Trainer und Team bleiben zusammen
Der Kreisliga-Plan steht schon: Alkofen feiert ausgelassen − und blickt positiv in die Zukunft

25.05.2023 | Stand 16.09.2023, 21:34 Uhr |

Das ist das Ding: Freudestrahlend nahm Kapitän Andreas Hölzl die Meisterschale von Spielleiter Wolfgang Heyne entgegen. Seine Teamkollegen und Trainer David Käser (links, nach Knie-OP auf Krücken) „machen die Welle“. −Fotos: regiopictures

Man war im Lager des FC Alkofen schon ein bisserl überrascht, als vergangenen Freitag die Nachricht von der 0:2-Heimniederlage der SG Hartkirchen/Pocking gegen Pocking die Runde machte. Damit war klar: Der FCA hatte die Chance, am Samstag mit einem Sieg daheim gegen den SV Haarbach vorzeitig den Deckel draufzumachen in Sachen Meisterschaft der Kreisklasse Pocking. Und die Mannen der Spielertrainer David Käser (34) und Niklas Harrer (27) bewahrten die Nerven und durften nach einem 2:0-Triumph die Korken knallen lassen.

„Natürlich hatte man leichte Bedenken, dass die Jungs angesichts des Drucks vielleicht zu nervös sind. Aber wir haben gesagt; Wir sind daheim, haben in der ganzen Saison hier nur zwei Gegentreffer kassiert. Wenn wir ein Tor machen, dann können wir es schaffen“, blickt der sportliche Leiter Daniel Kiermeier zurück. Nach dem Schlusspfiff fiel die ganze Anspannung ab, die „Gelb-Schwarzen“ ließen es bei ihrer Meister-Sause gewaltig krachen. Am Samstag wurde bis in die Morgenstunden ordentlich gefeiert, auch am Sonntag war noch richtig Betrieb auf dem Alkofener Berg.

Auf dem dortigen Fußballplatz hatte die Konkurrenz in dieser Saison nichts zu lachen. Zehn Siege und drei Unentschieden stehen für den Meister zu Buche, der es hier auf 27:2 Tore brachte. Diese Heimstärke war dann auch einer der Schlüssel zum Erfolg. „Aber der Zusammenhalt in der Truppe und die gezeigte Konstanz über die ganze Saison waren ebenso entscheidend dafür, dass wir uns letztlich wohl verdient den Titel gesichert haben“, betont Kiermeier.

Keine Sorge um personelle Zukunft

2014 hatte der FCA noch den Aufstieg in die Bezirksliga feiern dürfen, ein Jahr später ging es aber schon wieder zurück ins Kreis-Oberhaus, von dort folgte der prompte „Durchmarsch“ nach unten in die Kreisklasse. Doch die Verantwortlichen bewahrten die Ruhe. „Wir hatten uns vorgenommen, die Mannschaft neu aufzubauen, und das ist auch ganz gut gelungen“, freut sich der Sportchef. Obwohl die aktuelle „Erste“ einige Ü30-Kicker in ihren Reihen hat und der Kader nicht sonderlich breit aufgestellt ist, braucht man sich um die personelle Zukunft nicht zu sorgen.

Im Nachwuchsbereich ist der FC Alkofen sehr gut unterwegs . Die A-Junioren sind Spitzenreiter der Kreisliga Deggendorfer Land, die „B“ mischt in der Bezirksoberliga mit und die C-Jugendlichen führen das Feld der Kreisklasse Passau an. „Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren immer wieder Talente in den Herren-Kader aufrücken. Auch heuer können wir vier Jungs integrieren“, verrät Kiermeier.

Die Vorfreude auf die Kreisliga ist groß, man geht diese Herausforderung mit dem bewährten Personal an. David Käser, der sich am 7. Mai beim 0:0 gegen Hofkirchen einen Meniskusriss zugezogen hatte und bereits operiert wurde, und Niklas Harrer tragen weiter als Spielertrainer die sportliche Verantwortung, die Meister-Truppe bleibt zusammen und wird mit einigen Youngsters aufgefrischt.

Ende Juni wird die Vorbereitung gestartet, erklärtes Ziel ist der Klassenerhalt. Am Sonntag ist aber noch das letzte Saisonspiel in Kößlarn zu bestreiten. Hier wollen sich die Alkofener, die mit einem Fanbus anreisen, noch einmal meisterlich präsentieren. Daniel Kiermeier verspricht: „Wir werden sicher nichts herschenken, auch wenn die Kößlarner noch Punkte brauchen.“