Fünf verschiedene Torschützen beim FC
Töging lässt einem 3:0-Erfolg eine 2:5-Pleite folgen – Gemischte Osterbilanz bei Inn/Salzach-Rivalen VfL Waldkraiburg und Saaldorf

01.04.2024 | Stand 01.04.2024, 17:17 Uhr

Einen 3:0-Erfolg feierte Töging um Johannes Größlinger (Mitte), der es in dieser Szene mit den Waldkraiburgern Aristote Biali und Kapitän Marko Komes aufnimmt, beim Schlusslicht der Bezirksliga Ost. − Foto: mb.presse

Vier Punkte aus den beiden Inn/Salzach-Duellen der Fußball-Bezirksliga Ost an Ostern beim VfL Waldkraiburg und beim SV Saaldorf hatte der Trainer des FC Töging, Markus Leipholz, gefordert. Seine Mannschaft erfüllte die Vorgabe jedoch nicht ganz und holte nur drei Zähler.

Zunächst gelang am Karsamstag ein verdienter 3:0-Erfolg beim Schlusslicht VfL Waldkraiburg. Die Gäste begannen vor rund 100 Zuschauern stark. Nach sieben Minuten eroberte Teodor Popa auf der rechten Seite den Ball und flankte sofort auf den gestarteten Stefan Denk, der unbedrängt zur Führung einschob. Die Leipholz-Truppe drückte weiter und verzeichnete die besseren Chancen. Drei Minuten nach dem 0:1 brach Endurance „Edi“ Ighagbon auf links durch, schob die Kugel aber rechts vorbei. Wiederum drei Zeigerumdrehungen später kam Denk zum Kopfball, der auf der Linie geklärt wurde. Ighagbon scheiterte zweimal am stark parierenden Bekir Karatepe (21. und 28.), der kurz darauf auch gegen Popa Sieger blieb.

Nach der Pause plätscherte das Derby dahin. Waldkraiburg wurde allerdings stärker und stellte den Rivalen vor etwas mehr Probleme. Die Gäste brachten dagegen die Leistung der ersten Hälfte nicht mehr auf den Platz. Ein Raunen ging in der 75. Minute durchs Stadion, als Waldkraiburgs Marius Bindiu aus rund zehn Metern frei vor Keeper Jonas Eschler zum Abschluss kam, das Leder allerdings ein Stockwerk zu hoch platzierte. Der VfL drückte weiter, dadurch wurden die Räume für Töging natürlich größer. In der 87. Minute eroberte Ajlan Arifovic das Leder im Mittelfeld. Er spielte auf Jubril Oseni, der per Steckpass den gestarteten Popa bediente und der markierte frei vor Karatepe das 0:2. Der Tabellenletzte warf jetzt alles nach vorne. Nach einer Ecke der Heimelf fuhr Töging einen Konter, Popa und der eingewechselte Oseni liefen alleine auf Karatepe zu und Oseni vollendete schließlich zum 0:3 (90.+1).

„Ich bin natürlich überglücklich über den Sieg. Leider konnten wir in der ersten Halbzeit den Sack nicht zumachen. Wenn wir mit einem 3:0 in die Halbzeit gehen, kann sich keiner beschweren“, analysierte Leipholz und fügte an: „Nach der Halbzeit war Waldkraiburg besser im Spiel und hätte sich das 1:1 verdient gehabt. Wir haben das Momentum des Gegners überstanden und konnten somit in der Schlussphase die ersehnten Tore machen. In meinen Augen war es ein verdienter Sieg, obwohl mir die zweite Halbzeit bis zur 88. Minute nicht gefallen hat.“

Am Ostermontag setzte es dann für die Töginger, die das Duell nur bis zur 70. Minute ausgeglichen gestalten konnten, beim SV Saaldorf eine 2:5-Pleite – und das nach einem 2:1-Vorsprung. Zunächst war vor 100 Besuchern der SVS am Drücker und erspielte sich Chancen im Minutentakt. In der 19. Minute flankte Michael Schreyer in die Box, Markus Rehrl stoppte die Kugel mit der Brust und versenkte sie aus der Drehung zum 0:1. Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich, als ein Flachschuss aus 18 Metern von Johannes Größlinger im langen Eck einschlug (35.).

Im zweiten Abschnitt ging der FC mit Glück in Führung (57.): Der 16-Meter-Schuss von Thomas Weichselgartner klatschte an den linken Pfosten, von dort an den gegenüberliegenden Innenpfosten und von da ins Netz. Das Team von Coach Pascal Ortner zeigte sich aber wenig geschockt und schlug nur drei Minuten später zurück. Den Einwurf von Felix Großschädl beförderte Stefan Pöllner per Kopf zum 2:2 ins Netz. Beim Gast schwanden nun zusehends die Kräfte. In der 68. Minute flankte Rehrl über die Abwehr des FC und Michael Hauser schob die Kugel 3:2 ein. Paul König bediente Schreyer mit einem Traumpass und der lupfte den Ball über den herausstürmenden Eschler zum 4:2 ins Netz (76.). Als der FC-Torwart den scharfen Schuss von Hauser nicht festhalten konnte, staubte wiederum Schreyer zum Endstand ab (84.).

− red