Bezirksligist stellt sich neu auf
50 Spieler und eine klare Künzing-Ansage zum Start: „Wir werden keinen Zentimeter zurückweichen“

21.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:57 Uhr |
Franz Nagl

Auftakt mit vielen neuen Gesichtern (stehend von links): Sportlicher Leiter Roland Winberger, Wolfgang Resch (Coach der Zweiten), das neue Künzinger Trainer-Duo Fabian Burmberger und Matthias Süß, 1. Vorsitzender Reinhard Bauer; (vorne von links): Fabian Gradl, Christoph Spirk, Jonas Sonnleitner, Mario Gotzler, Michael Saiverth (alle eigene Jugend) sowie Heimkehrer Thomas Obernhuber. Es fehlen: Simon Kröninger, Quirin Thalmeier und Lukas Edenhofer. −Fotos: Franz Nagl

Es ist der Beginn einer neuen Beziehung: Matthias Süß (33) und Fabian Burmberger (28) haben beim Bezirksligisten FC Künzing am Montagabend offiziell die Arbeit aufgenommen. Sie beerben damit Thomas Prebeck (47) der nach fünf erfolgreichen Jahren bei den Römern den Trainerstuhl frei gemacht hat.

Der große Coup wurde denkbar knapp verpasst. Im Saisonendspurt verlor man die Tabellenführung an die Spvgg Ruhmannsfelden und letztendlich die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga. Nach dem Relegationsdrama vor einem Jahr hätte man zu gerne dem scheidenden Trainer einen Aufstieg gegönnt. Zum Trainingsauftakt konnten Künzing sportliche Leiter Roland Winberger und Daniel Seidl gut 50 Spieler im Römerstadion begrüßen. Unter ihnen auch Rückkehrer Thomas Obernhuber (24), der nach zwei Spielzeiten bei der DJK Neßlbach wieder für „die Macht an der B8“ die Fußballstiefel schnürt.

Winberger stellte der Spielerschar, die auf drei Herrenmannschaften verteilt werden, die neuen Trainer vor. „Wir freuen uns mit Fabian und Matthias zwei klasse Fußballer gewonnen zu haben“, so der Sportchef eingangs seiner Rede. Für Trainer-Novize Burmberger, der auf über 250 Spiele in der Landes-, Bayern-, und Regionalliga kommt, ist es die erste Trainerstation. Matthias Süß dagegen kann man bereits als „Haudegen“ bezeichnen. Der Waldler hat in den vergangenen Jahren genügend Erfahrung als Trainer gesammelt, zuletzt coachte er sehr erfolgreich den Bezirksligisten SV Schöfweg. „Beide hätten auch woanders arbeiten können, aber sie haben sich für Künzing entschieden. Das macht uns schon sehr stolz“, sagt Winberger, der auch für die „Reserve“, der zweiten Herrenmannschaft, die in der Kreisklasse Pocking dem runden Leder hinterherjagt, mit Wolfgang Resch (SG Gergweis, U17) einen prominenten Nachfolger für den in den Jugendbereich zurückkehrenden Robert Rothmeier gefunden hat.

Mit dem Abgang der beiden Angreifer Andreas Drexler (26, SV Schalding) und Patrick Pfisterer (32, TSV Seebach) ging den „Römern“ viel Offensivpower verloren. Das Thomas Obernhuber die Lücke allein nicht schließen kann, klingt logisch. „Es soll im Kollektiv aufgefangen werden“, weiß Winberger, der es sich auch leichter machen hätte können. Aber der Weg über den Transfermarkt ist in allererster Linie nicht die Sache des FC Künzing. „Wir werden uns nicht umsehen, sondern, so wie immer, mit den eigenen Leuten unseren Weg weitergehen“, stellt Winberger klar, dem aber auch das Risiko bewusst ist, dass sich diese Philosophie im Winter auch negativ auswirken könnte. Jedoch ist die Vereinsführung davon überzeugt, mit den eigenen Kickern die Aufgabe bewältigen zu können. Winberger freut sich, dass das Trainerduo Süß/Burmberger nach den prominenten Abgängen keine personellen Forderungen stellt und sich mit der Vereinsführung unisono der Herausforderung stellt.

Ob die Künzinger diese Saison eine untergeordnete Rolle in der Bezirksliga akzeptieren werden, entgegnet der Sportchef entschlossen: „Wir werden keinen Zentimeter zurückweichen”, macht Winberger deutlich, der auch in der neuen Saison um die Spitze in der Bezirksliga Ost mitspielen will.

− fn