Besonderes Spiel für Mario Baldauf
Fortuna hilft im Bayernliga-Derby gegen Donaustauf nur ein Sieg

03.04.2024 | Stand 03.04.2024, 7:00 Uhr
Markus Schmautz

Mario Baldauf (in Grün) wird gegen seinen Ex-Verein Donaustauf eine tragende Rolle im Fortuna-Mittelfeld spielen. Foto: Schmautz

Zum zweiten und wohl letzten Mal steht das Fußball-Derby zwischen dem SV Fortuna und dem SV Donaustauf in der Bayernliga an. Die Partie wird in der Projekt 29-Arena in der Isarstraße um 17.45 Uhr angepfiffen. Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams 1:1.

Fortuna ist mit 30 Punkten Sechzehnter, hat auf die direkten Nichtabstiegsränge acht Zähler Rückstand. Der SV Donaustauf ist mit 19 Punkten Vorletzter und zieht sich nach der Saison bekanntlich aus dem höherklassigen Amateurfußball zurück.

„Der SV Fortuna hat viele gestandene Bayern- oder sogar Regionalliga-Spieler in seinen Reihen. Meine junge Mannschaft ist klar in der Außenseiterrolle. Defensiv müssen wir sicherlich aufgrund der Ausfälle von Adelabu, Winter und Maxhuni improvisieren. Die drei fallen sicher aus. Zudem stehen hinter weiteren Akteuren noch dicke Fragezeichen“, erklärt SVD-Coach André Kleinknecht die Lage, der am Samstag beim 3:3 der Fortunen gegen Kornburg mit seinem Trainerpartner Christoph Gieler vor Ort war.

Arber Morina denkt positiv

Dabei sahen die beiden einen eiskalt konternden SV Fortuna gegen technisch versierte Mannen des TSV Kornburg. Morina, Altenstrasser und Co. führten zur Pause mit 3:0, mussten sich aber noch mit einem 3:3 begnügen. Co-Trainer Arber Morina denkt positiv: „Wir haben aus den letzten beiden Spielen vier Punkte geholt. Eine 3:0-Führung gegen ein starkes Team wie Kornburg muss man sich erst einmal herausspielen“, so Morina, der weiß: „Man hat wieder einmal gesehen, dass man in der Bayernliga nicht nachlassen darf, über 90 Minuten konzentriert an seine Leistungsgrenze gehen muss. Jeder unserer Gegner hat die Qualität, um auch einen Drei-Tore-Rückstand aufzuholen.“

Fehlen wird erneut Torjäger Alexander Ziegler. Für ihn soll im Sturmzentrum wieder Jason Sarajlic für Unruhe sorgen.

Im Sommer 2023 wechselte Mario Baldauf vom SVD zu den Grün-Weißen. Im Mittelfeld der Fortuna zieht er sämtliche Fäden. Er findet es schade, dass in Donaustauf nach der Saison die Lichter in Bezug auf höherklassigen Amateurfußball ausgehen. „In Stauf war rundherum natürlich immer was los. Innerhalb der Mannschaft haben wir uns super verstanden. Das war eine richtig coole Truppe“, so der 25-jährige Mittelfeldregisseur, der in der Jugend für den SSV Jahn und Greuther Fürth gespielt hat.

Zauberfuß fühlt sich wohl

Beim „Kleeblatt“ kickte er für die zweite Herrenmannschaft bis zur Winterpause der Saison 2018/19 in der Regionalliga. Dann führte ihn sein Weg zum SV Donaustauf. „Ich wollte zurück nach Regensburg, absolvierte eine Ausbildung bei der Stadt Regensburg, bin dort angestellt.“ Die Domstadt will der gebürtige Steinsberger nicht mehr verlassen. Bei der Fortuna fühlt sich der technisch beschlagene Zauberfuß pudelwohl. „Hier herrscht ein Top-Zusammenhalt, das Vereinsgefüge sagt mir sehr zu. Ich möchte weiterhin eine tragende Rolle einnehmen.“ Natürlich will Baldauf einen Sieg gegen seinen Ex-Verein landen. „Allzu viele Spieler des aktuellen Kaders kenne ich nicht mehr. Es gab ja einen großen Wechsel. Wenn wir den Klassenerhalt noch regulär schaffen wollen, ist ein Dreier gegen Stauf Pflicht.“

Arber Morina wünscht seinem Schützling natürlich ein gutes Spiel im Derby. „Es ist doch etwas Besonderes, gegen seinen ehemaligen Verein zu spielen. Ich hoffe, dass er wieder mit so tollen Pässen aufwarten kann wie vor dem 3:0 von Arlind Morina gegen Kornburg. Das war überragend.“