Im dritten Anlauf soll es klappen
FC Ingolstadt will sich im Finale beim Regionalliga-Meister Würzburger Kickers erstmals Toto-Pokal holen

25.05.2024 | Stand 25.05.2024, 8:04 Uhr

FCI-Keeper Marius Funk im Fokus: In der Vorsaison wurde der FV Illertissen im Finale zum Spielverderber, in diesem Jahr schalteten die Schanzer den Regionalligisten im Halbfinale mit einem klaren 4:1-Sieg aus. Foto: Bösl

Aller guten Dinge sind drei. Wenn es nach dem FC Ingolstadt geht, soll sich diese Redewendung im Toto-Pokal-Finale gegen den Regionalliga-Meister Würzburger Kickers bestätigen. Schließlich starten die Schanzer bei den Unterfranken an diesem Samstag (16.45 Uhr/ARD-Konferenz und br24) den dritten Anlauf, diese Trophäe nach Ingolstadt zu holen. „Wir wollen diesen Titel für den Verein und für uns“, sagt FCI-Trainerin Sabrina Wittmann.

Zweimal standen die Ingolstädter bisher im Endspiel. 2005 in ihrer Premieren-Saison unterlagen sie – damals noch als Bayernligist – dem in der früher drittklassigen Regionalliga Süd spielenden Donaurivalen Jahn Regensburg mit 0:2. Und in der vergangenen Spielzeit wurde der FV Illertissen zum Stolperstein. Nach einer indiskutablen Leistung und einem schmeichelhaften 0:0 nach 90 Minuten zogen die Schanzer im Elfmeterschießen mit 3:4 den Kürzeren.

Schanzer standen schon 2005 und 2023 im Finale

Aber nun soll es klappen. Zumal beide Teams bereits für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde qualifiziert sind – dies ist ja das eigentliche „Zuckerl“ des Finalerfolgs – und daher befreit aufspielen können. Allerdings spukt den Würzburgern die Aufstiegsrelegation zur 3. Liga im Kopf herum. Am 29. Mai und 2. Juni treffen sie dabei auf Hannover 96 II und brauchen dafür alle Kräfte, um ihr größtes Saisonziel zu erreichen.

„Es ist uns sehr wichtig, die Saison positiv abzuschließen. Die letzten drei Spiele waren schon positiv. Wir sind sehr gewillt, ein bisschen Wiedergutmachung zu betreiben“, sagt FCI-Keeper Marius Funk, der auch die Scharte der Vorsaison auswetzen will und heute noch im Rückblick von einer verdienten Niederlage spricht, obwohl er sich persönlich nach Kräften dagegenstemmte. Jetzt aber ist er sicher: „Wir schauen, dass wir unsere Leistung auf den Platz bringen, dann glaube ich, dass wir den Pokal holen.“

Ein Selbstläufer wird das Endspiel jedoch nicht. Zum einen kann Würzburg nach Jahn Regensburg (sieben Siege) mit drei Pokal-Trophäen die meisten Erfolge in diesem Wettbewerb aufweisen. Vor allem aber wollen die Unterfranken, die vor vier Jahren noch in der 2. Bundesliga spielten, im Rhythmus bleiben, um in der Relegation in Top-Form zu sein. So wie im letzten Saisonspiel beim klaren 4:0-Erfolg gegen Vizemeister DJK Vilzing.

FCI-Keeper Funk will Saison positiv abschließen

Funk, der sich nach der Partie zusammen mit seiner Frau in den Kroatien-Urlaub verabschiedet, blickt aber schon über die Saison hinaus und zieht Bilanz. „Insgesamt war mehr drin. Aber wir haben schon in der vergangenen Saison nach der Winterpause so einen Negativtrend erlebt. Es ist schwer, den zu durchbrechen, wenn Unzufriedenheit reinkommt und nicht jeder so seine Leistung bringt, die er bringen kann. Es gilt daraus zu lernen, dass uns das nicht mehr passiert oder wir zumindest schneller aus so einer Situation rauskommen, wenn wir mal zwei, drei Spiele nicht gewinnen“, meint der 28-Jährige und hofft auf mehr Beständigkeit. „Es ist extrem wichtig, dass nicht wieder zehn neue Spieler kommen und zehn gehen, eine Mannschaft muss sich immer erst finden. Und je länger man zusammen ist, desto besser. Wenn jetzt also noch zwei, drei Spieler dazukommen und dadurch das Gerüst verstärken, ist das schon ein Vorteil für uns für die neue Saison.“

Was die Trainerfrage betrifft, hat es mit Wittmann auch bei Funk sofort gefunkt. „Das war vom ersten Tag an sehr positiv. Sie ist direkt in den Dialog mit uns gegangen, hat erzählt, welche Art von Fußball sie spielen will und gefragt, was wir brauchen und dass wir das gerne mit ihr besprechen können. Das war alles sehr offen. Wir sind angetan von ihrer Spielweise und haben das bestmöglich umgesetzt“, sagt Funk und ergänzt: „Sie weiß, wie sie es anzupacken hat. Daher hätte ich persönlich gar keine Bauchschmerzen, wenn es jetzt weitergeht.“

DK