Aufsteiger der Kreisklassen 1 und 2
Rückkehrer und ein Neuling: Oberndorf/Matting, Mintraching, Harting und Steinsberg bejubeln Kreisliga-Aufstieg

03.06.2024 | Stand 03.06.2024, 13:15 Uhr |
Markus Schmautz

Aufstieg im dritten Anlauf: Kreisklassen 1-Meister Oberndorf-Matting

Alle Meister und Vizemeister aus den drei Kreisklassen im Fußballkreis Regensburg haben den Aufstieg ins Kreis-Oberhaus geschafft. Neben dem TV Lupburg und der TV 1897 Velburg aus der Kreisklasse 3, spielen die SG Oberndorf/Matting, der FC Mintraching, der SV Harting, und der der FSV Steinsberg kommende Saison in einer der beiden Kreisligen.

SG Oberndorf/Matting: Aufstieg im dritten Anlauf



Nachdem die SG Oberndorf/Matting zweimal denkbar knapp im Nachgang der Saison gegen Mintraching bzw. Wiesent durch Niederlagen in der Verlängerung am Wiederaufstieg in die Kreisliga gescheitert ist, holte sich das Team von Trainer Christian Eisvogel diesmal die Meisterschaft in der Kreisklasse 1. „Aller guten Dinge sind drei. Nun sind wir endlich zurück und wollen uns eine Liga höher behaupten“, erklärt SG-Coach Christian Eisvogel (47). Insgesamt ergatterte sei n Team 65 Punkte (21/2/3) bei einem Torverhältnis von 71:28. Zwar erzielten die hartnäckigsten Verfolger aus Mintraching (82:31) und Illkofen (74:42) mehr Treffer, doch die beste Abwehr stellte Oberndorf/Matting. Ein großes Lob zollte Coach Eisvogel seinem spielenden Co-Trainer Michael Stuhlfelder (34), der viele Jahre Stammspieler in der Landesliga beim TSV Bad Abbach war. „Michael bringt nicht nur sehr viel Erfahrung, sondern auch Klasse, neue Ideen und Ansätze mit ein. Besser hätte die Zusammenarbeit nicht laufen können“, so Eisvogel. Den Großteil der 71 Treffer erzielte das Torjägertrio Mustafa Lafci (18 Tore/3 Assists), Rafael Morell (14/14) und Tom Gruber (13/15). „Unseren Erfolg haben wir unter anderem der mannschaftlichen Geschlossenheit und der guten Mischung zwischen jungen Talenten und erfahrenen Spielern zu verdanken“, berichtet Christian Eisvogel, der 25 verschiedene Spieler eingesetzt hat. In der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird Top-Torjäger Mustafal Lafci, der zum SC Kelheim wechselt. Dafür kommt vom TSV Bad Abbach mit Peter Auchter (27) ein erfahrener Offensivspieler zum Kader hinzu.

FC Mintraching: Mission Klassenerhalt



Zum dritten Mal als Vizemeister der Kreisklasse 1 gelang dem FC Mintraching nach 2019 und 2022 mit einem 5:1-Sieg in der Relegation gegen die SpVgg Willenhofen-Herrnried der Sprung in die Kreisliga. „Die ersten beiden Male mussten wir direkt wieder runter. Diesmal werden wir uns zerreißen, um endlich den Klassenerhalt zu schaffen“, verspricht Sebastian Gerl (32), der gemeinsam mit Dominik Dürrschmidt (32) ein Spielertrainer-Duo bildet. Der Aufstiegskader bleibt bis auf Maximilian Knöbl, der seine Karriere beendet, zusammen. „Großartige Veränderungen wird es bei uns schon allein wegen der Vereinsphilosophie nicht geben. Wir setzen auf die eigenen Spielern, wollen uns damit in der Kreisliga und in der A-Klasse behaupten“, so Gerl. Nach der Winterpause verlor der FC Mintraching das erste Spiel gegen die SG Oberndorf/Matting. „Danach hatten wir zehn Punkte Rückstand auf Oberndorf und sieben auf Illkofen. Wie behielten die Ruhe, erledigten zuverlässig unsere Hausaufgaben und konnten uns letztendlich mit fünf Punkten Vorsprung auf Illkofen die Vizemeisterschaft sichern“, blickt Dominik Dürrschmidt zurück. Insgesamt errang der FCM 61 Punkte (19/4/3) bei 82:31 Toren. Dabei stellte „Minikin“ die stärkste Offensiv- und die zweitbeste Abwehrreihe. Die meisten Treffer, die auf 16 verschiedene Torschützen verteilt waren, gelangen Christian Balk (17), Sebastian Nierer (11), Maximilian Prösl (8) sowie Toni Kögel (7). Die meisten Vorlagen steuerten Johannes Gerl (12), Stefan Alber (10) und Christian Balk (9) bei.

