Rank geht als Aufsteiger
Im zweiten Anlauf etablieren: Schwandorf-Ettmannsdorf II ist zurück in der Bezirksliga

12.06.2024 | Stand 12.06.2024, 17:08 Uhr |
Markus Schmautz

Nach 2022 schaffte Schwandorf-Ettmannsdorf II erneut den Bezirksliga-Aufstieg. Foto: Schmautz

Nach sieben Jahren als Trainer der 2. Mannschaft verabschiedet sich Armin Rank mit dem Bezirksliga-Aufstieg vom SV Schwandorf-Ettmannsdorf. Nach 2022 feierte seine Elf die zweite Meisterschaft in der Kreisliga West – verbunden mit dem Direktaufstieg. Diesmal will man allerdings ein längeres Gastspiel auf Bezirksebene geben.

Für den Coach hat sich der Kreis geschlossen: „Ich habe beim SC Ettmannsdorf das Fußballspielen begonnen, bin dann aber früh zum FC Schwandorf gewechselt, verbrachte dort auch meine komplette Zeit als Spieler im Herrenbereich.“ Nahtlos ging die Spieler- in eine Trainerkarriere über. Nach Stationen beim ASV Fronberg, beim FC Schwandorf, beim ASV Burglengenfeld, beim SV Schwarzhofen und beim SV Leonberg kehrte Rank 2017 zu seinen Wurzeln zurück. „Einige Spieler übernahm ich damals frisch aus der Jugend. Nun sind sie zu erwachsenen Männern gereift. Es wird Zeit für die Jungs, eine andere Ansprache, neue Ideen und Herangehensweisen kennenzulernen“, so Rank, der sich gut vorstellen kann, in einer anderen Funktion in den Verein zurückzukehren. Seine Trainerkarriere hat der 54-Jährige mit dem Wiederaufstieg beendet. Doch: „Man soll niemals nie sagen. Im Fußballgeschäft kann viel passieren.“ Die Vereinsphilosophie beim SV sagt ihm zu. „Die Jugendteams spielen höherklassig. Unsere Zweite dient als Unterbau der Landesliga-Mannschaft. Junge Spieler können sich hier entwickeln. Die Durchlässigkeit zur 1. Mannschaft von Mario Albert ist gegeben“, erläutert Rank. Mit Alexandru Dragut (19) und Felix Wifling (22) wagen zur kommenden Saison wieder zwei Talente den Sprung in die Landesliga. Die Zusammenarbeit zwischen den Herrenteams bezeichnet Rank als harmonisch. „Wir haben unterschiedliche Kader, aber die gleichen Trainingstage, trainieren nebeneinander auf verschiedenen Plätzen. Wenn nötig, werden Spieler im Training durchgetauscht. Außerdem haben wir eine gemeinsame Spielersitzung und fliegen seit Jahren gemeinsam ins Trainingslager.“

Die Saison 2021/22 beendete der SV in der Kreisliga West mit 52 Punkten als Meister. Das Bezirksliga-Premierenjahr musste man dann in der Süd-Staffel verbringen, obwohl die Ettmannsdorfer lieber die vielen Derbys im Norden genossen hätten. Und auch dieses Mal muss der SV wieder in die Bezirksliga Süd. Nicht zuletzt durch Verletzungspech konnte der Abstieg damals nicht verhindert werden. Im Sommer 2023 wurden die Kräfte erneut gebündelt und der Erfolg aus dem Jahr 2022 konnte sogar noch getoppt werden. Starke 64 Punkte (19/7/2) mit einem unglaublichen Torverhältnis von 105:38 reichten vor dem Verfolger TSV Tännesberg (63) in einem Wimpernschlagfinale zur Meisterschaft. Die überragenden Scorer im Team waren Nikolaos Rizos (15 Tore/15 Assists), Christian Fohringer (13/14), Basel Kasem (12/17) und Tobias Jobst (15/3). Insgesamt setzte Coach Rank 37 verschiedene Spieler ein. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die aus 90 Prozent Eigengewächsen besteht. Nur wenige Male half ein Akteur aus der Ersten aus, um sich Spielpraxis zu holen. Hut ab, eine mehr als anerkennenswerte Leistung“, lobt Rank, der nun nach 22 Jahren in den Trainer-Ruhestand geht. Nachfolger wird Marcel Maltsev (26), der zuletzt die U13 der SpVgg Weiden gecoacht hat. Als Co-Trainer hat er Stefan Raß (32) und Christian Fohringer (30) zur Verfügung.