Warum Matthias Eisenschenk aufhört
FC Thalmassing plant auch mit Gregor Mrozek wieder langfristig

15.05.2024 | Stand 15.05.2024, 7:00 Uhr
Markus Schmautz

Gregor Mrozek (l.), hier mit Abteilungsleiter Oliver Brunnberg, übernimmt das Traineramt in Thalmassing. Foto: Schmautz

Dieser Tage gab Fußball-Bezirksligist FC Thalmassing bekannt, dass Gregor Mrozek zur neuen Saison das Traineramt übernimmt. Damit endet die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Matthias Eisenschenk nach fünf Jahren.

2023/24 war der FCT knapp am Relegationsrang vorbeigeschrammt, wurde letztendlich Vierter. In der aktuellen Spielrunde befand sich der FCT bis zur Winterpause im Abstiegskampf. Dann aber lieferten die Roosters ab. Vor der Winterpause gelang ein wichtiger 1:0-Heimsieg gegen Bach. In der Restrückrunde im Frühjahr folgten sieben Dreier bei nur einer Niederlage gegen Parsberg. Am Sonntag unterlag der FCT dem FC Pielenhofen-Adlersberg mit 2:3.

Schon länger war bekannt, dass der spielende Co-Trainer Niko Wohlmann aufhören wird, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Seine Frau Melanie beendete fast gleichzeitig ihre Handballkarriere beim Drittliga-Absteiger Mintraching. „Für Außenstehende mag die Meldung überraschend kommen, dass wir einen neuen Trainer verpflichten werden. Intern war das ein langer und wohlüberlegter Prozess“, erklärt Abteilungsleiter Oliver Brunnberg, der eng am Geschehen ist und viele intensive Gespräche mit Matthias Eisenschenk geführt hat.

„Der Verein steht im Mittelpunkt. Das Persönliche wird ausgeblendet. Matthias und ich haben gemeinsam beschlossen, dass neue Impulse, neue Ideen, eine neue Ansprache förderlich für die Mannschaft wären. Und zwar unabhängig von der guten Restrückrunde“, erläutert Brunnberg, der Eisenschenk eine „unschätzbar gute Arbeit“ attestiert. Zudem hofft er darauf, dass „Eisen“ in absehbarer Zeit ins Lager der Roosters in einer anderen Funktion zurückkehren wird. „Gerne an meiner Seite. Eisen ist ein Top-Mann mit vielen Talenten und Fähigkeiten, nicht nur als Trainer“, weiß Brunnberg.

Matthias Eisenschenk hat den Schritt ebenfalls mit Bedacht gewählt. „Mir macht meine Aufgabe unwahrscheinlich viel Spaß. Ich bin auch nicht ausgebrannt. Allerdings glaube auch ich, dass es für die Spieler Zeit für etwas Neues wird. Der Schritt fiel mit unglaublich schwer. Es war aber eine Entscheidung der Vernunft. Ein neuer Trainer kann vielleicht noch ein paar Prozentpunkte mehr aus dem Team herauskitzeln.“ Nun freut sich „Eisen“ erst einmal auf die Pause. Er ist sich aber sicher, dass er über kurz oder lang ins Fußballgeschäft zurückkehren wird.

Bei der Sondierung des Trainermarktes fiel Gregor Mrozek ins Auge. Der 44-jährige A-Lizenz-Inhaber war bereits in der Jahn-Schmiede aktiv, beim TSV Bogen sportlicher Leiter und Trainer beim SV Burgweinting, und VfB Straubing, den er zurück in die Landesliga führte und wo er bis zur Winterpause 22/23 blieb. Nach einer Pause kehrt er nun auf die Fußballbühne zurück. „Gregor ist ein Fachmann, der gut uns passt“, ist Brunnberg überzeugt.

Eines ist für den Spartenleiter klar. „Wir planen langfristig. Unsere Trainer sind zuletzt alle viele Jahre lang geblieben.“ Matthias Pietschmann war von 2011 bis 2016 im Amt. Jürgen Schneider, der neue Coach bei der SpVgg Hainsacker, von 2004 bis 2009 und von 2014 bis 2019.