Sensationeller Aufstieg in die Kreisklasse
Dank toller Mannschaftsleistung: TSV Siegsdorf II belohnt sich mit historischem 4:0-Erfolg über Schwindegg

26.05.2024 | Stand 26.05.2024, 15:26 Uhr

Die Aufstiegsmannschaft des TSV Siegsdorf II mit Sebastian Reiter (obere Reihe stehend von links), Christian Staller, Simon Klauser, Andi Hobmaier, Dennis Böhmig, Matthias Bichler und Sebastian Groiß sowie Manuel Schlesak (mittlere Reihe kniend von links) Kilian Frommelt, Fabian Geiger, Michael Huber, Lukas Hartl, Michael Hunglinger und Spielertrainer Raphael Doll sowie Markus Humhauser (untere Reihe sitzend von links), Arthur Wittmann, Stefan Walcher, Maximilian Mayer, Daniel Kohlmaier, Andreas Frauendienst, Trainer Michael Freimoser, Thomas Diewock, Stephan Popp und Maxi Trzewik − Foto: Weitz

Der TSV Siegsdorf II hat Geschichte geschrieben! Durch einen 4:0-Sieg im Fußball-Relegationsspiel gegen den SV Schwindegg machte die Mannschaft von Raphael Doll und Michael Freimoser den letzten Schritt und stieg sensationell in die Kreisklasse auf.

Vor der starken Kulisse von 400 Zuschauern war die Sportanlage in Obing dank zahlreicher Unterstützung fest in Siegsdorfer Hand. Schwindegg legte jedoch gleich mal schwungvoll los. Nach Steilpass tauchte Philipp Scharinger, der allein vor TSV-Keeper Fabian Geiger auf, scheiterte jedoch an dessen Glanzparade (4.). Die Doll-Elf agierte in den Anfangsminuten noch etwas angespannt, doch die Nervosität legte sich prompt, als eine Michael-Huber-Flanke per Kopf verlängert wurde und Daniel Kohlmaier ans Leder kam. Er scheiterte im ersten Versuch noch an Torwart Fabian Haslboeck, spitzelte die Kugel dann im Nachfassen doch noch ins Gehäuse (13.).

Nach der Führung nahm der TSV das Heft immer mehr in die Hand erhöhte auf 2:0. Ein perfekt getimter Gassenball erreichte Michael Hunglinger, der vor Haslboeck eiskalt blieb und einschob – die Siegsdorfer Fans flippten aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der SVS die Doppelchance aus dem Nichts. Zunächst zirkelte Ekrem Kaya einen 20-Meter-Freistoss Richtung Kasten, doch Geiger packte erneut die Glanzparade aus. Bei der anschließenden Ecke stieg Philipp Scharinger am höchsten, fand jedoch in Geiger erneut seinen Meister.

Im zweiten Durchgang hatte zunächst Huber per Kopf die Chance aufs 3:0, doch Keeper Haslboeck – bester Mann der Schwindegger – verhinderte Schlimmeres (63.). In der Folge hatte dann der SVS die Hundertprozentige. Oguzhan Kök umkurvte Geiger und musste eigentlich nur noch in den verwaisten Kasten einschieben, doch Abwehrchef Maxi Trzewik klärte per Monstergrätsche noch vor der Linie – was für eine Chance (67.).

Schwindegg versuchte es nochmal mit neuem Personal, doch so richtig fiel ihnen nichts mehr ein, im Gegenteil, der TSV spielte – auch dank frenetischer Unterstützung seiner Anhänger – weiter munter nach vorne. Ein Doll-Freistoß ließ Haslboeck lediglich abprallen, den Nachschuss setzte Hunglinger jedoch knapp vorbei (85.). Es lief bereits die Nachspielzeit, als ein Siegsdorfer die Entscheidung brachte. Der eingewechselte Maxi Mayer hatte das Auge für Arthur Wittmann, der nach Querpass mühelos einschob und damit das Obinger Stadion endgültig zum Hexenkessel verwandelte. Michael Freimoser schraubte das Ergebnis sogar noch auf 4:0, wobei er nach toller Vorarbeit von Sebastian Groiß ins leere Gehäuse zum Endstand traf.

Nach Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Maximilian Wagner (TSV Bad Endorf) gab’s auf TSV-Seite kein Halten mehr: Unter grenzenlosem Jubel stürmten alle auf den Platz und feierten ausgelassen den größten Erfolg der „Zweiten“ in der Vereinsgeschichte, die sich in der kommenden Spielzeit in der neunthöchsten Division beweisen dürfen.

− mg