Zukunftsplanungen
Nach dem Bayernliga-Rückzug: Neuer Fußball-Boss hat viel zu tun beim SV Donaustauf

Noch-Bayernligist Donaustauf präsentiert mit Daniel Groß außerdem einen neuen Abteilungsleiter

03.02.2024 | Stand 03.02.2024, 10:00 Uhr
Gerd Winkler

Der bisherige und der neue Abteilungsleiter beim SV Donaustauf: Wolfgang Weigert übergab an Daniel Groß, der viel zu klären hat in diesen Tagen. Foto: Wolfgang Vogel

Ein neues Trainer-Duo, vier weitere Abgänge und drei Neuzugänge die Bayernliga-Truppe betreffend sowie eine neue Abteilungsführung: Binnen einer Woche hat sich das Personalkarussell bei den Fußballern des SV Donaustauf beinahe in schwindelerregendem Tempo gedreht. Für die undankbare Aufgabe, die Mannschaft in der Restrunde bis zum angekündigten Liga-Rückzug zu begleiten, hat der sportliche Leiter Franz Koller als Trainer Andre Kleinknecht und Christof Gieler gewonnen.

Am Mittwoch haben die beiden 37-Jährigen die erste Übungseinheit geleitet. Torjäger Lukas Dotzler (28, seit zwei Wochen DJK Vilzing) war ohnehin nicht an Bord, zudem die Last-Minute-Abgänge Rechtsverteidiger Daniel Ertel (24, FC Tegernheim), Sechser Niko Hofmann (21, SC Eltersdorf) und Innenverteidiger Adrian Hoti (25, SpVgg Weiden) – vier bisher in der Startelf Gesetzte des Tabellenvorletzten. Überdies kehrte der wenig zum Zug gekommene Yazid Tambo (20) zum Süd-Bayernligisten VfR Garching zurück.

Unerfahrene Neuzugänge

Die im Raum stehenden Wechsel von Abwehrchef Altin Maxhuni und Zehner Kevin Hoffmann kamen indes nicht zustande. Hinzugekommen ist wie schon in der Wechselperiode im Sommer blanke Unerfahrenheit: Mittelfeld Leon Peric (19) vom SV Fortuna, Younes Benslimane (18) aus Tegernheim und Babalola Salis (21) vom Verbandsligisten SV Dersin. Als Interimscoach Koller den Kontakt zu Kleinknecht aufnahm, erbat sich der A-Lizenzinhaber zunächst Bedenkzeit. Vorab eine Bedingung war von Kleinknecht, als Duo zu arbeiten. „Ich habe mit Christof bei einem Training zugeschaut, damit wir einen Überblick bekommen“, so Kleinknecht. Die Jungs seien richtig motiviert unterwegs gewesen, das habe ihnen gefallen. „Das ist eine blutjunge Mannschaft, es gilt die Spieler weiterzuentwickeln“, kommentiert Kleinknecht die Aufgabe für die nächsten vier Monate. Viele Jungs müssten sich weiterhin an das Bayernliga-Niveau heranarbeiten.

Neuanfang in der Kreisliga

Unterdessen hat sich die Abteilung in Teilen neu aufgestellt. Vor der Jahreshauptversammlung hatte der bisherige Leiter Wolfgang Weigert aus Zeitgründen sein Amt zur Verfügung gestellt. An vorderster Front fungiert nun Daniel Groß – und war sofort gefordert. Es musste eine Entscheidung her, in welcher Liga der Unterbau künftig unterwegs ist: in der angestammten Kreisklasse, in der Kreisliga oder Bezirksliga.

„Für die Kreisliga brauchen wir deutlich weniger Neuzugänge als für die Bezirksliga“, begründet Groß die finale Wahl. Vielleicht gelinge es auf Dauer aus eigener Substanz die Bezirksliga zu erarbeiten. Dort spielte die erste Mannschaft mit Trainer Thomas Semmelmann bis zum Sommer 2016, ehe Geschäftsführer Matthias Klemens mit seiner SVD-Fußball GmbH einstieg und es hochging. Die Ligen-Zugehörigkeit ist geklärt, jetzt steht für Groß die Trainerfrage für die neue Saison auf der Agenda. Aktuell ohne Verein dürfte Semmelmann ein Topkandidat sein. Groß wollte das nicht kommentieren.

owi