Auftakt in der Kreisklasse 3
Kirchweidach/Halsbach und Tittmoning vermissen ihre Torjäger – Arnold gibt Trainer-Debüt in Neuötting

28.07.2023 | Stand 13.09.2023, 3:20 Uhr

Unter dem Kommando des neuen Spielertrainers Marcell Arnold (Mitte) bestreitet Neuötting das Eröffnungsspiel beim TuS Traunreut. −Foto: Zucker

Dreimal Freitag, einmal Samstag – so lautet der Fahrplan der Fußball-Kreisklasse 3 am ersten Spieltag aus Sicht der Vereine aus dem Landkreis Altötting. Der TSV Neuötting ist am 28. Juli um 18.45 Uhr beim TuS Traunreut zu Gast. Heimspiele haben der DJK-SV Pleiskirchen (gegen den FC Mühldorf) und der FC Töging II (gegen den SV Unterneukirchen) vor der Brust. Beide Duelle werden um 19 Uhr angepfiffen. Die SG Kirchweidach/Halsbach startet am 29. Juli (18 Uhr) in Halsbach gegen den TSV Tittmoning in die neue Saison.

Nach neun Jahren unter Manuel Kagerer weht beim TSV Neuötting ein frischer Wind: Die Innstadt-Truppe hört nun auf die Kommandos von Aktivcoach Marcell Arnold. Der 31-Jährige bringt reichlich Erfahrung als Spieler mit ins Team (unter anderem Landesliga beim SV Erlbach, TSV Kastl und TSV Ampfing), als Cheftrainer indessen ist er neu im Geschäft. Erste Erfahrungen auf dem Gebiet sammelte er in der Saison 2021/22 als spielender „Co“r bei Kirchweidach/Halsbach. Neben Arnold tauchen mit Aysen Raad (TV Altötting) und Lukas Bruckmayer (JFG Ötting/Inn) zwei weitere neue Gesichter im Kader auf. Im Gegenzug meldet der TSV keinen einzigen Abgang. Einen Vergleich mit dem TuS Traunreut auf dieser Ebene gab’s für Neuötting noch nicht, zuletzt duellierte man sich vor fünf Jahren – da allerdings noch in der Kreisliga.

Der DJK-SV Pleiskirchen war in der vergangenen Saison nah dran am Aufstieg, erst in der Schlussphase fehlte der Holzland-Truppe die letzte Konsequenz. Der SV Linde Tacherting und der FC Töging hatten den längeren Atem und verwiesen die Schützlinge von Thomas Gruber auf Platz drei. Auch diesmal werden die Pleiskirchner wieder weit vorn erwartet, vor allem weil sie sich mit Maximilian Grötzinger (SSV Eggenfelden) und dessen Bruder Tobias (DJK-SV Geratskirchen) gut verstärkt haben. Verlassen hat den Klub keiner, allerdings hat Alfred Grumann seine Schuhe an den Nagel gehängt. Tritt die Truppe zuhause gegen Mühldorf so auf wie in der Testphase, in der es in drei Spielen drei Siege gab, liegt ein Dreier in der Luft.

Zwei Spitzenteams der vergangenen Saison treffen am Wasserschloss aufeinander, wenn der FC Töging II den SV Unterneukirchen erwartet. Die Innstädter schrauben die Erwartungen etwas herunter. „Wir haben drei Spieler an unsere Erste abgegeben und müssen viele junge Kicker integrieren. Wir streben erstmal einen gesicherten Mittelfeldplatz an“, so FC-Sprecher Udo Sigrüner. Dazu muss die Bezirksliga-Reserve mit Paul Wagenhäuser und Noah Staller auf zwei wichtige Defensivspieler verzichten, im Gegenzug ist Julian Preis nach langer Pause (Wadenbeinbruch) wieder da – und vermutlich sogar in der Startelf. Der Gast, der heuer sein 60-jähriges Vereinsbestehen feiert, sieht sich erneut ganz weit vorn. Die Grün-Weißen wollen ihren vierten Patz aus dem Vorjahr toppen. „Von kleinen Blessuren abgesehen sind wir verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen“, freut sich Trainer Michael Kaiser. Gehandicapt ist der SVU weiterhin durch die Langzeitausfälle Bernhard Holzner (Wadenbeinbruch), Moritz Emmerl und Lukas Hillgartner (beide Kreuzbandriss).

Gespannt ist man bei der SG Kirchweidach/Halsbach auf den Aufsteiger TSV Tittmoning, der in der A-Klasse in einem Herzschlagfinale den TSV Heiligkreuz dank des besseren Direktvergleichs auf Rang zwei verwiesen hat und als Meister den Sprung nach oben schaffte. „Es ist klar, dass die mit Rückenwind kommen“, erwartet SG-Trainer Christian Fleißner ein forsches Auftreten der Gäste, die allerdings ohne ihren besten Torschützen der vergangenen Jahre auskommen müssen. Albert Buxmann, mit 26 Treffern einer der Erfolgsgaranten im Team von Trainer Bernhard Mühlbacher, hat sich für eine Fußballauszeit entschieden. Diese Sorgen kennt auch Fleißner, der seine „Torgarantie“ verloren hat: Marco Lebesmühlbacher will es höherklassig versuchen und hat sich dem Bezirksligisten TSV Peterskirchen angeschlossen. In der vergangenen Spielzeit war der 26-Jährige nach einer Hüft-OP lange außer Gefecht, konnte erst in der Rückrunde wieder einsteigen, hat da aber noch elfmal getroffen. „Wenn du deinen Unterschied-Spieler verlierst, tut das besonders weh. Das müssen wir nun im Kollektiv lösen“, so Fleißner, der sich mit der Vorbereitung sehr zufrieden zeigt.

− cze