Große Zuversicht vor dem Duell gegen SC Moosen/Vils
TSV Hohenwart: „Wir gehören in die Kreisliga“

02.06.2023 | Stand 15.09.2023, 23:20 Uhr |

Besitzt reichlich Regionalligaerfahrung: Maximilian Bauer (r.), der jetzige Spielertrainer des SC Moosen, war zwischen 2014 und 2019 für den TSV Buchbach auf Torejagd gegangen. Foto: Imago Images

Für den TSV Hohenwart heißt es am Samstag (Anstoß um 15 Uhr) „Hopp oder Top“: Nur mit einem Sieg gegen den SC Moosen/Vils in Attenkirchen bleibt der Klub aus dem Paartal ein Kreisligist. Ansonsten geht es für ihn in die Kreisklasse hinunter.
Es gibt also keinen Relegationsmarathon, wie er in den vergangenen Jahren im Raum Donau/Isar durchaus üblich war, sondern alles beschränkt sich auf genau dieses Match. Und die Mannen von Interimstrainer Tobias Distl bekommen hierbei mit dem Tabellenzweiten der Kreisklasse IV einen schweren Brocken vorgesetzt. Dass die Moosener nicht schon auf direktem Weg den Aufstieg schafften, ist allein der Tatsache geschuldet, dass sie den direkten Vergleich gegen die mit ihnen punktgleiche SpVgg Altenerding verloren. Ansonsten fuhr der SCM 60 Zähler in 26 Partien ein und kassierte lediglich vier Saisonniederlagen.

Keinerlei Angst vor dem torhungrigen Gegner

Die Hohenwarter hingegen müssen auf eine verkorkste Punktrunde zurückblicken, als Zwölfter der Kreisliga Donau/Isar II blieb der TSV weit hinter den Erwartungen zurück. Das lag unter anderem an der fehlenden Torgefahr der Paartaler: Nur 34-mal knipsten sie in insgesamt 26 Partien – der drittschwächste Wert ihrer Liga.
Über fehlende Treffsicherheit kann sich der SC Moosen definitiv nicht beklagen: Insgesamt 102-mal netzte er in seiner Kreisklasse ein. Herausragend hierbei: Spielertrainer Maximilian Bauer, der einst auch schon 125-mal das Regionalligatrikot des TSV Buchbach getragen hatte, mit 35 Saisontoren – gefolgt von Felix Daumoser (22) und Johannes Körbl (17). Ja, Hohenwarts Defensivabteilung muss sich auf viel Arbeit einstellen.

„Die Offensivzahlen unseres Gegners wirken schon relativ heftig. Sie relativieren sich aber beim Blick auf die Spielklasse, durch welche Moosen sehr souverän marschierte“, meint TSV-Coach Distl. Was der 41-Jährige damit ausdrücken möchte: In der Kreisklasse IV wurde generell mit Toren nicht gegeizt. „Die ersten sechs Spieler der Torjägerliste haben über 22 Treffer, der beste Schütze sogar satte 40“, weiß Distl, der daraus folgert: „Treffer zu erzielen, das schien in dieser Liga verhältnismäßig leicht zu sein.“
Grundsätzlich will sich der Hohenwarter Coach nicht groß am Gegner orientieren. „Wir werden einen Bauer nicht unter Sonderbewachung stellen. Wir konzentrieren uns auf unser Spiel und lösen das im Kollektiv“, erklärt er. Alles in allem vertraut Distl auf die Qualitäten seiner Paartaler: „Für die Kreisklasse haben meine Jungs eigentlich ein zu hohes Niveau. Aber uns wurde bislang in dieser Saison zum Verhängnis, dass wir selten komplett waren – und zudem in gewissen Situationen vielleicht ein wenig zu jung beziehungsweise zu unerfahren.“

Zum ersten Mal Qual der Wahl bei Aufstellung

Für das Entscheidungsspiel in Attenkirchen kann er aber Entwarnung geben: „Es ist am Samstag so, dass ich zum ersten Mal auf wichtigen Positionen die Qual der Wahl habe. Es werden auch genügend Akteure im Kader stehen, die viel Erfahrung besitzen und schon so manches Relegationsspiel bestreiten durften.“. Bis auf Florian Finkenzeller und Daniel Liebhardt sollte der Kader der Paartaler tatsächlich komplett sein.
An der taktischen Marschroute im Vergleich zu den Vorwochen möchte der Hohenwarter Coach nichts ändern. „Wir sind die Kreisligamannschaft in diesem Duell, das wollen wir auch am Samstag zeigen. Unser Fokus wird darauf gerichtet sein, sicher zu stehen und dann klar nach vorne zu spielen“, erklärt Distl: „Ich bin jedenfalls optimistisch, dass wir dieses Match gewinnen. Wir haben zuletzt oft genug bewiesen, dass wir in die Kreisliga gehören.“

SZ