„Am Ende wurde alles gut“
Abstiegskrimi in der Bezirksliga Ost : Peterskirchen gewinnt 5:3 in Waldkraiburg und sichert die Klasse

20.05.2024 | Stand 20.05.2024, 12:19 Uhr

Große Freude herrschte bei den Kickern des TSV Peterskirchen nach dem 5:3-Sieg beim VfL Waldkraiburg, was den Klassenerhalt bedeutete. Im Moment des Erfolgs vergaßen sie auch den verletzt ausgewechselten Teamkollegen Thomas Maier (Nr. 17) nicht. − Foto: Oberhans

Ein munteres Scheibenschießen des TSV Peterskirchen beim VfL Waldkraiburg haben 220 Zuschauer, davon 150, die dem Auswärtsteam die Daumen hielten, erlebt. Am Ende sicherten sich die Mörntaler durch den 5:3-Sieg den Klassenverbleib, was nicht nur Co-Trainer Helmut Schmidinger fassungslos machte: „Das Spiel war katastrophal für die Nerven. Ein ewiges Auf und Ab, aber am Ende wurde doch alles gut.“

Die Anfangsphase war geprägt von kleinen Fehlern auf beiden Seiten, ehe Peterskirchens Daniel Ortner die ersten beiden Großchancen verzeichnete: Ein Kopfball aus spitzem Winkel verfehlte das Ziel knapp (14.), genauso wie ein Rechtsschuss aus kurzer Distanz (18.). Marcel Schauberger machte es für die Gäste besser und versenkte einen Strahl aus 25 Metern im Kreuzeck – Traumtor! (25.). Auf einmal wachte auch Waldkraiburg auf, und so war es Lukas Perzlmaier, der erst in bester Position am langen Eck vorbeizog (30.), jedoch kurz darauf nach schönem Pass von Danis Glamocic zum Ausgleich einschoss (33.).

Nachdem Ortner auch seine dritte Großchance verpasste (37.), sorgte ein Parade-Spielzug über Florian Rudholzner und Thomas Maier dazu, dass Alexander Thusbaß nur noch zum 2:1 für die Gäste einschieben musste (41.). Die Industriestädter juckte das nicht lange, so dass Perzlmaier einen schlecht verteidigten Standard nutzte, um prompt wieder den Ausgleich zu erzielen (43.). In der Nachspielzeit von Durchgang eins ließ der Doppelpacker sogar die große Gelegenheit auf die Führung ungenutzt und verfehlte das Tor.

Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten mit offenem Visier, aber weder die Gastgeber durch Marko Komes (49.) und Ralf Buchhorn (53.), noch der TSV durch Rudholzner (54.) und Ortner (59.) hatten in bester Position selbiges richtig eingestellt. Rudholzner machte es wenig später doch besser und netzte nach Vorarbeit von Ben Randlinger aus elf Metern ein – Peterskirchen wäre durch das zeitgleiche 1:0 für Moosinning in der Partie gegen Teisendorf gerettet gewesen (63.). Doch Waldkraiburg gab nicht auf, und so traf Sandro Diakourakis nach einfachem Doppelpass zum 3:3 (68.). Da die „Rothosen“ parallel ausglichen, lag der Klassenerhalt wieder zwei Tore entfernt für die Elf von Trainer Daniel Winklmaier.

Markus Mittermaier verhinderte Schlimmeres

Gäste-Torwart Markus Mittermaier verhinderte Schlimmeres und klärte bravourös nach einer Ecke gegen Bassala Touré (77.). Winklmaier setzte nun alles auf Angriff, während Teisendorf im anderen Spiel wieder in Rückstand geriet. Der Mut wurde durch Thusbaß‘ ungenauen Abschluss noch nicht belohnt (81.). Dies übernahm Sturmpartner Rudholzner, der einen katastrophalen Querschläger von Goalie Matthias Gensthaler aus spitzestem Winkel einschob – 3:4 (85.). Der Jubel der Gästefans war ausgelassen, aber man traute dem Braten noch nicht. Dies passierte erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit, als Marco Lebesmühlbacher dem TSV mit dem alle Dämme brechenden Treffer zum 5:3 aus Gästesicht sein Abschiedsgeschenk bescherte – „Lebes“ wechselt – wie berichtet – nach der Saison zum Stammverein SG Kirchweidach/Halsbach als spielender Co-Trainer zurück.

Damit konnte sich Peterskirchen mit seinem einzigen Saison-Auswärtssieg den Ligaverbleib sichern. Auch die Tatsache, dass der Klassenerhalt nicht ohne Schützenhilfe zustande kam, war den Mörntalern bewusst: „Es war für mich keineswegs selbstverständlich, dass Moosinning gegen Teisendorf gewinnt“, betonte Winklmaier nach der Begegnung. Nichtsdestotrotz kannte der Jubel der Gelb-Blauen am Abend im heimischen Music-Pub kein Halten mehr.

− mob