Spätes Siegtor gegen Rain
„Schöner geht’s nicht“: Meister-Wahnsinn – Obermeier schießt Erlbach in der Nachspielzeit zum Titel

18.05.2024 | Stand 18.05.2024, 22:10 Uhr

Meister in der Bayernliga Süd: Der SV Erlbach. − Foto: Archiv

Es ist die Krönung einer unglaublichen Saison! Der SV Erlbach hat am letzten Spieltag die Meisterschaft der Fußball-Bayernliga Süd perfekt gemacht. Und zwar auf den allerletzten Drücker. Mit einem Tor in der Nachspielzeit sorgte Christopher Obermeier für einen 2:1-Erfolg gegen Rain und einen kollektiven Jubelrausch in der Holzbau Grübl Arena. „Jetzt heißt es einfach nur feiern, feiern, feiern“, jubelte hinterher der 1. Vorsitzende Manfred Grabmeier.

Rund 750 Zuschauer waren zum letzten Spiel ins Holzland gekommen. Und sie sahen einen Traumstart für die Heimelf. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da brachte Sebastian Hager den Gastgeber in Front. In der Folge versäumte es die Mannschaft von Trainer Lukas Lechner, die Führung auszubauen. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann das Nervenflattern bekommen“, berichtet der Grabmeier. Rain gab sich nicht auf, kam immer besser rein die Partie – und schocke den SVE drei Minuten vor dem Ende mit dem Ausgleich. Da der Zweite Schwaben Augsburg mit 1:0 in Kirchanschöring führte, schien der Titel futsch. „Es war totenstill im Stadion“, erzählt Grabmeier.

Doch auch in dieser Phase zeigte sich der enorme Charakter der Erlbacher Truppe. Die Mannen um Kapitän Alexander Fischer warfen noch einmal alles nach vorne – und schlugen tatsächlich noch einmal zu. In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam Christopher Obermeier nach einer Flanke an Ball und nagelte diesen per Dropkick in die Maschen.

Was folgte, war ein wahre Jubel-Explosion. „Unvorstellbar, so etwas kann man nicht beschreiben“, berichtet Grabmeier. „Schöner kannst du nicht Meister werden. Diese Truppe ist einfach nur Wahnsinn.“ Nach Schlusspfiff feierten die Erlbacher bei Freibier und Grillhendl noch lange im Stadion die beste Spielzeit der Vereinsgeschichte, die aber nicht mit dem Aufstieg in die Regionalliga gekrönt wird. Nicht zuletzt wegen zu hoher Kosten und Hürden für die Umsetzung der Verbandsunterlagen bleibt Erlbach freiwillig in Bayernliga.