Kreisliga Ost Neumarkt
Abstiegsbedrohter TSV Berching stellt Coach Nigl und Co-Trainer Schwendner frei

24.05.2024 | Stand 24.05.2024, 12:41 Uhr

Nach knapp drei Jahren endet die Zeit für Andreas Nigl als Trainer des abstiegsbedrohten Fußball-Kreisligisten TSV Berching. Fotos: Guttenberger (Archiv)

Die Fußballer des TSV Berching waren die Saison 2023/24 in der Kreisliga Ost Neumarkt/Jura mit dem ambitionierten Vorhaben angegangen, im oberen Tabellendrittel munter mitzuspielen.

Nach mittlerweile 23 von 26 Ligapartien bietet sich für Spieler, Verantwortliche und Anhänger des TSV jedoch ein enttäuschendes Bild. Berching steckt drei Spieltage vor Saisonschluss als Tabellenzehnter mitten im Abstiegskampf, hat nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz.

Jetzt haben die Verantwortlichen um Fußball-Abteilungsleiter Dominic Schels und sportlichen Leiter Franz Wanger die Reißleine gezogen und für einen Paukenschlag gesorgt: Trainer Andreas Nigl sowie Co-Trainer Alexander Schwendner wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Stephan und Geyer gefordert

Vorerst bis Saisonende übernehmen als Interims-Trainer Philipp Stephan, der bisher die B-Jugend des TSV trainierte, und Franz Geyer als spielender Co-Trainer den taumelnden Kreisligisten.

„Es waren keine einfachen Gespräche mit Andi und Alex“, gibt Abteilungsleiter Schels zu, schließlich „verstehen wir uns menschlich gut – da fehlt sich nichts“. Weil aber bei den Fußballern in der aktuellen Spielzeit zu häufig die Ergebnisse fehlten, „haben wir uns nun dazu entschlossen, die Reißleine zu ziehen und einen Cut zu machen“.

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Dadurch erhoffen sich die TSV-Verantwortlichen für den Saisonendspurt „noch einmal frischen Wind für die Mannschaft“, von der er in den verbleibenden Spielen auch „mehr Emotionalität sehen möchte“.

Mit der Freistellung Nigls machen die TSV-Verantwortlichen nun eine Rolle rückwärts – denn: Eigentlich hatten sich der Trainer sowie Schels und bereits im Winter mündlich über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auch in der kommenden Saison verständigt. Weil aber auch seit Wiederbeginn der Restrunde die „die sportliche Situation unbefriedigend bis rückläufig ist“, haben sich Schels und Co. zu diesem drastischen Schritt entschieden.

Entlassung überraschte Andreas Nigl



Diesen hatte Andreas Nigl nicht kommen sehen, als er Donnerstagmittag den Anruf Schels erhielt, der nach knapp drei Spielzeiten sein Trainer-Engagement beim TSV Berching beenden sollte. „Ich bin natürlich enttäuscht, ist doch klar. Ich war hier gerne Trainer und hätte auch gerne weitergemacht“, gibt der 39-Jährige unumwunden zu. Freilich sei die aktuelle Saison bislang „nicht so gelaufen, wie wir uns das alle vorgestellt haben. Aber es hat mir hier mit den Leuten, egal über Spieler oder Abteilungsleitung, immer Spaß gemacht“.

Nigls Trainerzeit beim TSV ließ sich auch sehr vielversprechend an. Nach einer erfeulichen Saison 2021/22, in der die Mannschaft schönen und erfolgreichen Fußball spielte, stand in der Endabrechnung der starke vierte Platz. Im Vorjahr ging Nigls Team als souveräner Kreisliga-Fünfter über die Ziellinie, heuer indes droht die Hinabstufung in die Kreisklasse.

Chance gegen Forchheim

Am Sonntag (15 Uhr) bietet sich den TSV-Spielern im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SG Forchheim/Sulzkirchen eine ideale Gelegenheit, um die Abstiegssorgen mit einem Sieg entscheidend zu vertreiben.

In den restlichen Saisonspielen gelte es laut Abteilungsleiter Schels, einen potenziellen Abstieg unbedingt zu vermeiden, „koste es, was es wolle“. Coach Andreas Nigl und Co-Trainer Alex Schwendner hat es nun ihre Posten beim TSV Berching gekostet.