SV Harting: Ein historischer Aufstieg



Der SV Harting stieg zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Kreisliga auf. Die Wöhnl-Elf holte sich in der Kreisklasse 2 mit starken 61 Punkten (19/4/3) und 78:31 Toren die Meisterschaft. Christian Wöhnl (33) übernahm das Traineramt beim SVH bereits im Jahr 2018. Auf Anhieb gelang ungeschlagen (19/3/0) die Meisterschaft in der A-Klasse 2. Nun schaffte man sogar ein Novum. „Kreisliga. Das gab es in Harting noch nie. Einer der Erfolgsfaktoren war, dass die Mannschaft auch in schwierigen Phasen zusammenhielt. Hinzu kommen das nötige Potenzial, die hohe Trainingsbeteiligung und das Glück, relativ geringe Verletzungssorgen gehabt zu haben“, blickt Christian Wöhnl zurück, der mit seinen spielenden Co-Trainern Tobias Meier (30) und Stefan Michalka (35) auch in der kommenden Saison eng zusammenarbeiten wird. Harting erzielte hinter Oberisling (95) die meisten Treffer mit 78, die sich auf 15 Spieler verteilten. Allerdings kassierte man die mit Abstand wenigsten Gegentreffer mit 31. In der Meistermannschaft kamen insgesamt 33 verschiedene Akteure zum Einsatz. Die meisten Scorerpunkte erzielten Niklas Brei (21 Tore/ 3 Assists), Nico Vorderbrüggen (14/10) und Pascal Fehr (11/8). Bernhard Brei aus der Abteilungsleitung freut sich über den ersten Aufstieg seit der Vereinsgründung im Jahr 1946. Dem Funktionär ist bewusst, „dass uns die neue Liga stark fordern wird. Wir würden den Kader gerne an der einen oder anderen Stelle noch sinnvoll erweitern, weil aufgrund von Studium und Arbeit immer wieder Spieler nicht da sein könnten.“

FSV Steinsberg: Kreisliga-Rückkehr nach 30 Jahren



Nach mehr als 30 Jahren kehrt der FSV Steinsberg, der in der Saison 1991/92 sogar der Bezirksliga angehörte, in die Kreisliga zurück. Vater des Erfolgs ist Trainer Claus Pirkenseer (49), der seit 2019 das Ruder beim FSV fest in seinen Händen hält. Seitdem eng an seiner Seite ist Co-Trainer Marc Hein. Verlassen kann er sich auch auf Torwart-Trainer Andreas Schießl und die sportlichen Leiter Ludwig Stuber sowie Jürgen Zimmerer. Lange Zeit lieferten sich der SV Harting und der FSV Steinsberg ein Kopf an Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Durch eine 1:3-Heimniederlage gegen Bernhardswald am vorletzten Spieltag mussten die Steinsberger die Meisterschaft den Hartingern überlassen. So ging das Team mit 55 Punkten (17/4/5) und 70:37 Toren als Vizemeister in die Relegation. Dort wartete der TSV Neutraubling, der Zwölfte der Kreisliga 1. Zur Pause stand es bereits 3:0 durch drei Tore von Kapitän Dominik Pfab für den FSV, nach 90 Minuten 4:2. „Die erste Halbzeit war Fußball wie aus dem Lehrbuch. Ein völlig verdienter Sieg. Das Team konnte sich für eine überragende Saison mit dem Aufstieg belohnen“, so Pirkenseer, der im Kreis-Oberhaus den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben hat. In der abgelaufenen Spielrunde setzte er 28 Spieler ein. Die meisten Treffer erzielten Dominik Pfab (16), Fabian Stöcklein (15), Michael Graf (9) und Manuel Götzfried (7). Beste Vorlagengeber waren Fabian Stöcklein (12) und Michael Graf (9). „Unsere Pluspunkte waren die mannschaftliche Geschlossenheit, die Kameradschaft, der Ehrgeiz und die gute Trainingsbeteiligung“, lobt Pirkenseer, der sich den Herausforderungen in der Kreisliga gerne stellt.