War der jüngste Torschütze der Bundesliga, Youssoufa Moukoko, zu dem Zeitpunkt gar nicht 16 Jahre alt, sondern bedeutend älter als er angab? Darüber wird seit Jahren spekuliert.
Die Investigativ-Reportage„Tricksen, Schummeln, Täuschen – Das Millionengeschäft mit den Fußball-Talenten“ legt am kommenden Sonntag, 15. Dezember um 19 Uhr, auf ProSieben neue Erkenntnisse vor, die diesen Schluss nahelegen.
Zwei Jahre recherchierten Udo Ludwig (Sportjournalist), Martin Heidemanns (Journalist), Diana Löbl (Produzentin) und Peter Onneken (Produzent) im Umfeld des derzeit von Dortmund nach Nizza ausgeliehenen U21-Nationalspielers für die neue ProSieben-Doku – mit neuen Erkenntnissen. Anhand von Aussagen seines vorgeblich leiblichen Vaters, Bekannten aus seinem Kameruner Heimatort Jaunde, offiziellen Schriftstücken und Chatverläufen ergibt sich ein Bild, das Fragen aufwirft: Wenn hier mit dem Alter getrickst wurde, welche Verantwortung trägt die Vereinsführung von Borussia Dortmund in dieser Angelegenheit? Welche Führungskräfte haben bewusst Entscheidungen wider besseres Wissen getroffen?
Die Reporter konfrontieren die beteiligten Parteien mit ihren neuen Entdeckungen. Und gleichzeitig zeigt die ProSieben-Recherche auf, dass es sich dabei um keinen Einzelfall handelt, sondern ein fragwürdiger Umgang mit jungen, abhängigen Talenten System im Millionengeschäft Fußball hat. In der Dokumentation kommen u.a. Kommentator Béla Réthy, Ex-Manager Reiner Calmund und Trainer Alexander Nouri zu Wort.
Passend zu dem Thema veröffentlicht die Bild-Zeitung am Freitag einen brisanten Bericht. Laut dem Blatt sind neue Aussagen des angeblichen Vaters des Profi-Fußballers aufgetaucht. Der Hamburger Joseph Moukoko (73, mittlerweile abgetaucht), der bislang in der Öffentlichkeit als der Erzeuger des Fußballers auftrat, versichere in einer der Bild vorliegenden eidesstattlichen Erklärung, dass er nicht der leibliche Vater von Youssoufa Moukoko sei. Zudem soll Moukoko vier Jahre älter sein als angegeben. Offiziell ist er aktuell 20.
− ots/red