A-Klasse 1 Donau/Isar
Aus 0:2 mach 3:2: FC Irfersdorf dreht Topspiel gegen die SpVgg Wolfsbuch/Zell und mischt weiter vorne mit

19.09.2023 | Stand 19.09.2023, 14:36 Uhr
Hans Pfaller

Hier hat er noch alles im Griff: Am Ende musste Wolfsbuchs Torhüter Sebastian Pfaller (am Ball) gegen Irfersdorf trotzdem dreimal hinter sich greifen. Foto: Pfaller

Es ist ein hochklassiges Lokalderby und gleichzeitiges A-Klassen-Spitzenspiel zwischen dem FC Irfersdorf und der SpVgg Wolfsbuch/Zell gewesen. 220 Zuschauer sahen eine starke Aufholjagd der Hausherren, die einen 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Heimsieg ummünzen konnten. Dadurch behält der FCI den Anschluss an den Aufstiegsrelegationsplatz, den aktuell noch die punktgleiche SpVgg einnimmt.

Die anfängliche Nervosität legte sich auf beiden Seiten schnell. Eine erste kleine Prüfung überstand FC-Torwart Manuel Muschaweck nach neun Minuten, als nach einem Freistoß von Markus Götz dem Kopfball von Josef Deisenrieder die nötige Wucht fehlte. Die Hausherren versuchten es lange – meist vergeblich – mit weiten Bällen aus einer nicht immer sicher wirkenden Abwehr. Dennoch hatte Andreas Schneider nach einer Viertelstunde die Führung für den FCI auf dem Fuß, scheiterte aber am Gäste-Torhüter Sebastian Pfaller. Kurz darauf verweilte Irfersdorfs Verteidigung im Sekundenschlaf, denn nach Vorlage von Thomas Feigl verwertete Markus Götz die Kugel ungehindert zum 1:0 für die Gäste.

Nun agierte Irfersdorf zielstrebiger. Zuerst traf Michael Schöls das Außennetz, dann probierte es Dominik Schneider aus spitzem Winkel, wobei ein Abspiel in die Mitte wohl die bessere Lösung dargestellt hätte. Nach 32 Minuten leistete sich Simon Biedermann an der eigenen Strafraumgrenze ein folgenschweres Vergehen an Deisenrieder, der den fälligen Elfmeter sicher zum 2:0 verwandelte. Auf der Gegenseite rettete Daniel Pfaller spektakulärer vor dem einschussbereiten FCI-Stürmer Dominik Schneider, und der Distanzschuss von Schöls prallte vom Pfosten ins Feld zurück. Ausgerechnet nach einer Zeitstrafe für FCI-Kapitän Maximilian Kreiner (wegen Unsportlichkeit) lief es besser für den Verfolger. Drei Minuten später nämlich markierte Florian Finkenzeller im Nachsetzen den 1:2-Anschlusstreffer. Den Ausgleich vor Augen hatte dann Dominik Schneider, er brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball. Auf der Gegenseite verhinderte FC-Keeper Muschaweck bei einer Direktabnahme von Lukas Schneider einen erneuten Zwei-Tore-Rückstand.

In Durchgang zwei setzte der FCI seine Aufholjagd fort. Schöls zirkelte seinen Freistoß in der 58. Minute über die Mauer zum 2:2 ins Netz. Im Anschluss lag ein weiterer Treffer für die Heimelf in der Luft. Andreas Schneider traf aber nur die Latte, und Matthias Merkl drosch den Abpraller in die Wolken (74.). Das Führungstor sollte kurz darauf fallen. Nach Steilpass von Sebastian Biedermann passt Dominik Schneider zu Spielertrainer Merkl, der aus zehn Metern das 3:2 erzielte (77.). In der verbleibenden Zeit flogen zwar noch einige gefährliche Freistöße in den Strafraum der Irfersdorfer, die ihren Vorsprung aber schließlich erfolgreich verwalteten.

SpVgg-Spielertrainer Feigl sagte nach dem Abpfiff: „Wenn man 2:0 führt, sollte man das Spiel selbst mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft nicht so leicht aus der Hand geben. Im Endeffekt ist das 3:2 aber gerechtfertigt.“ Demgegenüber resümierte FCI-Coach Merkl: „Eine halbe Stunde haben wir buchstäblich verpennt. Erst die Zeitstrafe für Maxi Kreiner wirkte wie ein Weckruf, der zu mehr Lauffreude und spielerischer Überlegenheit animierte, was das Derby – vor allem nach Wiederbeginn – zu unseren Gunsten kippen ließ.“

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