Relegation in Gerolfing
Aschauer Aufstiegstraum geplatzt: Zweimal Rot und kurioser Ausgleich nach umstrittener 2:1-Führung

05.06.2024 | Stand 05.06.2024, 11:30 Uhr |

Ins Straucheln kam der SV Aschau/Inn um Johannes Baptist Asanger in der Relegation gegen den FC Gerolfing. Auf die 1:2-Niederlage im Hinspiel folgte auswärts ein 2:2-Remis. Damit platzte der Aufstiegstraum der „Veilchen“. − Foto: Mühlhofer (Archiv)

Frust und Enttäuschung beim SV Aschau/Inn: Das Team von Thomas Deißenböck hat sich im zweiten Relegationsduell beim FC Gerolfing mit einem 2:2 begnügen müssen und damit nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Dabei waren die Gäste in einer am Ende kuriosen Partie nahe dran am Erfolg.

Lukas Achhammer brachte die Gastgeber vor 850 Zuschauern mit 1:0 in Führung, als er mit einer schönen Einzelaktion von links nach innen zog und aus 14 Metern abschloss (12.). SVA-Top-Torjäger Christoph Scheitzeneder besorgte den Ausgleich (26.). Nach der roten Karte für Gerolfings Matthias Hamm (76., grobes Foulspiel) gelang Burhan Karababa das 1:2 (81.). In der Entstehung des Tores hatte sich allerdings ein Gerolfinger verletzt und war am Boden gelegen. FCG-Keeper Michael Oblinger spielte den Ball daraufhin ins Aus – die Aschauer brachten ihren Einwurf dennoch zu Stürmer Karababa, der die Gäste in Führung brachte.

Nach minutenlangen Diskussionen stellten die „Veilchen“ beim folgenden Anstoß die Gegenwehr ein, sodass Ex-Profi Christian Träsch durchlaufen und ungehindert das 2:2 erzielen konnte (86.). „Ich ziehe den Hut vor dieser Entscheidung der Aschauer, unseren Spieler durchlaufen zu lassen – auch wenn man sagen muss, dass die Situation zuvor extrem unfair war“, meinte Hausherren-Spielertrainer Stefan Hoffmann. Deißenböck war entsprechend zerknirscht. „Das ist zehn Minuten vor Schluss eine mega-beschissene Situation“, entgegnete der 31-Jährige, stellte mit Bezug auf das zwischenzeitliche 1:2 aber klar: „So willst du nicht aufsteigen.“ Am Tag nach der Partie schreiben die Aschauer in den sozialen Medien: „Eine der schwersten Entscheidungen, die man in so einem Moment treffen kann. Aber wenn wir aufsteigen, dann ohne jeden Zweifel.“

Die rote Karte in der Nachspielzeit für Gästeakteur Jan Vetter (90.+10, grobes Foulspiel) fiel nicht mehr ins Gewicht – das 2:2 war der Endstand. Nach dem Schlusspfiff jubelten die Gerolfinger über den Aufstieg. Für den SVA bedeutet dieses Ergebnis ein weiteres Jahr in der Kreisliga. „Es wird sicher noch ein paar Tage dauern, bis wir das verdaut haben“, heißt es auf Instagram. Aber: „Wir kommen wieder – stärker als je zuvor.“

− flw/nor/aic