Der Coach will wieder selbst ran
Kreisligist BSC Surheim steckt noch im Abstiegskampf – Wasti Huber ist „guter Dinge“

07.02.2024 | Stand 07.02.2024, 12:17 Uhr

Nico Jordan, der nun im BSC-Mittelfeld die Fäden zieht, übernahm vom abgewanderten Felix Bischoff vor dieser Saison die Surheimer Kapitänsbinde. − Foto: Bittner

Er hat viel getan, um bald wieder selbst auflaufen zu können: Spielertrainer Sebastian Huber vom Fußball-Kreisligisten BSC Surheim. In einem Vorbereitungsspiel auf diese Saison am 16. Juli 2023 gegen Leobendorf (1:2) riss er sich die Achillessehne im linken Sprunggelenk – eine schwerwiegende Verletzung.

Mittlerweile kann der 33-Jährige „wieder voll belasten“ und will selbst zurück auf den Platz: „Doch ich muss natürlich schauen, wann ich wieder bei 100 Prozent meiner Form bin und ob dann alles so klappt, wie ich mir das vorstelle.“ Mit seinem Team steht Huber in dieser Winterpause auf Rang 10, sechs Zähler vor dem ersten Relegationsplatz – ein Polster, allerdings keine Sicherheit: „Damit ist klar, dass wir schon noch ein paar Punkte zum Klassenrehalt brauchen“, schmunzelt er. Er weiß, dass noch lange nichts sicher ist.

Mit gemischten Gefühlen in die Winterpause

Die Surheimer gingen am 18. November mit gemischten Gefühlen in die Winterpause: Nach einer 0:1-Heimniederlage gegen den TSV Bad Reichenhall gab’s zwei enorm wichtige Dreier gegen die direkten Konkurrenten im Tabellenkeller – 3:1 beim SV Kay, 4:0 gegen die SG Inzell/Weißbach. Doch in der Nachholbegegnung zum Jahresabschluss bei der SG Schönau setzte es eine 0:2-Niederlage: „Da hätten wir unseren kleinen Lauf mit zwei Siegen in Folge noch gern ausgebaut“, so Huber.

Insgesamt ist er mit seiner Truppe durchaus zufrieden: „Nach den Abgängen von fünf Stammspielern hätten uns doch die meisten nicht zugetraut, dass wir immer noch ganz gut dastehen. Viele hatten uns auf der Absteigerliste“, betont der BSC-Spielertrainer. Er spricht unter anderem den zum Bayernligisten SV Kirchanschöring abgewanderten Kapitän und Abwehrchef Felix Bischoff an. Dazu die Berger-Brüder Tom und Nico oder Keeper Markus Mittermeier, die allesamt zurück zu ihrem Heimatverein SC Anger gingen. „Das tat schon weh und konnte natürlich nicht so einfach kompensiert werden. Dass Potenzial in uns steckt, haben wir aber im Herbst gesehen. Freilich benötigt einiges auch Zeit, wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess.“ Huber ist guter Dinge, dass es mit dem Klassenerhalt klappt, weil er weiß und sieht, was die Mannschaft zu leisten im Stande ist.

„Lebensversicherung“ Robert Stallmayer

Eine „Lebensversicherung“ für den BSC ist nach wie vor Top-Stürmer Robert Stallmayer, der mit 14 Treffern im Herbst einmal mehr seine Ausnahmestellung unter Beweis stellte: Liga-weit ist bislang nur Maxi Damoser vom SV Merhing mit 19 Toren besser. Auf Stallmayer sind die Surheimer definitiv angewiesen, in dieser Winterpause mussten sie keinen weiteren Abgang registrieren. Dafür kam vom ESV Freilassing Keeper Bernie Hinterreiter (35) zurück, ein BSC-„Urgestein“. Als zusätzliche Verstärkung konnte Mohamad Alhaj Abas vom SV Laufen (zuvor ESV Freilassing) verpflichtet werden.

Die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde ist bereits erfolgt. Folgende Testpartien hat Kreisligist BSC Surheim im Rahmen der Frühjahrsvorbereitung vereinbaren können – die ersten vier allesamt auf dem Badylon-Kunstrasen in Freilassing: 11. Februar, 15 Uhr, WSC Bayerisch Gmain (A-Klasse), 17. Februar, 16 Uhr, TSV Siegsdorf (Bezirksliga), 24. Februar, 9.30 Uhr, SV Oberteisendorf (Kreisklasse), 2 März, 15.15 Uhr, SV Kirchanschöring II (Kreisklasse). Dazu testet die Huber-Crew am 9. März, 16 Uhr, beim FC Grünthal (Kreisliga) und zum Abschluss am 16. März, 11.30 Uhr, daheim gegen die DJK Otting (Kreisklasse). Die Frühjahrsrunde beginnt für den BSC am Freitag, 22. März, 19 Uhr, gleich mit einem Flutlicht-Derby beim SC Anger (5.).

− bit