Winterfazit

TV Aiglsbach blickt zuversichtlich nach vorne – und prophezeit Spannung an der Spitze bis zum Schluss

09.01.2023 | Stand 09.01.2023, 14:32 Uhr
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TVA-Torjäger Manfred Gröber (links, hier gegen Langquaid) fehlte über weite Strecken der Herbstrunde verletzt. Foto: Roloff

Von Alexander Roloff

Im letzten Spiel der Herbstrunde verpasste Fußball-Bezirksligist TV Aiglsbach im Topspiel gegen Ligaprimus SV Neufraunhofen den großen Wurf. Trotz knapper Niederlage liegt der Landesligaabsteiger auf Platz drei im Soll. Die trotz Verletzungspech erspielte Verfolgerrolle in der Staffel Niederbayern West soll in der Restrückrunde behauptet werden.

Die Stimmung aus der letzten Partie des Jahres soll zugleich fürs Frühjahr motivieren: „Natürlich hat uns die Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel gegen Neufraunhofen gewurmt, aber wir machen weiter“, sagt Aiglsbachs Sportlicher Leiter Josef Bergermeier. Aiglsbach habe laut Bergermeier beim 2:3 vor heimischer Kulisse gegen den „verdienten Tabellenführer unglücklich den Kürzeren gezogen“: „Das war eine sehr gute Partie auf Augenhöhe. SV Neufraunhofen hat leider die Chancen konsequenter verwertet.“ Durch die Niederlage rangiert Aiglsbach nach 19 Spieltagen mit 33 Punkten und einem Torverhältnis von 40:27 zehn Zähler hinter Neufraunhofen (43) auf Platz drei. Mit FSV Landau/Isar (35), FC Dingolfing (33), TuS Walburgskirchen (31), ASCK Simbach (31) und ATSV Kelheim (30) rund um den TV Aiglsbach ist die Anwärterschar auf den zweiten Platz breitgefächert. „Mit unserem Abschneiden sind wir zufrieden“, so Bergermeier. „Wir haben Platz drei bis vier anvisiert und liegen voll im Soll.“

Als Landesligaabsteiger – über die Mühlen der Relegation – sei es keineswegs selbstverständlich, dass man sich unter die Spitzenteams einreiht. „Man ist immer in der Rolle des Favoriten, außerdem beginnt man die neue Saison, ohne nach der Relegation ausreichend regeneriert zu haben.“ Der Auftakt fiel dem Team von Trainer Michael Wittmann mit dem 0:2 gegen TSV Langquaid und dem 0:0 gegen DJK SV Altdorf schwer.

Mit zehn Punkten aus den folgenden vier Partien nahm Aiglsbach aber Fahrt auf und näherte sich Spieltag für Spieltag der Elitegruppe der Bezirksliga Niederbayern West an. „Vielleicht hätten wir drei oder vier Punkte mehr einfahren können. In einigen Partien fehlte uns der Lucky Punch“, sagt Bergermeier mit Blick auf die sechs Unentschieden.

Letztlich sei man vollkommen zufrieden, „weil das Niveau innerhalb der Bezirksliga enorm ausgeglichen ist und uns im Saisonverlauf immer wieder wichtige Stützen verletzungsbedingt weggebrochen sind.“ Torjäger Manfred Gröber (zehn Einsätze, drei Tore) fiel mit zwei Muskelfaserrissen beinahe die halbe Herbstrunde aus. Auch Andreas Schweiger (sechs Einsätze, ein Tor) fehlte im zentralen Mittelfeld über weite Strecken der Saison. Zudem gingen auch Simon Maier (drei Einsätze), Andre Bräuning (zwölf Einsätze) und Paul Belousow (14 Einsätze) regelmäßig ab. Daniel Bentsch (Kreuzbandriss) sollte aber der einzige Akteur bleiben, der auch noch im Frühjahr ausfällt.

Der Winter soll zum Durchschnaufen genutzt werden. „Jetzt ist Pause angesagt. Wir fokussieren uns voll auf den Rückrundenstart“, sagt Bergermeier. Zum Trainingsauftakt werden mit Ausnahme von Bentsch alle Mann an Bord erwartet. Mit einem Trainingscamp in Italien möchte sich Aiglsbach im Februar den zusätzlichen Kick verschaffen.

„Darauf freuen wir uns riesig. Ein Trainingslager ist immer gut fürs Teamgefüge.“ Zu den Zielsetzungen fürs neue Jahr gehört in Aiglsbach auch die Förderung der eigenen Nachwuchskräfte. „Es gehört zu unserem Konzept, auf die eigene Jugend zu setzen. Wir verfügen über sehr talentierte A-Junioren mit viel Potenzial. Das werden wir weiter fördern.“

Auch am Ziel, eine gute Rolle in der Spitzengruppe zu spielen, hält Aiglsbach fest. „Aber das wollen auch die anderen Mannschaften um uns herum. Die Tagesform wird letztlich über den Erfolg entscheiden. Es bleibt spannend in der Bezirksliga Niederbayern West – bis zum letzten Spieltag.“

PK