Kane-Besuch auf 112 Seiten
Kirchweidacher FCB-Fanclub erstellt Buch – In Frankreich im Fernsehen

01.06.2024 | Stand 01.06.2024, 11:00 Uhr |

Der Kirchweidacher Fanclub-Vorsitzende Johannes Kirchner (rechts) und sein Stellvertreter Martin Pichler. − Foto: Aicher

Noch immer ist den Mitgliedern des FC Bayern-Fanclubs „Die Roten“ Kirchweidach das Grinsen ins Gesicht geschrieben. „Wir haben lange gebraucht, bis wir verstanden haben, was da passiert ist“, schwärmt Johannes Kirchner. Der Vorsitzende meint damit die Stippvisite von Bayerns englischem Superstürmer Harry Kane im Januar. „Ein Tag für die Ewigkeit, den man so wohl nicht mehr toppen kann“, sagt auch sein Stellvertreter Martin Pichler. Die Erinnerungen dazu gibt’s nun sogar zusammengefasst in einem Buch.

Auf 112 Seiten ist alles rund um den Besuch abgebildet – wie etwa die Bewerbung, ein Foto des Moments, als die Vorstandschaft von der Zusage erfuhr, und wie man sich in Kirchweidach auf den großen Tag vorbereitete. Aber auch ein Bild der Enttäuschung ist zu sehen, als einen Tag vor dem geplanten Besuch im Dezember der Termin aufgrund des starken Schneefalls abgesagt beziehungsweise verschoben werden musste. Mit eineinhalb Monaten Verspätung reiste Kane schließlich in den Landkreis Altötting und bescherte den FCB-Anhängern unvergessliche Stunden. Die Eindrücke dazu sowie alle Einzelbilder des Kapitäns der „Three Lions“ mit den Fans wurden im Buch festgehalten. Genauso wie nette Anekdoten und QR-Codes, die zu einem Film von Hans Eimannsberger sowie zu Presseberichten führen.

Über 30 Medienvertreter waren im Januar erschienen, darunter sogar welche von englischen Zeitungen wie der Sunday Times. Somit erreichte der Fanclub auch international Aufmerksamkeit, die nicht so schnell abflachte. Denn: Im April flatterte eine E-Mail des französischen Sportsenders Canal+ ins Fanclub-Postfach. „Wir dachten erst, dass das Spam ist“, berichtet Pichler. Tatsächlich handelte es sich um eine reale Anfrage. Die Franzosen hatten von dem Kane-Besuch erfahren. „Sie haben gefragt, ob wir beim Bayern-Spiel in Frankfurt sind und wollten uns dort interviewen“, so Pichler. Da der Fanclub jedoch nicht nach Hessen fuhr, musste eben der Berg zum Propheten kommen. Das Fernsehteam reiste also nach Kirchweidach und berichtete über „Die Roten“. Eine kleine Hürde gab’s dabei, die aber natürlich bestens gemeistert wurde: „Wir mussten Hochdeutsch sprechen, sonst hätte es der Übersetzer nicht verstanden“, erklärt Pichler und lacht.

„Ein großer Dank geht an Martin, der viele Stunden für das Buch geopfert hat“, lobt Kirchner seinen Kollegen. Keine zwei Monate hat es gedauert, bis das Werk fertig war. So oder so bleibt der Besuch des Engländers in Kirch- beziehungsweise Kaneweidach unvergessen...