Relegation zur Kreisklasse
Irre Partie in Deggendorf! Rinchnach holt 0:3 auf, aber Viererpacker Karl hat das letzte Wort – Gergweis rettet sich in der Verlängerung

30.05.2024 | Stand 30.05.2024, 20:58 Uhr |

Riesenjubel nach einem verrückten Spiel: Die Mariaposchinger feiern den Aufstieg in die Kreisklasse. − Foto: Franz Nagl

Da mussten die 791 Zuschauer in Deggendorf erst einmal durchschnaufen! Diese 90 Minuten hatten es in sich. In der 3. Runde der Relegation zur Kreisklasse lieferten sich die Spvgg Mariaposching (Vizemeister in der A-Klasse Straubing) und der FC Rinchnach (Vizemeister in der A-Klasse Regen) einen offenen Schlagabtausch. Letztlich hatte das Team aus dem Landkreis Straubing-Bogen das bessere Ende für sich, setzte sich mit 5:3 durch und feiert den Aufstieg.In Aunkirchen schaffte die SG Gergweis vor 1127 mit einem 2:1-Sieg n.V. gegen Rathsmannsdorf den Klassenerhalt.

3. Runde

Spvgg Mariaposching – FC Rinchnach: 5:3 Hin und her ging es im Deggendorfer Donau-Wald-Stadion vor offiziell 791 Zuschauern. Dabei sah es zur Halbzeit schon nach einem sicheren Sieg für die „Heiwischer“ aus Mariaposching aus. Nach einem Dreierpack von Tobias Karl führte die Elf von Spielertrainer Tobias Fuchs schon mit 3:0. Doch „Klousta“ bewies Moral und kam kurz vor der Nachspielzeit tatsächlich zum nicht mehr für möglich geglaubten Ausgleich. Niklas Drexler und Doppelpacker Markus Schubert ließen den FCR wieder vom Aufstieg träumen. Doch dazu kam es nicht: Denn Minuten vor dem Schlusspfiff wachte plötzlich die Spielvereinigung wieder auf und kam durch das vierte Tor des 40-jährigen Goalgetters Tobias Karl tatsächlich zum 4:3. Weil Rinchnach danach alles nach vorne war, besorgte Moritz Retzer danach sogar noch das 5:3 (90.+1). Damit ist klar: Mariaposching schafft nach die Rückkehr in die Kreisklasse, Rinchnach dagegen bleibt auch in der kommenden Saison A-Klassist. Tore: 1:0 Tobias Karl (14.); 2:0 Karl (27.); 3:0 Karl (38.); 3:1 Niklas Drexler (56.); 3:2/3:3 Markus Schubert (71./86.); 4:3 Karl (90.); 5:3 Moritz Retzer (90.+1); SR Matthias Lehrhuber (Bonbruck-Bodenkirchen); 791 Zuschauer.

2. Runde

SG Gergweis – SV Rathsmannsdorf 2:1 n.V.: Die SG Gergweis/Pörndorf sicherte sich ein weiteres Jahr in der Kreisklasse. Es brauchte jedoch über 120 Minuten, bevor mit einem 2:1-Sieg der SV Rathsmannsdorf in die Knie gezwungen wurde. Der Verlierer hat noch eine weitere Chance. Am kommenden Sonntag geht es um 17 Uhr in Hacklberg gegen den TSV Holzfreyung um das letzte Kreisklassen-Ticket.

Der A-Klassist sah lange wie der sichere Sieger aus, jedoch wurden sie für die Passivität in der Schlussphase bestraft. Bereits in der 4. Minute gelang „Ronsdorf“ die Führung. Christoph Weber versenke eine Hereingabe von der linken Angriffsseite mit dem Kopf ins rechte lange Eck. SG-Keeper Andreas Meier streckte sich war aber gegen den platzierten Kopfstoß machtlos. In der Folge kontrollierte Rathsmannsdorf die Partie. Erst ab der 30 Minute machte Gergweis mehr Druck. Chancen blieben aber Mangelware. Nach dem Wechsel mochte nicht wirklich Finalstimmung aufkommen. Gergweis mühte sich zwar, blieb aber im Angriff zu harmlos. Die Truppe von Simon Schuster hatte alles im Griff. Als sich alle mit einem Sieg für die Rathsmannsdorfer anfreundeten, schlugen die Vilstaler doch noch zu. Aus dem Gewühl heraus versenkte Fabian Kirr in der 90. Minute den Ball zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Verlängerung! Rathsmanndorf konnte den Hebel nicht mehr umlegen. Gergweis witterte längst Morgenluft und der 103. Minute war es dann soweit. Simon Wallner, der Sohn des Trainers Manfred, knallte das Leder im zweiten Versuch in den rechten oberen Knick. Extase im Gergweiser Fanlager und der Kreisklassist ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. In der 113. Minute kassierte Rathsmannsdorfs Spielertrainer Simon Schuster noch eine Zeitstrafe. Gergweis investierte alles und wurde letztendlich für das nicht Aufgeben mit dem Klassenerhalt belohnt.

Tore: 0:1 Christoph Weber (4.); 1:1 Fabia Kirr (90.); 2:1 Simon Wallner (103.); Gelb-Rot: Christoph Spirk (R./90.+4); Zeitstrafe: Simon Schuster (R./113.); SR Maximilian Scheungrab (Aunkirchen); 1127.