – an. Somit wurde, wenn man es so lesen möchte, in der Saison 2022/23 der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte wiederholt, aber nun sogar getoppt. „Unser Verein ist für eine gute Integrationsarbeit bekannt. Unser Vorsitzender Matthias Schlecht leitet einen Betrieb, in dem viele Ungarn arbeiten. Einige davon spielen bei uns Fußball“, erklärt Kleber, der in dem Betrieb als Fertigungsleiter tätig ist. Kleber übernahm 2021 sein Amt und freut sich nun auf die neue Herausforderung in der Bezirksliga. „Wir haben viele Zuschauer, die sich mit dem Verein identifizieren. Die Plätze sind in einem Top-Zustand. Mit einem guten Gefühl gehen wir an die neue Saison heran.“

Als großes Ziel wird in der Premierensaison auf Bezirksebene natürlich der Klassenerhalt ausgegeben. Die Planungen für die Saison 2024/25 befinden sich bereits in der Endphase. „Drei Neuzugänge sind fix. Der Kader bleibt vom Stammpersonal bis auf Adria Potloka zusammen. Noch lange fehlen wird unser Kapitän Fabian Kolbeck, der sich vor wenigen Wochen einen Kreuzbandriss zugezogen hat“, berichtet Stefan Kleber.

Ein Teil des Kaders machte sich auch schon in deren Vereinen der MZ-Region einen Namen. Beim FC Raindorf kickten Florian Folger (26), der unter anderem auch schon beim SV Donaustauf und beim TSV Bad Abbach war. Norbert Nuszpan (30) lief bereits für die Fortuna Regensburg wie auch den VfB Straubing auf. Ebenfalls eine Fortuna-Vergangenheit haben Dejan Szubotity (27 , u.a. Jahn II), oder Alem Radoncic (26). Adrian (29) und Christian Koncz (34) kennt man auch bei Türk Genclik, Adrian Potloka (31) beim FC Jura. Die individuelle Klasse der Raindorfer ist unbestritten. „Alle Spieler haben sich gut integriert. Das Netzwerk ist immer größer geworden“, erläutert Coach Kleber, der die Regensburg-Fraktion so oft wie möglich im Training erwartet. „Die Jungs halten sich aber auch so körperlich fit“, fügt er hinzu.