Fußball
ASV Neumarkt tat sich im Testspiel gegen Lauterhofen offensiv schwer

11.02.2024 | Stand 11.02.2024, 13:18 Uhr

Glanztaten-Vollbringer, aber auch ruhender Pol in der Lauterhofener Hintermannschaft: Torwart Simon Gottschalk (r.). Foto: Lothar Röhrl

Sie liefen die Passwege der Neumarkter zu. Sie waren gallig in den Zweikämpfen. Wenn doch mal ein Ball durchkam, war ihr bester Mann zur Stelle: Torwart Simon Gottschalk. Wenn die „1“ zwischen den Pfosten einmal doch nicht an den Ball gekommen war, hatten die Offensivkräfte des Bayernligisten neben das Tor gezielt.

Ein sehr gutes Testspiel hat am Samstag Bezirksligist SV Lauterhofen auf dem Kunstrasenplatz in Burglengenfeld dem Bayernligisten ASV Neumarkt geliefert – und trotz der knappen 0:1-Niederlage dessen Generalprobe für die am Samstag wiederbeginnende Bayernliga-Saison vermiest.

Weniger die zwei Spielklassen Unterschied sind am Samstag angesichts des Endergebnisses bemerkenswert gewesen. Viel mehr war es die Tatsache, dass die Lauterhofener erst seit eineinhalb Wochen im Training sind. In dieser Hinsicht hatte der ASV Neumarkt einen dreiwöchigen Vorsprung.

Während bei Neumarkt mehr oder weniger freiwillig zu jedem Testspiel eine andere Anfangsformation aufgelaufen war, wirkte Lauterhofen trotz der langen Pause eingespielter. Die von ihrem Trainer Thomas Brunner eingestellten Lauterhofener machten es den Neumarktern mit verblüffend einfachen Mitteln schwer.

Zwei arbeitslose Keeper

Zur Wahrheit am Samstag gehört aber auch, dass die eingesetzten ASV-Torhüter Lukas Wutz (erste Hälfte) und Nick Guttenberger (zweite 45 Minuten) ziemlich arbeitslos waren. Für Lauterhofen gab es im gesamten Spiel nur eine echte Torchance (59.), doch der pfeilschnelle Rechtsaußen Fabian Scherer schob nach einem mustergültigen Flankenwechsel den Ball am langen Pfosten vorbei ins Toraus.

Lauterhofen begnügte sich in der ersten Hälfte nicht mit Verteidigen und somit Abwarten auf eine Konterchance. Der Bezirksliga-Zweite aus dem Norden des Neumarkter Landkreises spielte aus seiner massiven Deckung heraus variantenreich über beide Flügel. Doch kurz nach der Mittellinie bekamen die Lauterhofener von ASVler Alexander Braun und Co. bewiesen, warum sie Abwehrspieler einer Bayernliga-Mannschaft sind.

Der ASV erspielte sich ab der 60. Minute eine optische Übermacht. Und das interessanterweise erst nach einem, eben in jener 60. Minute von ASV-Trainer Jochen Strobel vorgenommenen Vierfach-Wechsel. Freilich blieb der Ertrag bis zur 86. Minute gleich „Null“.

Es fehlte das Zielwasser

Denn den Offensivkräften der Neumarkter fehlte in drei Szenen das Zielwasser. Das machte aus Lauterhofener Sicht ihr Michael Geitner „leider“ besser: Dieser lenkte nach einer von Brüggen getretenen Ecke den Ball unglücklich ins eigene Tor. Beim 0:1 blieb es bis zum Abpfiff des sicheren Schiedsrichters Finn Banderob (Steinberg).

Angemerkt werden muss auch, dass der ASV Neumarkt ohne zwei seiner wichtigsten Offensivkräfte antreten musste: Alexander Moratz und Leon Gümpelein. Zudem fehlte Raphael Heimisch. Alle drei sollen am kommenden Samstag im Nachholspiel gegen Neudrossenfeld (Anstoß 14 Uhr) aber wieder zum ASV-Kader gehören.

Lauterhofens Trainer Thomas Brunner freute sich: „Die ganze Mannschaft hat miteinander gearbeitet. Wir haben das Spiel der Neumarkter ganz gut kaputt gemacht. Hinten haben wir eine Bank. Die spielen schon ewig zusammen und machen ihren Job ganz gut. Das funktioniert in der Liga. Hoffentlich bleibt es auch so.“

ASV-Trainer Jochen Strobel lobte erst einmal Lauterhofen: „Das war heute ein giftiger Gegner.“ Dann lobte er auch seine Mannschaft: „In der ersten Halbzeit war es ein bisschen wilder, in der zweiten Halbzeit haben wir sie sehr gut im Griff gehabt.“