Relegation zur Kreisliga
Bodenwöhr zittert sich gegen Schorndorf zum Sieg: Nun liegt die Hoffnung auf Willmering

29.05.2024 | Stand 29.05.2024, 21:40 Uhr |
Thomas Mühlbauer

Maurice Kühn (l.) traf kurz nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit zum zwischenzeitlichen 2:0 für den TV Bodenwöhr. Foto: Thomas Mühlbauer

Was ist der 2:1 (1:0)-Erfolg des TV Bodenwöhr vom Mittwochabend gegen den SSV Schorndorf wirklich Wert? Wissen wird es Ziegler-Elf erst am Sonntagabend, wenn die Partie der SpVgg Willmering/Waffenbrunn gegen die SpVgg Ramspau beendet ist. Denn: Nur wenn Willmering-Waffenbrunn erfolgreich ist, ist der Sieg des TV wirklich etwas wert.

Bei guten äußeren Bedingungen kamen 940 Zuschauer an den Mitterkreither Sportplatz, um die Partie zu verfolgen. Doch diese mussten lange warten, ehe sie nennenswerte Chancen vor einem der beiden Strafräume zu sehen bekamen. In der 14. Minute sorgte Bodenwöhrs Keeper Zinnbauer für ein Raunen als er mit dem Versuch scheiterte, Schorndorfs Sauer im eigenen Strafraum auszuspielen. Dieser nahm dem TV-Schlussmann den Ball vom Fuß, doch dann machte der Bodenwöhrer Keeper seinen Fehler wieder gut und parierte gleich zwei Mal in Folge gegen Sauer und Pielmeier. In der 18. Minute war es wieder Pielmeier für den SSV, der aus 18 Metern abzog, doch der Ball ging neben den Pfosten. Anschließend blieb wieder vieles Stückwerk, erst in der 35. Minute musste Bodenwöhrs Keeper nach einem Freistoß von Schmidbauer wieder eingreifen. Im Gegenzug wurde es vor dem SSV-Tor gefährlich, doch den Querpass von der Außenbahn erahnte Bierl im Kasten und ging so dazwischen. In der 42. Minute brannte es lichterloh im Schorndorfer Strafraum: Zunächst wurde der Schuss von Zinnbauer geblockt, doch die Kugel fiel Kühn noch einmal in guter Position vor die Füße – auch hier war die SSV-Abwehr wieder dazwischen. In der 45. Minute verlor der SSV im Spielaufbau den Ball, Sturm hatte so freie Bahn, doch Bierl verhinderte mit einer Glanzparade die Bodenwöhrer Führung. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es dann Zinnbauer, der von der SSV-Abwehr sträflich allein gelassen wurde. Im Strafraum bekam er den Ball zugespielt und schob so zur Führung für Bodenwöhr ein.

Die zweite Hälfte begann wie die erste geendet hatte, nämlich mit dem 2:0 für Bodenwöhr, welches ein Duplikat der Führung darstellte. Diesmal hatte Schorndorf Kühn im Strafraum aus den Augen verloren, dieser ließ sich nicht zweimal bitten und netzte zum 2:0 ein (50.). In der 57. Minute konnte Bodenwöhr eine Flanke von der Außenbahn nicht verhindern, Sauer stoppte sich die Kugel sehenswert herunter und drehte sich noch um seinen Gegenspieler, um zum 2:1 zu versenken. Die Zuschauer kamen nun in der letzten halben Stunde vollends auf ihre Kosten, denn Bodenwöhr gingen sichtlich die Kräfte aus. Es spielte nur noch der SSV, so segelte eine Flanke um die andere in den Bodenwöhrer Strafraum. Der TV kam schließlich nur noch selten zu Entlastungsangriffen. Ganz schwer wurde es für Bodenwöhr in der Schlussphase, als sich Zinnbauer gegen Gmach zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und so folgerichtig von Schiedsrichter Killermann die Rote Karte sah. Schorndorf warf nun alles nach vorne, doch Bodenwöhr verteidigte den Sieg mit den letzten Kräften. In der 92. Minute hatte der TV dann noch einmal riesiges Glück: Ein weiter Ball nach vorne wurde immer länger, Bodenwöhrs Keeper schlug über den Ball und das Leder trudelte nur Zentimeter neben den Pfosten ins Aus. Dann pfiff der Unparteiische schließlich ab – während die Schorndorfer vor Enttäuschung über den Abstieg in die Kreisklasse zu Boden sanken, jubelten die Bodenwöhrer über den Erfolg und schauen nun bangen Blickes nach Wald.