Start der Bezirksliga-Relegation
Heiße Duelle in Garham und Lalling erwartet: Salzweg mit „Blitz-Transfer“ vor Partie gegen Niederalteich

24.05.2024 | Stand 24.05.2024, 11:58 Uhr

Erwartungsfroh nehmen die Salzweger Fußballer um (v.l.) Severin Muthmann, Niklas Schröder, Michael Bloch, Stefan Holzinger und Jonas Mautner heute die Relegation in Garham in Angriff. − Foto: Sven Kaiser

Ab Freitagabend dreht sich das Relegationskarussell auch in Sachen Bezirksliga. Acht Teams spielen um drei oder vier Plätze – das heißt: Zwei Siege sind nötig, um die Relegation zu überstehen. Dennoch herrscht vor den Auftaktspielen im Kreis Ost (alle Anpfiff 18.15 Uhr) Vorfreude und eine gesunde Anspannung bei den Beteiligten.

Salzweg – Niederalteich

(Freitag, 18.15 Uhr, in Garham)

Zum zweiten Mal in Folge ist Kreisliga-Vizemeister FC Salzweg in der Bezirksliga-Relegation vertreten. Mit dem Unterschied, dass man im Vorjahr „von oben“ kam. „Es ist tatsächlich ein anderes Gefühl. Als Bezirksligist spielt schon etwas die Angst mit, dass Du den Platz in Deiner Liga verlieren könntest. Diesmal gehen wir total unbeschwert an die Aufgabe heran. Wir haben hier nichts zu verlieren, sehen uns aber schon auf Augenhöhe und trauen uns zu, gegen Niederalteich zu bestehen“, sagt FCS-Spielertrainer Stefan Holzinger selbstbewusst. Vor Jahresfrist hatte man zwei Relegations-Chancen verspielt. Nach dem 0:3 gegen den SV Garham vor 1300 Fans in Otterskirchen ging man auch gegen den SV Auerbach (700 Zuschauer in Vilshofen) mit 1:2 als Verlierer vom Platz. Nun hat man ausgerechnet in Garham die Möglichkeit, einen Stuhl auf der Bezirks-Bühne zurückzuerobern. „Das sind ja immer super Spiele vor vielen Zuschauern, die einem in Erinnerung bleiben. Es ist der Lohn für eine sehr gute Saison. Es freut mich besonders für unsere vielen jungen Kicker, die ganz heiß sind auf dieses Match“, betont der 35-Jährige, der nach der Relegation den Trainer-Posten für Julian Blöchl räumen und eine Pause einlegen wird. Max Rohmann, Alexander Dersch und Jonas Mautner seien drei solche Youngster, die in der Kreisliga zu Stammkräften gereift sind und erstaunliche Konstanz an den Tag gelegt haben. Übrigens sind es für Jonas Mautner laut Holzinger die dritten „Ritterspiele“ in Folge. Vor zwei Jahren mit Salzweg II, letztes Jahr mit der „Ersten“ waren die Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt. „Aller guten Dinge sind ja drei, diesmal wird es klappen“, schmunzelt der Coach, der selbst schon zweimal (mit Freyung und Salzweg) in der Relegationsmühle gescheitert ist.


Zum Thema: Stimmen und Stimmungen – So ist die Lage bei den West-Teams der Bezirksliga-Relegation


Personell hatten die Salzweger zuletzt beim 2:3 in Schönbrunn gewaltig rotiert. „Einige Stammkräfte waren angeschlagen oder verhindert. Diesmal haben wir aber bis auf Cemal Yildirim und Niklas Mautner alle Mann an Bord“, freut sich Stefan Holzinger, der noch einen „Last-Minute-Zugang“ präsentieren kann. Keeper Patrick Friedl (28), der vor einem Jahr die Karriere bei der DJK Passau-West beendet hatte, steht ab sofort als Backup für Marsel Caka zur Verfügung. „Eine Supersache, dass er uns hier hilft“, sagt der Trainer. Vor Gegner SpVgg Niederalteich hat man Respekt, aber keine Angst. „Die gehen nach einem Negativerlebnis in die Relegation, das kann für uns ein Vorteil sein“, glaubt Holzinger.

Mit einer bescheidenen Frühjahrsbilanz – fünf Punkte aus zehn Spielen – rutschte die SpVgg Niederalteich sukzessive nach unten in der Tabelle, nachdem sie zum Herbstfinale mit damals 29 Zählern mit nur acht hinter dem Vizemeisterrang gelegen hatte. „Wir haben etliche Spiele knapp verloren“, schaut Trainer Hans Kapfenberger (49) zurück. Dass mit Sohn Luca Kapfenberger (Schulter-OP) und Manuel Graf (beide 19, Kreuzbandriss) zwei wichtige Spieler schon länger außer Gefecht sind, will der Coach nicht als bedeutendsten Grund für die Serie anführen. Auch wenn er vor den erfahrenen Salzwegern „großen Respekt“ hat, „bin ich überzeugt, dass wir die Qualität haben, den Liga-Erhalt zu schaffen“. Bis auf die beiden Genannten meldet Kapfenberger alle Mann an Bord.

Bischofsmais – Schöfweg

(Freitag, 18.15 Uhr, in Lalling)

Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsaspiranten – eine erstaunliche Entwicklung hat der SV Bischofsmais im ersten Jahr in der Kreisliga durchgemacht. Kurz vor Saisonende wurde das Team um Kapitän Matthias Krampfl durch Niederlagen in Haibach und Lindberg zurückgeworfen. Aber mit einem Doppel-Coup gegen die unmittelbaren Rivalen Neuhausen und SC Zwiesel klappte es doch mit der Saison-Überraschung. Man habe sich informiert, sagt Eder, „und man kennt ja Spieler wie Eder, Weinberger und Friedl. Schöfweg hat eine richtig gute Mannschaft und ist offensiv super gefährlich“. Sein eigenes Team müsse sich aber nicht verstecken, entgegnet der 41-Jährige und verweist u.a. auf Toptorjäger Petr Prucha (27 Treffer) oder Martin Suchy. „Unsere Stärken liegen in der Ausgeglichenheit und wir haben einen in der Breiten starken Kader“, meint Eder. Diesmal fehlt der junge Torhüter Alexander Ambrassat (19, Urlaub), doch Routinier Josef Vornehm (29) hat seine Rot-Sperre abgesessen, ebenso wie Alex Muhr (19). Hinter Trainerkollege Marco Kolmer (Fußverletzung) steht noch ein kleines Fragezeichen.

Mit drei Siegen aus den letzten vier Meisterschaftsspielen haben die Schöfweger nach einer turbulenten Spielzeit ihr Minimalziel Relegation erreicht. Obwohl der Abstieg damit noch nicht verhindert ist, „überwiegt die Vorfreude“, wie Spielertrainer Marcel Eder berichtet. „Ich hatte schon ein paar Entscheidungsspiele, die sind immer was besonderes und das hat sich die Mannschaft auch verdient“, betont der 28-Jährige, der sich mit seinem Trainer-Partner Christian Schwankl im Vorfeld mit dem Gegner aus der Kreisliga befasst hat. „Das ist ein gutes Team, mit offensiv richtig guten Leuten“, weiß er. Es sei schwer einen, Favoriten auszumachen, die Chancen würden bei 50:50 liegen „und daher hoffe ich, dass wir im Kopf stabil sind, es braucht keiner nervös sein“. Bitter für die Schöfweger: Mit Marco Friedl, Alex Pauli und Matthias Siebauer sind drei Spieler im Urlaub.

− brö/mid/He