TSV Heideck im Jubelrausch
„Wir haben Geschichte geschrieben“ – Trainer Huber verabschiedet sich mit Titel

04.06.2024 | Stand 04.06.2024, 5:00 Uhr |
Andreas Loy

Party mit Bier, Meister-Scheibe und Pyro. Spieler und Trainer des TSV Heideck ließen ihren Emotionen nach der Meisterschaft freien Lauf. Vor allem Coach Christoph Huber war „wahnsinnig stolz“ auf das Erreichte. Er verabschiedet sich mit der Meisterschaft zu seinem neuen Klub SV Cronheim. Fotos: Loy

Als Schiedsrichterin Lena Graf das Spiel beendete, gab es kein Halten mehr. Der TSV Heideck hatte gerade die SG Pfofeld/Theilenhofen mit 2:1 besiegt und sein Meisterstück in der Kreisliga West vollendet. Die Spieler bildeten eine Jubeltraube. „Ja“, „yes“ und „geil“ schallte es über den Platz.

Danach gab es die obligatorische Meister-Scheibe aus Holz, ein paar Bier und die Rekapitulation dessen, was den Heideckern den ersten Bezirksliga-Aufstieg seit der Saison 2008/09 bescherte. Nachdem die Schwarz-Weißen am vergangenen Mittwoch die erste Chance auf den Meistertitel mit einem 1:1-Unentschieden gegen den SV Marienstein knapp verpasst hatten, begann die Partie gegen Pfofeld/Theilenhofen äußerst schlecht für die Heimelf: Die gut 250 Zuschauer sahen, wie die Gäste nach einem Einwurf flankten und TSV-Kapitän Johannes Wieland den Ball per Grätsche ins eigene Tor bugsierte (21.).

Schneller Ausgleich für Heideck



Heideck konterte den Rückstand bereits drei Minuten später. Goalgetter Michael Albrecht legte den Ball nach einer Flanke quer auf Christian Meier, der überlegt ins Eck einschob. 1:1 also. Doch das reichte Heideck nicht. Der TSV rannte an, hatte es gegen das kompakte Pfofeld aber schwer.

Das Spielgeschehen änderte sich nach dem Seitenwechsel zunächst nicht. Doch mit zunehmender Spieldauer kam Heideck dann näher ans Gästetor. Johannes Wielands Freistoß-Hammer wurde vom SG-Keeper Philip Reiter stark pariert. Daniel Hübners Schlenzer aus der zweiten Reihe landete an der Unterkante der Latte und sprang wieder heraus. Und dann war wieder „Heideck-Zeit“: In der Schlussphase hatte der TSV zuletzt einige Spiele für sich entschieden. Der Glaube war da. Daniel Meier brach ein letztes Mal auf seiner linken Seite durch und bediente Maxi Schwarz. Der leitete den Ball auf Albrecht weiter. Und der Torjäger machte das, wofür er auf dem Feld steht: Er netzte ein. Mit seinem 17. Saisontreffer machte er die Meisterschaft perfekt (90.+2).

Aufstieg zum Abschied



Kurz danach folgte der Schlusspfiff und danach die Feierlichkeiten. Trainer Christoph Huber, der in sieben Saisons beim TSV vom Jugend- und Herrentrainer bis zum Kreisliga-Meister alles mitgemacht hat, wurde auf Händen getragen. „Ich bin wahnsinnig stolz und hätte mir einen besseren Abschluss nicht vorstellen können“, sagt der Coach. Wir haben Geschichte geschrieben!“ Huber wechselt zum SV Cronheim, will Heideck „für die Bezirksliga die Daumen drücken und so oft es geht auch zuschauen. Der TSV wird mich bis ans Lebensende begleiten.“

loa/HK