Kurioser Treffer im Relegationsspiel
Schöfweg bleibt Bezirksligist: Eigentor nach gehaltenem Elfmeter besiegelt Gangkofens Abstieg

04.06.2024 | Stand 05.06.2024, 7:56 Uhr |

Der Moment der Entscheidung: Maximilian Lauer (links) sinkt nach seinem fatalen Eigentor zu Boden, die Schöfweger feiern den Treffer zum 2:0. − Foto: Michael Duschl

Die Relegation in Niederbayern ist noch nicht beendet. Der SV Schöfweg hat am Dienstagabend das letzte Entscheidungsspiel zur Bezirksliga mit 2:0 gegen den TSV Gangkofen gewonnen und darum müssen zwei Mannschaften aus Fußballkreis West am Donnerstag nochmal ran.

Den Schöfwegern wird das egal sein, sie feierten nach ihrem dritten Entscheidungsspiel endlich den Klassenerhalt und spielen auch nächste Saison in der Bezirksliga Ost. Vor 967 Zuschauern fielen ihre Tore Mitte der zweiten Halbzeit binnen sieben Minuten: Erst durfte Maximilian Lösl den Ball im Strafraum seelenruhig annehmen und per Dropkick verwandeln (69.) und in der 75. Minuten wurde es richtig kurios. Nach einem Foul an Schöfwegs Spielertrainer Marcel Eder entschied Schiedsrichter Jürgen Steckermeier (Altfraunhofen) auf Elfmeter, doch Eder scheiterte an TSV-Torwart Alexander Boschner. Sein Mitspieler Maximilian Lauer wollte den Ball anschließend zur Ecke klären, schoss ihn jedoch total unglücklich ins eigene Tor.

Die Partie war spätestens jetzt entschieden und das Video von diesem Eigentor wird sicherlich in den nächsten Tagen die Runde machen.



Gangkofens Spielertrainer war nach dem Abpfiff wie seine Mitspieler tief traurig. Da half auch wenig, dass die mitgereisten Anhänger das TSV-Team lautstark feierten und aufmunterten. Vilsmaier hatte Tränen in den Augen, auch aufgrund des Spielverlaufs: „Wir hätten in der ersten Halbzeit ein Tor machen können, dann kassieren wir eines aus dem Nichts und waren in den Minuten danach von der Rolle – das Spiel ist für uns maximal unglücklich gelaufen“, analysierte der 36-Jährige und meinte damit auch das Tor zum 2:0: „Brutal, wenn du sowas im Internet siehst, lachst dich kaputt. Maxi kann nichts dafür, er packt das. Er soll eine Nacht drüber schlafen und dann geht’s weiter“, sagte Vilsmaier.

Tatsächlich hätten die Gangkofener dem Spiel in der ersten Hälfte eine andere Entwicklung verpassen können. Nach einer Viertelstunde hatten sie mehrere dicke Chancen auf den Führungstreffer, aber Schöfwegs Torwart Johannes Altmann brachte entweder die Fingerspitzen noch an den Ball oder Christian Eisenreichs Kopfball prallte an die Latte. „Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und hätten selbst schon vor der Pause treffen können“, meinte ein erleichterter Schöfweger Spielertrainer Marcel Eder nach dem Abpfiff.

„Unfassbar geil: Keiner hat uns mehr was zugetraut“



In der zweiten Halbzeit waren die Mannen aus dem Landkreis Freyung-Grafenau das agilere und gefährlichere Team, das letztlich mithilfe des Gegners den Klassenerhalt feiern durfte. „Unfassbar geil, lange hat uns keiner mehr was zugetraut, aber wir haben es nochmal rumgerissen mit unserem kleinen Kader“, sagte der 28-Jährige stolz.

Zu Gast im Stadion an der Harburger Straße waren auch Spieler der SG Pfaffenberg/Oberlindhardt sowie des SC Aufhausen, die nun Klarheit haben für ihr Relegationsspiel: Sie spielen am kommenden Donnerstag, 18.15 Uhr, in Pilsting um den letzten Platz in den Kreisligen West.

Die Bezirksligisten 24/25 im Überblick


Nach Abschluss der Relegation in Niederbayern stehen nun auch alle 32 Bezirksligisten für nächste Saison (2024/2025) fest. Bezirksspielleiter Richard Sedlmaier wird die Einteilung der beiden Bezirksligen (je 16 Vereine) noch am Mittwoch veröffentlichen und hat bereits in den vergangenen Tagen angedeutet, dass die beiden Straubinger Klubs, VfB und Aufsteiger Türk Gücü, die aus dem Kreis Ost stammen, in die West-Staffel kommen könnten. Damit wären in beiden Ligen jeweils 16 Mannschaften. Nachfolgend die niederbayerischen Bezirksligisten 24/25 gemäß ihrer Kreiszuordnung.

Aus dem Fußballkreis Ost (18 Vereine): SV Garham, SV Grainet, TSV Grafenau, SV Hutthurm, FC Künzing, TSV Mauth, Spvgg Niederalteich, FC Obernzell-Erlau, TSV DJK Oberdiendorf, SV Oberpolling, Spvgg Osterhofen, TSV Regen, Spvgg Ruhmannsfelden, SV Schöfweg, VfB Straubing, SV Türk Gücü Straubing, DJK Vornbach, TSV Waldkirchen.

Aus dem Fußballkreis West (14 Vereine): TV Aiglsbach, FC Ergolding, TSV Ergoldsbach, ATSV Kelheim, FSV Landau/Isar, FC Eintracht Landshut, TSV Langquaid, SV Neufraunhofen, TuS 1860 Pfarrkirchen, TV Schierling ASCK Simbach/Inn, FC DJK Simbach, FC Teisbach, FC Walkertshofen.