Kampf um die Plätze
Von Rang vier bis elf ist alles drin: ASV Cham will sich gegen Ingolstadt II Top-Platzierung sichern

17.05.2024 | Stand 17.05.2024, 18:15 Uhr

Eine gute Bayernliga-Saison will der ASV Cham (in Weiß) am Wochenende mit einem Heimsieg gegen Ingolstadt erfolgreich beenden. Foto: Simon Tschannerl

Mit dem FC Ingolstadt 04 II empfangen die Kicker des ASV Cham zum Saisonfinale der Bayernliga eine Mannschaft im Kappenberger Sportzentrum, für die es wie für die Gastgeber eigentlich um nichts mehr geht. Ein umkämpftes Spiel dürfte es trotzdem werden, schließlich kämpfen beide Mannschaften im direkten Duell noch um eine möglichst gute Platzierung zum Saisonende.

Der ASV steht aktuell mit 54 Punkten auf dem siebten Rang. Die zweite Mannschaft des Drittligisten steht vor dem letzten Spieltag mit 57 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Die bessere Tordifferenz besitzen momentan die Chamer. Die SpVgg Bayern Hof (57) und der TSV Abtswind (56) liegen noch dazwischen. Auch vom Ausgang deren Partien wird es abhängen, wie die ASV-Elf von Trainer Faruk Maloku nach Vorjahresplatz sieben heuer die Runde beenden wird.

ASV vor Punkterekord

Zwischen dem maximalen Sprung auf Rang vier und dem Absturz bei einer Heimniederlage bis auf maximal den elften Platz ist für Kapitän Marco Pfab und seine Mitspieler also noch alles möglich. Und auch unabhängig davon, möchten sich die Kicker mit einem Sieg von ihrem treuen Anhang in die vierwöchige Sommerpause verabschieden. Außerdem könnte die ASV den ohnehin schon aufgestellten vereinsinternen Punkterekord für die Bayernliga noch nach oben schrauben.

Die Saison hat deutlich gezeigt, dass seit der Amtsübernahme von Trainer Faruk Maloku vor gut zweieinhalb Jahren die Mannschaft stetig dazugelernt und sich verbessert hat. Die harte und akribische Arbeit scheint sich bei den Kreisstädtern von Zeit zu Zeit immer mehr auszuzahlen. Wer weiß, wo die Mannschaft stehen würde, wenn nicht die vielen Unentschieden in dieser Saison gewesen wären.

Chamer Unentschieden-Könige



Insgesamt zwölf Stück waren es, die die Rot-Weißen bislang verbuchen konnten. Neben dem TSV Kornburg, der es auf die gleiche Anzahl an Remis brachte, war dies Ligahöchstwert – sowohl in der Nord- als auch in der Südstaffel. Während man in der Vorrunde aufgrund auch starker Ergebnisse gegen Spitzenmannschaften der Liga lange Zeit selbst ganz oben in der Tabelle stand, ließen die Leistungen in der Herbst- einschließlich der Frühjahrsrunde nach, wodurch die Maloku-Elf in der Tabelle zurückgefallen ist. Weil die Liga in dieser Spielzeit so ausgeglichen und daher das Teilnehmerfeld in der Tabelle auch immer eng beieinander war, musste man sich zwischenzeitlich sogar bangen noch auf einen Relegationsplatz abzurutschen.

Saison mit Höhen und Tiefen

Erst nach den kürzlich beiden erzielten Heimerfolgen über den SV Donaustauf und den ATSV Erlangen, in denen die 50-Punkte-Marke überschritten werden konnte, war endgültig klar, dass der ASV Cham seit dem Wiederaufstieg 2019 auch in der kommenden Spielzeit wieder sicher in der Bayernliga vertreten sein wird. Zum Saisonfinale dürfte Faruk Maloku bis auf Jakub Hrudka (Kreuzbandriss) nochmals auf seinen kompletten Kader zurückgreifen können. Auch Paul Hansen, der diese Woche wieder von seinem Auslandsstudium aus den USA zurückgekehrt ist und in dieser Spielzeit nur zwei Einsätze zu verzeichnen hatte, wird zumindest wieder einmal auf der Bank Platz nehmen. Generell endet mit diesem Spieltag für viele Mannschaften in der Bayernliga Nord eine lange und kräftezehrende Saison. Der ASV Cham und auch die U-21 der Ingolstädter können im direkten Duell befreit aufspielen können. Indes hat der ein- oder andere Verein was den Kampf um Auf- oder Abstieg angeht in den kommenden beiden Wochen noch seine Entscheidungsspiele vor der Brust.

ckm