Bezirksliga Mittelfranken Süd

TV Hilpoltstein kämpft in Feuchtwangen um den Klassenerhalt – Duell Erster gegen Zweiter in Meckenhausen

19.05.2023 | Stand 16.09.2023, 21:51 Uhr

Nach drei Niederlagen am Stück ist der TV Hilpoltstein (vorne Christian Meixner) in Feuchtwangen zum Siegen verdammt, um die Abstiegsrelegationszone wieder zu verlassen. Foto: Tschapka

Der erneut abstiegsbedrohte TV Hilpoltstein will am vorletzten Spieltag der Bezirksliga Süd endlich wieder einen Erfolg landen. Völlig befreit aufspielen können dagegen die formstarken Gredinger. Und in Meckenhausen steht das absolute Spitzenspiel Erster gegen Zweiter auf dem Programm.

TuS Feuchtwangen - TV Hilpoltstein (Samstag, 16 Uhr): Nach drei Niederlagen am Stück ist der TV Hilpoltstein im Duell mit dem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt zum Punkten verdammt, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren. Dass dies für die auf dem ersten Relegationsplatz zwölf rangierenden Burgstädter nicht einfach werden dürfte, zeigt ein Blick auf die bisherigen Duelle. Erst einen mageren Punkt erbeutete der TV in den drei Aufeinandertreffen mit dem TuS.

„Wir haben im vergangenen Spiel stark angefangen, jedoch irgendwann den Faden verloren, weshalb es nicht zu Punkten gegen die SG Herrieden gereicht hat“, sagt Hilpoltsteins stellvertretender Abteilungsleiter Max Schuster zum 1:3. In der zurückliegenden Trainingswoche habe man sich hinterfragt, warum die Mannschaft nach der Winterpause nicht richtig in Tritt gekommen ist. „Ich bin mir sicher, dass wir die richtigen Hebel in der Trainingswoche betätigt haben, um den Platz als Sieger zu verlassen – auch wenn unsere Personaldecke weiterhin dünn ist“, ergänzt Schuster.

Mit nur drei Zählern mehr auf dem Konto steht Feuchtwangen in der äußerst engen Tabelle ganze fünf Plätze vor den Burgstädtern, dementsprechend stehen auch die Gastgeber zwei Spieltage vor Schluss noch unter Druck. Sollte dem TV um das Trainerduo Julian Schmidpeter und Martin Baeck-Gugel ein Sieg gelingen, ist für ihn ein riesiger Sprung im Tableau möglich.

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TSV Greding - FC Dombühl (Sonntag, 15 Uhr): Das letzte Heimspiel der Saison gegen den bereits als Absteiger feststehenden FC Dombühl hat für die Fußballer des TSV Greding gleich in mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung. Vor allem, so deren Trainer Patrick Grabmann, gehe es darum, sich bei den treuen Fans mit einer ansprechenden Leistung und möglichst einem Sieg zu bedanken. Sollte es dem TSV tatsächlich gelingen, erneut die volle Punktzahl einzufahren, hätte er seine Serie auf neun Dreier in Folge ausgebaut. Damit würden die Grünhemden ihren vierten Tabellenplatz behaupten und ihr bislang bestes Abschneiden in der Bezirksliga Süd besiegeln.

Dass die Gredinger ihre Vereinschronik auf diese Weise aufwerten, war lange Zeit nicht abzusehen. Zum einen gab es vor der Winterpause wiederholt erhebliche Leistungsschwankungen und zum anderen musste der Übungsleiter bezüglich der Mannschaftsaufstellung immer wieder improvisieren. Nicht zuletzt deshalb hatte es lange Zeit so ausgesehen, als würden sich die Gredinger am Ende der Saison eher im Tabellenkeller anstatt im oberen Bereich wiederfinden. Dazu hatte nicht zuletzt die Leistung des TSV bei seiner 1:2-Niederlage im vergangenen Oktober in Dombühl beigetragen. Damals gelang dem FC der erste Saisonsieg überhaupt, während der TSV zum sechsten Mal in Folge keinen Erfolg einfahren konnte. Auch deshalb mussten die Gredinger erstmals seit ihrem Aufstieg aus der Kreisliga im Jahr 2015 auf einem Relegationsplatz gegen den Abstieg überwintern.

Mittlerweile hat sich alles ins Gegenteil verkehrt, kann der TSV doch auf eine Erfolgsserie zurückblicken, die in der Liga ihresgleichen sucht und wohl auch in der bisherigen Vereinsgeschichte einmalig ist. Dennoch warnt Grabmann davor, den kommenden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Die jüngsten Ergebnisse des FC – je zwei Siege, zwei Niederlagen und vier Unentschieden – sind nicht typisch für einen Absteiger. Dies gilt auch und vor allem für den jüngsten 3:0-Sieg der Dombühler gegen den Tabellenfünften FC Wendelstein.

Für die Gredinger spricht indes, dass ihre jüngste Personalnot nicht mehr besteht. Torhüter Florian Schmidt hat seine Rotsperre abgesessen und steht ebenso wieder zur Verfügung wie zum Beispiel Jonas Finger oder Felix Templer. Dagegen dürfte Fabian Strobel fehlen; zudem steht hinter dem Einsatz des nach wie vor angeschlagenen Mannschaftskapitäns Christoph Biedermann wieder einmal ein Fragezeichen.

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TSV Meckenhausen - SC Aufkirchen (Sonntag, 16 Uhr): Wenn am Sonntag um 16 Uhr das Spiel zwischen dem TSV Meckenhausen (2. Platz, 55 Punkte) und dem SC Aufkirchen (1., 61) angepfiffen wird, dann heißt es Spitzenspiel. Die beiden besten Teams der Liga stehen sich gegenüber – und der Gast aus Aufkirchen kann mit einem Punktgewinn die vorzeitige Meisterschaft perfekt machen. Im Hinspiel trennten sich beide Teams mit einem 1:1-Unentschieden. TSV-Abteilungssprecher Christoph Baumann erwartet ein rassiges Duell zwischen den torgefährlichsten Mannschaften der Liga: „Das ist ein Spitzenspiel, ohne Frage. Aufkirchen reist mit dem Bus an, doch wir wollen ihnen einen heißen Kampf liefern. Unseren Platz wollen wir immer als Sieger verlassen, und so die Meisterfeier des SC vielleicht noch eine Woche hinauszögern.“

Dass das Team von Spielertrainer Dominik Betz, das Relegationsplatz zwei bereits fest innehat, den Tabellenführer durchaus ärgern kann, wissen die Fans in Meckenhausen. Dennoch warnt der Coach: „Aufkirchen ist die beste Mannschaft der Liga. Sie stehen hinten sehr kompakt und sind vorne brandgefährlich.“ Für Abwehrrecke und TSV-Abteilungsleiter Martin Rögelein ist es erneut das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein: „Es ist für mich immer noch etwas besonderes, gegen Aufkirchen zu spielen. Da habe ich noch viele schöne Erinnerungen daran. Aber dessen Meisterfeier bei uns werden wir zu verhindern wissen.“

HK