Bezirksliga Mittelfranken Süd
TSV Greding: Neues Trainerteam, fünf Spieler gehen – Teammanager Grabmann plant Kader

03.06.2024 | Stand 03.06.2024, 6:12 Uhr |

Vom Trainer zum Manager: Patrick Grabmann. Foto: Nusko

Trainerwechsel beim Bezirksligisten TSV Greding: Wie bereits berichtet wird Dominik Betz, der zuletzt den Landkreisrivalen TSV Meckenhausen trainiert und in der vergangenen Saison pausiert hatte, Nachfolger von Patrick Grabmann. Letzterer ist künftig Teammanager bei den Gredingern. Der bisherige Coach kann trotz des mäßigen Abschneidens seiner Mannschaft in der diesjährigen Frühjahrsrunde auf eine insgesamt sehr positive Bilanz zurückblicken. Er stand bei 77 Punktspielen an der Seitenlinie. Dabei verbuchten die Grünhemden insgesamt 121 Punkte.

Grabmann blickt zufrieden auf Trainer-Tätigkeit zurück

Die Premiere von Grabmann als Cheftrainer beim TSV war Anfang Oktober 2021. Er war damals Assistent des zu Saisonbeginn verpflichteten Trainers Wolfgang Gmelch, der bereits nach elf Spieltagen zurücktrat. „Das war ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert sich Grabmann, der den TSV in der Spielzeit 2021/22 auf den sechsten Tabellenplatz führte. Die folgende Saison schlossen die Gredinger auf Rang drei ab. Dies war der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Nach der Vorrunde der jüngsten Spielzeit waren die Grünhemden Fünfter und damit auf dem besten Weg, sich erneut im oberen Tabellendrittel einzunisten. Doch nach der Winterpause gab es etliche unnötige Punktverluste sowie eine Serie von Verletzungen bei Leistungsträgern. Dies führte dazu, dass man an der Schwarzach bis zum letzten Spieltag um den Verbleib in der Liga bangen musste.

Unter dem Strich blicke er auf seine erste Tätigkeit als Trainer aber durchaus zufrieden zurück, erklärt Grabmann. Er habe das Amt nun aus privaten Gründen abgegeben und stehe dem Verein künftig als Teammanager zur Verfügung. Mit den damit einhergehenden Aufgaben sei er ohnehin schon vertraut, weil er sie mangels personeller Alternativen in der Fußballabteilung des TSV neben der sportlichen Leitung auch bislang schon ausgeübt habe. Dies habe bis zuletzt eine Doppelbelastung mit sich gebracht, die nicht länger machbar gewesen sei, argumentiert der zweifache Vater.

Vor diesem Hintergrund hat Grabmann schon längst dafür gesorgt, dass die TSV-Fußballer reibungslos in die neue Saison starten können. Bereits seit der Winterpause steht fest, dass Betz, mit dem er freundschaftlich verbunden ist, sein Nachfolger wird. Ihn unterstützt dabei neben Matthias Harrer, der schon in der vergangenen Saison spielender Co-Trainer war, künftig auch Dominik Wolfsteiner als ebenfalls spielender Co-Trainer. Letzterer kehrt vom VfB Eichstätt (Bayernliga Nord) zu seinem Stammverein zurück.

Unabhängig davon ist Grabmann derzeit intensiv damit beschäftigt, den Bezirksligakader des TSV für die kommende Saison zu ergänzen. Dabei gilt es, mindestens fünf Spieler zu ersetzen. Mannschaftskapitän Christoph Biedermann hört auf, Johannes Wolfsteiner wird Spielertrainer beim FC Irfersdorf (A-Klasse 1 Donau/Isar), Torhüter Fabian Lang wechselt zur DJK/SV Wallnsdorf/Schweigersdorf (Kreisliga Ost Neumarkt/Jura) und der seit dem dritten Spieltag der vergangenen Saison verletzungsbedingt fehlende Daniel Hermann sowie Jegor Bjen kehren zum 1. FC Beilngries (Kreisliga 2 Regensburg) zurück.

Dem steht nach momentanem Stand nur Dominik Wolfsteiner als externer Neuzugang gegenüber. Aus der zweiten Mannschaft soll Bastian Horn in den Bezirksligakader aufrücken und mit Torhüter Florian Schmidt sowie Idrissa Sow sind zwei Langzeitverletzte wieder dabei. Mit Ausnahme von Simon Buchberger, der wohl noch länger ausfallen werde, sollten auch alle zuletzt schmerzlich vermissten Akteure aus dem bisherigen Bezirksligakader zu Saisonbeginn wieder einsatzfähig sein, erwartet Grabmann. Dennoch sei man derzeit dabei, weitere Neuzugänge an Land zu ziehen. Sollte der TSV nicht wieder so großes Verletzungspech wie zuletzt haben, rechnet der Teammanager damit, dass in der kommenden Saison eine deutlich bessere Platzierung als zuletzt möglich ist, denn: „Das Potenzial ist da.“

HK