Furioses Saisonfinale
Steigt in Fridolfing die große Meistersause? Reischach zu Gast – SCA in Schönau – Tüßling empfängt Kay

16.05.2024 | Stand 16.05.2024, 17:06 Uhr

Tobias Wolferstetter peilt mit dem TSV Fridolfing den dritten Aufstieg in Folge an, wozu ein Heim-Dreier am Samstag, 18. Mai, um 15 Uhr gegen den TSV Reischach reicht. Vor zwei Jahren kletterten die Blau-Weißen als A6-Vize via Relegation in die Kreisklasse, im Vorjahr wurden sie Meister der Kreisklasse 4. Kommt’s nun zur nächsten großen Fete? − Foto: mb.presse

Mehr Saisonfinale geht nicht: Alle sieben Begegnungen des 26. Durchgangs der Fußball-Kreisliga 2 gehen am Samstag, 18. Mai, 15 Uhr über die Bühne. Unter anderem der Ausgang zweier BGL-Derbys ist von wesentlicher Relevanz.

Die SG Schönau (13. Platz/23 Punkte), die sich bereits auf die Abstiegsrelegation vorbereiten muss, trifft dabei auf den SC Anger (2./48), der mit einem Sieg theoretisch noch Meister werden kann. Dazu muss allerdings Primus TSV Fridolfing (1./49) gegen den TSV Reischach (8./32) patzen, für den es um nichts mehr geht. In akuter Abstiegsnot befindet sich noch der FC Hammerau (11./26), der gegen den TSV Bad Reichenhall (4./46), der noch auf Rang 2 schielt, dringend Zählbares benötigt, um auch in der kommenden Saison für die Kreisliga planen zu können. Somit geht’s für beide noch um sehr viel.

Für Anger ist die Ausgangslage klar

Für den SCA ist die Ausgangslage am Königssee klar: „Wir brauchen den Dreier, um die Relegation schon mal zu fixieren. Dann schauen wir mal, wie viel Bock Reischach noch auf einen gelungenen Saisonabschluss hat“, betont Trainer Andi Brandl. Der aktuelle Rangzweite werde sicherlich nicht traurig sein, wenn er am Ende nicht auf Platz 1 steht. „Das haben wir nicht mehr in der eigenen Hand. Wir können nur noch Rang zwei festigen. Alles andere ist Zugabe“, betont der Coach.

Brandl weiß allerdings auch, dass mit Reichenhall noch eine Mannschaft hinter dem SCA auf Relegationsrang 2 lauert. Daher lautet die klare Vorgabe: Sieg am Königssee. Dennoch werden Brandl und seine Jungs den Gegner nicht unterschätzen. „Die Schönauer werden uns nichts schenken. Die gilt es genauso zu bespielen wie die anderen fünf Gegner, gegen die wir zuletzt gewonnen haben.“ Somit lautet das Brandl-Motto: offenes Visier, drei Punkte mitnehmen und schauen, wie der Reischacher Saisonabschluss wird.

Reichenhall verabschiedete sich nach dem 0:1 gegen die SG Tüßling/Teising (3./48) wohl aus dem Titelrennen, müsste hoch in Hammerau gewinnen und Fridolfing gleichzeitig eine Klatsche gegen Reischach kassieren, um noch theoretische Chancen zu haben. „Wir waren vor der Pause viel zu ängstlich – vor allem, dass uns Fehlpässe unterlaufen. Wir haben die Bälle nur noch geschlagen“, betont TSV-Coach Michael Wegscheider. Seine beiden Sechser hätte er im Grunde runternehmen können, da sie durch diese Spielweise nicht gebraucht werden konnten. Seine Schützlinge fanden gegen die SG überhaupt nicht in die Partie. In der zweiten Hälfte hatte die Wegscheider-Crew wenigstens noch ein paar Aktionen, in denen sie sich nach vorn kämpfte. „Der Gegner war spielerisch top. Wie das Tor an sich fällt, ist schon extrem ärgerlich, nach einem eigenen Einwurf an der Eckfahne. Natürlich ist es schade, dass es jetzt nach unserer tollen Serie so gekommen ist“, so Wegscheider. Zumindest möchten die Gelb-Schwarzen mit einem Sieg beim „Club“ die Chance wahren, bei etwaigen Patzern der Konkurrenz da zu sein. Das Hinspiel endete übrigens 2:0 für die Kurstädter.

Tüßling nahm nach dem Auswärtscoup im Nonner Stadion ordentlich Selbstvertrauen für den Saisonabschluss gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht SV Kay mit. „Wir wussten natürlich vor allem um die Standardstärke der Reichenhaller, die wirklich eine super Mannschaft haben“, betont David Frauenhofer, 2. Abteilungsleiter und Spieler der SG. In dieser Liga zwölf Spiele ungeschlagen zu bleiben, sei schon beeindruckend. Tüßling habe in der ersten Halbzeit sicher zu wenig aus den Chancen gemacht. „Gleichwohl haben wir über 90 Minuten gekämpft und fast nichts zugelassen“, so Frauenhofer, der einen Dreier wie im Vorrundenduell (1:0) dank des goldenen Treffers von Spielertrainer Andreas Giglberger mit Sicherheit unterschreiben würde.

SG Inzell/Weißbach muss in Mehring etwas reißen

Definitiv raus aus der Spitzengruppe ist der SV Mehring (5./41), der die abstiegsbedrohte SG Inzell/Weißbach (12./24) empfängt. Für die Gäste ist das rettende Ufer noch in Sicht. Dazu bräuchten Spielertrainer Matthias Öttl und Co. einen Auswärtssieg, müssten jedoch gleichzeitig auf die Niederlage des FC Hammerau gegen Reichenhall hoffen.

Nur noch um die Statistik geht’s in den Partien zwischen dem TuS Engelsberg (6./41) und der Zweitvertretung des TSV Buchbach (10./28) beziehungsweise dem SV Linde Tacherting (7./40) und dem bereits geretteten BSC Surheim (9./29).