Wer beerbt Tuchel beim FC Bayern?
Von Alonso bis Zidane: Das Sind die Top-Kandidaten beim Rekordmeister

21.02.2024 | Stand 21.02.2024, 14:12 Uhr

Ein heißer Kandidat mit Bayern-DNA ist Xabi Alonso. Der Spanier ist mit Leverkusen auf dem besten Weg zur Deutschen Meisterschaft und könnte im Sommer das Amt von Thomas Tuchel übernehmen. − Foto: imago images

Erst vor einem Jahr löste Thomas Tuchel Julian Nagelsmann beim FC Bayern ab, im Sommer ist nun schon wieder Schluss. Sein Vertrag wäre ursprünglich bis zum Sommer 2025 gelaufen. Wie der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen bei der Bekanntgabe der Trennung von Tuchel mitteilte, sei es das Ziel des Klubs, „mit der Saison 2024/25 eine sportliche Neuausrichtung mit einem neuen Trainer vorzunehmen.“ Bei der Suche nach einem Nachfolger werden prominente Namen gehandelt?

Jürgen Klopp



Der Erfolgstrainer hört zum Saisonende beim englischen Spitzenreiter FC Liverpool auf. Er wäre sicher die Wunschlösung vieler Fans. Der Coach will aber nach fast neun Jahren an der Anfield Road eine Pause einlegen. Es ist schwer vorstellbar, dass er sich nun direkt in die nächste strapaziöse Aufgabe beim FC Bayern stürzt. Berater Marc Kosicke stellte bei Sky auch gleich klar, dass Klopp ein Jahr Pause machen werde.

Hansi Flick



Der Ex-Bundestrainer hat den FC Bayern im Corona-Jahr 2020 zum letzten Triple geführt. Ein Jahr später beendete er sein Engagement an der Säbener Straße, weil er offenbar mit dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic nicht zurechtkam. Salihamidzic ist inzwischen weg. Der Weg wäre frei. Allerdings gibt es auch das WM-Versagen von Katar unter dem damaligen Bundestrainer Flick mit einigen Bayern-Stars.

Xabi Alonso



Der frühere Welt- und Europameister hat Bayer Leverkusen in kürzester Zeit an die Bundesliga-Spitze geführt. Seine Handschrift ist deutlich zu erkennen, wie die Münchner jüngst beim 0:3 schmerzlich feststellen mussten. Den FC Bayern kennt der Spanier bereits aus seiner Zeit als Spieler von 2014 bis 2017. Allerdings soll auch der FC Liverpool an Alonso interessiert sein. Dort nahm einst (2004 bis 2009) seine große Karriere an Fahrt auf.

Joachim Löw



2014 führte Löw Deutschland zum vierten WM-Titel. Insgesamt 15 Jahre war der Schwarzwälder bis 2021 Bundestrainer. Seitdem war das richtige Angebot für Löw noch nicht dabei. Kommt es nun bei den Bayern zum sensationellen Comeback? Mit einer Reihe von Stars wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Joshua Kimmich hat er jedenfalls lange zusammengearbeitet.

Zinédine Zidane



Der dreimalige Weltfußballer führte Real Madrid von 2016 bis 2018 zu drei Champions-League-Titeln. Seine zweite Amtszeit bei den Königlichen von 2019 bis 2021 verlief nicht mehr so erfolgreich. Ihm wird immer wieder Interesse am Posten des französischen Nationaltrainers nachgesagt. Dort hat sein früherer Teamkollege Didier Deschamps aber noch keine Anstalten gemacht, aufzuhören. In München würde Zidane auf einige französische Stars (Coman, Upamecano, Tel) treffen. Hindernis könnten aber seine fehlenden Deutschkenntnisse sein.

Sebastian Hoeneß



Der Neffe von Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat den VfB Stuttgart erst vor dem Abstieg bewahrt und in dieser Saison bis auf Platz drei der Bundesliga geführt. Den Münchner Club kennt er aus seiner Zeit als Jugendtrainer und Coach der zweiten Mannschaft, mit der er 2020 die Drittliga-Meisterschaft holte. Ein Engagement bei den Profis könnte aber noch zu früh kommen.

José Mourinho



Der Portugiese mit dem großen Ego hat als einziger Trainer alle drei derzeitigen europäischen Club-Wettbewerbe gewonnen und wäre nach seinem Aus bei der AS Rom frei. Mourinho soll sogar bereits Deutsch lernen. Seine defensive Spielweise passt aber nur sehr schwer zum FC Bayern.

Antonio Conte:



Der Italiener als Nachfolger von Tuchel, mit dem er sich einst in der Premier League an der Seitenlinie heftig zoffte? Das hätte was. Erfolge hat der Coach mit Meisterschaften bei Juventus, Inter und Chelsea vorzuweisen. Seine letzte Station bei Tottenham Hotspur endete aber weniger ruhmreich. Harry Kane könnte den Bayern-Bossen berichten.

− dpa