Mit einem Titel auf den Thron?
FCI-Interimscheftrainerin Wittmann: „Würde gerne in der Konstellation weitermachen“

24.05.2024 | Stand 24.05.2024, 9:00 Uhr

Fingerzeig auf die neue Saison? In Sandhausen posierten FCI-Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer, Sportdirektor Ivica Grlic und Vereinsboss Peter Jackwerth (von links) mit FCI-Interimscheftrainerin Sabrina Wittmann für ein Foto. Foto: Bösl

Das Toto-Pokal-Finale an diesem Samstag (16.45 Uhr/ARD-Konferenz und br.24) beim Regionalliga-Meister Würzburger Kickers ist für Sabrina Wittmann das letzte Spiel als Interims-Cheftrainerin des FC Ingolstadt.



Da beide Mannschaften bereits für den DFB-Pokal qualifiziert sind und der Gewinn der Trophäe daher in erster Linie zur Prestigesache wird, rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Bleibt die 32-Jährige auch über das Saisonende hinaus Cheftrainerin bei den Schanzer Profis?

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Lust dazu hat Wittmann, das machte sie vor der Partie bei den Unterfranken deutlich. „Ich hoffe, dass ich so wirke, und man das auch so wahrnimmt, dass ich total Spaß bei der Sache habe, auch mit der Mannschaft, dem Staff und der Arbeit mit Didi (Beiersdorfer, Anm. d. Red) und Ivo (Grlic). Ich würde gerne in der Konstellation weitermachen“, sprudelte es aus der 32-Jährigen heraus. Aber sie wusste auch: „Aber da spielen noch ganz viele andere Faktoren mit.“ Hauptsächlich die noch fehlende Trainerlizenz, die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für diese Position gefordert wird.



Daher konzentriert sich Wittmann lieber auf die Partie am Samstag und lässt die Gespräche danach auf sich zukommen. „Ich habe auf dem Fanfest mit unseren Anhängern gesprochen und gespürt, was es für unser Umfeld bedeutet, den Toto-Pokal zu gewinnen, unabhängig davon, dass wir schon für den DFB-Pokal qualifiziert sind“, erklärte Wittmann und versicherte: „Wir wollen das Spiel gewinnen, und so werden wir es auch angehen.“

„Wir konnten uns Woche für Woche steigern“



Für die FCI-Trainerin, die in ihren bisherigen drei Punktspielen in der 3. Liga zwei Unentschieden und einen Sieg holte, heißt das, sich auf die eigene Mannschaft zu konzentrieren. „Wir konnten uns Woche für Woche steigern, das wird auch der Anspruch für dieses Wochenende sein.“

Personell kann sie wieder auf die zuletzt fehlenden Außenverteidiger Marcel Costly (Gelbsperre) und Moritz Seiffert (erkrankt) zurückgreifen. Bei Routinier Pascal Testroet, den Wittmann in Sandhausen nicht einsetzte, will sie eine Steigerung im Training sehen. „Das war keine Entscheidung gegen ihn, sondern für andere. Das waren einfach meine Spiel- und Trainingseindrücke“, sagte Wittmann klar und deutlich.

Wiedersehen mit Ex-Ingolstädter Peter Kurzweg



Gegner Würzburg hat nach dem souveränen Meistertitel – 13 Punkte vor Verfolger DJK Vilzing – weniger den Pokalsieg als die Rückkehr in die 3. Liga im Kopf. Am 29. Mai und 2. Juni treffen die Unterfranken in der Relegation auf Hannover 96 II. Für Kickers-Trainer Marco Wildermann liegt daher der Fokus darauf, dass sein Team nach dem klaren 4:0-Erfolg gegen Vilzing im letzten Punktspiel im Flow bleibt, aber auch nicht unnötig Kraft verliert oder verletzungsbedingte Ausfälle riskiert. Ob das Team um den Ex-Ingolstädter Peter Kurzweg daher in Bestbesetzung mit Torjäger Saliou Sané (20 Treffer) und Spielmacher Ivan Franjic (18 Vorlagen) aufläuft, ist fraglich.

Wittmann will versuchen, ihr erstes Finale im Profibereich zu genießen und nimmt sich selbst aus dem Visier. „Es wäre unfair, wenn der Fokus noch mehr auf mich gerichtet würde. Wir wollen den Titel für den Verein und für uns holen. Alles, was mich anbelangt, wird nächste Woche besprochen“, sagte Wittmann und meinte noch keck: „Cheftrainerin bleibe ich auf jeden Fall, ob bei der U19 oder egal welcher Mannschaft.“

DK