Offensiv aber sehr mau
Nullnummer in Essen: Der Jahn bleibt damit aber weiter ungeschlagen in der 3. Liga

16.09.2023 | Stand 17.09.2023, 10:40 Uhr |

Harte Arbeit: Essen verlangt dem Jahn (links, Benedikt Saller) alles ab. Foto: Gatzka

Die Serie des Fußball-Drittligisten SSV Jahn Regensburg hält. Auch am sechsten Spieltag waren die Oberpfälzer nicht zu schlagen. In Essen gab es am Samstag ein torloses Remis. Ein glücklicher Punkt für die Gäste.

Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Spielbericht: Gemischte Gefühle beim Jahn: Weiter ungeschlagen, vorne aber zu harmlos

In der Defensive überzeugte gegen den spielfreudigen Traditionsklub aufseiten des Jahn ein Trio, in der Offensive war es dagegen sehr mau, was die Mannschaft von Trainer Joe Enochs zeigte. Nach sechs Spielen hat der Zweitliga-Absteiger nun zehn Punkte auf dem Konto und bleibt vorerst Dritter.



Es war ein unterhaltsames, aber sicher kein hochklassiges Spiel, das unter der Leitung von Martin Speckner, dem Aushängeschild der Chamer Schiedsrichtergruppe, stand. Und auch der sollte eine Hauptrolle einnehmen nach der Pause.

Nach dem 2:1 gegen Duisburg veränderte Enochs seine Startelf nur auf einer Position. Für Dominik Kother rückte Tobias Eisenhuth ins Team. Der 21-Jährige spielte hängend hinter Stürmer Elias Huth, Christian Viet agierte dafür Linksaußen. Als Linksverteidiger durfte sich dieses Mal Oscar Schönfelder beweisen.

Jahn hat Probleme mit spielfreudigen Gastgebern



Es war die erwartet schwere Aufgabe für den Jahn, der während der Länderspielpause unglücklich im Elfmeterschießen im Bayerischen Totopokal in Ingolstadt ausgeschieden war. Mit frühem Pressing wollten die Regensburger die Essener überrumpeln. Das gelang aber nicht. Vielmehr mussten die Oberpfälzer aufpassen, von spielfreudigen Gastgebern nicht überrollt zu werden. Es war drei Regensburgern zu verdanken, dass es torlos in die Kabine ging. Keeper Felix Gebhardt (10.) war einmal zur Stelle. Die Innenverteidiger Louis Breunig (4./5./20./37.) und Florian Ballas (15./23.) mussten gleich mehrere Male eingreifen.

In der Offensive war zu wenig zu sehen von den Gästen. Es fehlte an Entlastungsangriffen. Ein abgefälschter Breunig-Schuss war noch am gefährlichsten (35.). Ansonsten haperte es wieder einmal daran, dass der letzte Pass nicht so ankam, wie er das sollte. Das war beispielsweise bei einem aussichtsreichen Konter in der 37. Minute der Fall. Die Mannschaft von Trainer Christoph Dabrowksi war das klar bessere Team.

Chamer Speckner steht im Mittelpunkt



Zur Pause wechselte Enochs Noah Ganaus für Huth ein. Der Jahn fand nun besser ins Spiel. Konrad Faber zündete den Turbo, sein Schuss ging aber neben das Tor (56.). Kurz darauf war auf der Gegenseite erneut Ballas zur Stelle (59.).

In der 73. Minute stand Speckner im Mittelpunkt. Der Rundinger entschied erst auf Strafstoß. Offenbar hatte aber sein Linienrichter ihm gerade noch rechtzeitig angezeigt, dass Gebhardt beim Herauskommen mit der Hand am Ball war. Glück für den Jahn - und für den Referee, dem ein folgenschwerer Fehlfpfiff erspart blieb. In der 3. Liga gibt es keinen Videobeweis.

Ganaus, der noch von Felix Götze bedrängt worden war, ließ die beste Regensburger Chance im Spiel ungenutzt. Nach einer Hereingabe von Faber schoss er vorbei (87.). In der Defensive blieben die Regensburger (einmal mehr Ballas) hellwach (88.). Es blieb beim 0:0.