Zum Saisonfinale kommt Rain
Erlbach vor größtem Erfolg – Wird Abschlussfeier zur Meisterfeier?

17.05.2024 | Stand 17.05.2024, 17:06 Uhr

Als einer von acht Spielern wird in Erlbach Welder de Souza Lima verabschiedet. Der 40-Jährige bleibt dem Verein aber als Torwart-Trainer erhalten. − Foto: mb.presse

Am 34. und letzten Spieltag der Fußball-Bayernliga Süd genießt der SV Erlbach nochmal Heimrecht. Der Tabellenführer erwartet am Samstag, 18. Mai, um 14 Uhr den Rangzehnten TSV Rain. Mit einem Sieg kann das Holzland-Team im Meisterrennen alles klarmachen und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern.

Die Erlbacher führen das Feld der 18 Mannschaften in die finale Runde. 66 Zähler hat die Truppe von Lukas Lechner bislang gesammelt. In Ein-Punkte-Abständen folgen SV Heimstetten, TSV Schwaben Augsburg und TSV Landsberg. Die Truppe um Spielertrainer Lukas Lechner hat heute alles selbst in der Hand: Bestenfalls gibt es den Titel zu feiern, im ungünstigsten Fall kann es noch runter gehen bis auf Position4.

Der Hausherr wird in ähnlicher Formation auflaufen wie beim jüngsten 2:1 bei Schwaben Augsburg und wie immer aus einer stabilen Deckung agieren. Den Ausfall von Johannes Maier konnte man zuletzt gut kompensieren, die neu formierte Abwehrkette mit Wolfgang Hahn (links), Benjamin Schlettwagner (rechts) sowie den Innenverteidigern Christopher Obermeier und Tobias Hofbauer hat gut funktioniert. Dennoch kann sie diesmal ein anderes Gesicht aufweisen, denn Alexander „Xandi“ Fischer kehrt nach seiner Rotsperre zurück in den Kader und gilt als gesetzt. SVE-Teamchef Hans Grabmeier betont: „Wir müssen da aber noch abwarten, auch weil wir nicht wissen, ob Bernd Eimannsberger einsatzfähig sein wird.“ Der 33-Jährige hat in Augsburg erneut einen Schlag auf den Knöchel abbekommen. Fällt er aus, muss intern verschoben werden. Sicher kein Thema ist Erich Kirchgessner (Prellung) und auch Lukas Lechner ist wieder verletzt. Der Spielertrainer wurde in Augsburg ein-, wenig später aber wieder ausgewechselt. Die erste Diagnose lautet Muskelfaserriss. In dieser Trainingswoche stand nach Auskunft von Grabmeier Regeneration ganz weit oben auf dem Plan, denn das Duell in Augsburg war extrem intensiv. „Es musste jeder wirklich an seine Grenzen gehen, um da alles wegzuverteidigen“, wie er es nennt.

Im Hinspiel hatte Erlbach gegen den Ex-Regionalligisten Rain mit 0:1 das Nachsehen. Danach startete man eine unglaubliche Serie und hat seither in 16 Spielen nur einmal verloren (1:2 beim FC Deisenhofen). Dem gegenüber stehen elf Siege und vier Unentschieden. Dass die Aktiven jetzt nachlassen, weil der Aufstieg kein Thema ist, kann sich Grabmeier nicht vorstellen. „Wenn man am vorletzten Spieltag Erster ist, will man das auch nach dem letzten Spieltag sein“, stellt er klar und ergänzt: „Für unsere Spieler ist es die wahrscheinlich einmalige Chance, mit einem Verein wie Erlbach Bayernliga-Meister zu werden. Den Charakter dieser Mannschaft hat man zuletzt wieder in Augsburg deutlich gesehen, denn dort gewinnt man nur mit einer Hundert-Prozent-Einstellung.“

Holt der SVE den Titel, werden die Spieler im Anschluss an die Partie durch den BFV-Vertreter Andreas Mayländer (Verbandsspielausschuss-Beisitzer) geehrt. Zudem wird der Verein acht Aktive offiziell verabschieden. Johannes Maier und Bernd Eimannsberger hängen ihre Fußballschuhe an den Nagel. Welder de Souza Lima beendet zwar ebenso seine aktive Laufbahn, bleibt dem Klub aber als Torwart-Trainer erhalten. Alexander Gordok und Tobias Hofbauer wechseln zum SV Wacker Burghausen, Julian Scherer zieht es zurück zum FC Töging und Stefan Loher sowie Julian Dolenga gehen mit unbekanntem Ziel. Der letzte Programmpunkt des Tages in der Holzbau Grübl-Arena ist die Abschlussfeier. Geht es nach dem Wunsch der Verantwortlichen, soll sie kurzfristig umbenannt werden – in Meisterfeier!

− cze