Aufsteiger zieht Bilanz
Offensiv stark, hinten verbesserungswürdig: Arnschwang weiß, wo der Schuh drückt

05.06.2024 | Stand 05.06.2024, 17:03 Uhr |

Ei n wichtiger Faktor für die DJK Arnschwang: Lukas Riedl (in Rot) Foto: Tschannerl

Die DJK Arnschwang hat ihre Saison nach dem direkten Wiederaufstieg in die Fußball-bezirksliga Süd mehr als erfolgreich abgeschlossen. Am Ende stehen ein sehr guter sechster Platz und 47 Punkte zu Buche. Außerdem stellt der Dorfverein die drittbeste Offensive. Mit Lukas Riedl stellt man sogar den Toptorjäger der Liga.

Die Freude war groß nach dem Titelgewinn in der Kreisliga Ost. Arnschwang war damit nach nur einem Jahr zurück in der Bezirksliga. Abteilungsleiter Martin Baumann und sein Team hielten die Truppe größtenteils beisammen und verstärkten den Kader mit vier Jugendspielern und den externen Neuzugängen Johannes Conrady, Henry Hofbauer und Raphael Kreipl (der mit Sondergenehmigung als Jugendlicher im Herrenbereich eingesetzt werden durfte).

In der Endabrechnung belegte der Aufsteiger dennoch einen tollen sechsten Platz mit insgesamt 47 Punkten. Die DJK zeigte sich besonders heimstark, fuhr auf dem eigenen Rasen 28 Punkte ein und stellte mit 71 Treffern die drittbeste Offensive der Liga. Maßgeblich Anteil daran hatte natürlich DJK-Stürmer Lukas Riedl, der mit seinen 33 Toren der Top-Torjäger der Bezirksliga Süd war.

Personelle Veränderungen

Es hat viele torreiche Partien gegeben – unter anderem das 8:0 gegen Katzdorf, das 7:1 gegen Wenzenbach, das 5:3 gegen Bach, das 6:1 gegen Ziegetsdorf oder das 4:4 in Sulzbach. Die höchsten Niederlagen waren das 5:1 in Viehhausen oder das 0:4 gegen Kosova. In der Fairnesswertung schnitt das Team von Trainer Christian Ranzinger heuer nicht ganz so gut ab. Insgesamt sammelten die Spieler 80 gelbe Karten und sieben Zeitstrafen. Das bedeutet eine Quote von 3,43 pro Spiel und den elften Platz bei 16 Mannschaften. Jedoch keinen Platzverweis, was Abteilungsleiter Martin Baumann durchaus positiv sieht. Stürmer Lukas Riedl und Salah Al Saleem haben alle 30 Partien gespielt.

Zum Saisonende haben einige Spieler die DJK verlassen. Darunter Friedrich Wutz, der nach Gleißenberg wechselt, oder Christian Wess (Neukirchen b. Hl. Blut) und Henry Hofbauer (FC Chamerau), die zurück zu ihren Heimatvereinen gehen. Der langjährige Kapitän und Arnschwanger Urgestein Matthias Augustin will künftig kürzer treten.

Auf der anderen Seite stehen schon Neuzugänge für die Spielzeit 2024/25 fest: Tim Träger, Namir Tahiru, Nico Riedl und Lukas Rädlinger kommen.

Für die kommende Saison wünscht sich der Abteilungsleiter, dass die Mannschaft die Leistungen aus der abgelaufenen Saison bestätigen kann. Nicht nur die Neuzugänge sollen dazu beitragen, in die Defensive mehr Stabilität zu bringen, um weniger Gegentore zu bekommen.

Die zweite Mannschaft der DJK Arnschwang ging erneut in der B-Klasse an den Start. Nach 22 Spielen hat die Reserve – wie auch im Vorjahr – ebenfalls den sechsten Platz belegt. Statistik: Neun Siege, drei Unentschieden und zehn Niederlagen und ein Torverhältnis von plus 7 bedeuteten 30 Punkte am Ende.

Arnschwangs Trainer Christian Ranzinger, der um eine weitere Spielzeit verlängert hat, ist mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden. „Wir haben das Optimale erreicht. Wir müssen ja auch schauen, wo wir herkommen“, , meint Ranzinger.

Natürlich habe man mit Spielern wie Lukas Riedl oder Andreas Sturm Qualität dazubekommen. Trotzdem sollte man beachten, dass der Kader nicht besonders groß ist, was man in etlichen Spielen auch gemerkt habe. „Andere Mannschaften hatten oftmals eine größer besetzte Bank und konnten dann bei Bedarf auch nachlegen“, erinnert der Coach. Hinzugekommen seien kurzfristige Abgänge vor Saisonbeginn oder Verletzungen, gerade zum Ende hin. Anfangs habe man noch Lehrgeld gezahlt, obwohl die jungen Spieler, wie Raphael Kreipl mit seinen 17 Jahren, ihre Saison sehr gut gespielt hätten.

Ranzinger zählt weiter auf: So ist Stammtorhüter Tobias Auer aufgrund einer Verletzung über zehn Spiele ausgefallen. Yannick Attenberger fiel aufgrund eines komplizierten Handbruchs so gut wie die ganze Saison aus. Stürmer Lukas Riedl stellte sich in den Dienst der Mannschaft und absolvierte fast die komplette Rückrunde verletzt beziehungsweise angeschlagen. „Von daher können wir wirklich sehr zufrieden sein!“ Die DJK Arnschwang ist der beste Aufsteiger in der Bezirksliga und hat die drittbeste Offensive. „Das kann sich sehen lassen“, betont der Coach.

„Knackige Saison“ steht bevor

Die neue Saison gelte es, ähnlich anzugehen. Die DJK wolle die sehr gute Spielzeit bestätigen und am Ende wieder im gesicherten Mittelfeld landen. Verbesserungspotenzial gebe es im Hinblick auf die Konstanz. „Wir waren mehrere Spiele lang ungeschlagen, dann haben wir drei, vier Mal weniger Punkte geholt“, so Ranzinger.

Größtes Manko, vor allem am Anfang der Saison und gegen Ende hin: die zu vielen einfachen Gegentore. Deshalb wolle er mit seinem Team und seiner Mannschaft daran arbeiten, in der Defensive noch konsequenter zu werden. „Die Leute dazu haben wir. Auch die Neuzugänge haben überwiegend ihre Qualitäten in der Defensive und sind mit viel Talent ausgestattet“, so der Chefanweiser.

Christian Ranzinger betont aber auch, dass die zweite Saison immer die schwierigere ist. „Die Mannschaften unterschätzen dich nicht mehr, sondern wissen vielmehr was auf sie zukommt“, meint er. Außerdem geht er davon aus, dass die Bezirksliga zur neuen Saison stärker wird – aufgrund der starken Aufsteiger Raindorf oder Kareth II sowie der Absteiger Tegernheim und Regenstauf. „Es werden keine Teams wie Katzdorf oder Ziegetsdorf mehr dabei sein, die so wenige Punkte holen.“ Er rechnet deshalb mit einer „knackigen Saison“.

fba