Nach 7:0-Sieg in Perach
Steiniger Weg mit Meistertitel belohnt: Burgkirchen nach drei Jahren wieder Kreisklassist

13.05.2024 | Stand 13.05.2024, 13:44 Uhr

Das meisterliche Team des SV Gendorf Burgkirchen hat vorzeitig die Rückkehr in die Kreisklasse perfekt gemacht. − Fotos: SVGB

Nach drei Jahren sind die Fußballer des SV Gendorf Burgkirchen zurück in der Kreisklasse. Im Vorjahr konnte mit dem 11. Platz gerade noch der Absturz verhindert werden, nun hat der Traditionsverein mit einem 7:0-Kantersieg beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Perach vorzeitig die Meisterschaft der A-Klasse 4 und damit den Aufstieg perfekt gemacht. Es ist ein Erfolg der Zusammenarbeit und des Zusammenhalts der Truppe von Cheftrainer Jürgen Gal, der seit dieser Saison wieder das Sagen hat.

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Der 55-Jährige hatte von 2014 bis 2017 schon einmal die SVGB-Kicker unter seinen Fittichen und sie 2015/16 ebenfalls in die Kreisklasse geführt. Eigentlich, so erzählt Gal, habe er seine Tätigkeit als Übungsleiter beenden wollen, sich dann aber doch überreden lassen, bei seinem Heimatverein nochmal anzupacken . Es hat sich gelohnt, wie der Blick auf die Tabelle zeigt. „Der Spirit zwischen unseren beiden Mannschaften passt einfach“, betont Gal, dass auch die zweite Formation, die in der C-Klasse 4 aktuell Fünfter ist, ebenfalls großen Anteil am Titelgewinn hat.

Die Alztaler verfügen über einen großen und breiten Kader, die Mischung aus Talent und Erfahrung stimmt. Und das ist auch nötig, denn wegen Schule, Studium oder Schichtarbeit mussten immer wieder Ausfälle kompensiert werden. Insgesamt kamen in dieser Spielzeit 31 Aktive zum Einsatz. Dass dabei kaum Qualitätsverluste zu erkennen waren, spricht für die Homogenität des Kollektivs um Kapitän und Motivator Andreas Tomas.

Sichere Abwehr: Seit der Winterpause nur fünf Gegentore

Als einen weiteren Erfolgsfaktor sieht Gal die sichere Abwehr vor Torwart-Routinier Harald Kovacs, die seit der Winterpause erst fünf Treffer kassiert hat. Mit insgesamt 23 Gegentoren sind die Alztaler ohnehin das Maß der Dinge in der Liga. Auch dass in der Rückrunde relativ viele Partien auf eigener Anlage absolviert werden konnten, habe den Mannen um den 14-fachen Torschützen Adrian Etmanski in die Karten gespielt. Mit 32 Punkten weisen die im Alzstadion ungeschlagenen Burgkirchner die mit Abstand beste Heimbilanz der 14 Mannschaften auf.

Die Anstrengungen, den „Alzkahn“ nach dem Abstieg in der abgebrochenen Corona-Saison 2020 /21 wieder flott zu machen, haben sich also gelohnt. Das betont auch Burgkirchens Sportlicher Leiter Josef „Beppo“ Auberger. „Erst mussten wir den Abwärtstrend stoppen, was uns unter Trainer Albert Nöbauer gelungen ist und danach kam ein Jahr der Stabilisierung unter Trainer Jürgen Fußeder. Mit Jürgen Gal als Chefcoach konnte in dieser Saison wieder besonders Wert auf die sportliche Entwicklung gelegt werden“, schildert der Funktionär den steinigen Weg bis zum erfolgreichen Abschluss. „Und manchmal braucht es auch ein bisschen Glück.“ Denn die Installation des Trainerstabs mit Gal sowie seinen Assistenten Nico Weiß (Co-Trainer und Teammanager), Ewald Dubs und Patrick Reiter (beide Trainer zweite Mannschaft) habe sich als Glücksfall erwiesen. Das Quintett habe für einen enormen Schwung innerhalb der Herren-Mannschaften und auch im Umfeld gesorgt.

„Höhepunkt war sicher das Trainingslager im März, wo grundlegende Techniken eingeübt und geschärft wurden“, so Auberger. Für viele der jungen Spieler sei diese Meisterschaft die erste überhaupt in ihrem Fußballer-Leben. Anders als bei Auberger und Gal, die als Vereinsurgesteine die eine oder andere schöne Erinnerung an große Erfolge und Titel teilen können, wie beispielsweise den Landesliga-Aufstieg 2001.

„Wollen erstmal in der Kreisklasse ankommen“

„Jürgen Gal war damals der Anker in einer stabilen Truppe, die 2003 sogar um den Aufstieg in die Bayernliga mitgespielt, das Entscheidungsspiel gegen Großbardorf aber knapp verloren hat“, blickt Auberger gut 20 Jahre in der Historie des Fußballs beim SVGB zurück. Wie weit sich der Traditionsverein wieder entwickeln wird, hängt von vielen Faktoren ab. „Erstmal wollen wir in der Kreisklasse ankommen, dann schauen wir mal weiter“, gibt sich Auberger betont vorsichtig. Ein gutes Zeichen ist aber schon mal, dass alle Mitglieder der Aufstiegsmannschaft ihr Bleiben signalisiert haben.

− fa/red