Ranks perfekter Abschied
Bezirksliga-Rückkehr: Schwandorf-Ettmannsdorf II richtet den Fokus auf den Klassenerhalt

04.06.2024 | Stand 04.06.2024, 6:45 Uhr |

Seit 2017 führte Armin Rank Regie beim SV Schwandorf-Ettmannsdorf II. Seine letzte Saison als Trainer beendete er mit der Meisterschaft und dem direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Foto: Thomas Schneider

In der Saison 2022/23 richteten sich beim SV Schwandorf-Ettmannsdorf noch alle Blicke auf die 1.Mannschaft, die als Tabellenzweiter der Landesliga an der Aufstiegsrelegation teilnahm, letztlich aber scheiterte. In diesem Jahr aber stand die 2.Mannschaft im Fokus des sportlichen Geschehens.

Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Bezirksliga erfolgte mit der Meisterschaft in der Kreisliga West die sofortige Rückkehr. Damit bereitete die junge Mannschaft ihrem langjährigen und jetzt auf eigenen Wunsch scheidenden Trainer Armin Rank ein wunderbares Abschiedsgeschenk – aber gleichzeitig eine große Hypothek für den neuen Coach Marcel Maltsev. Mit einer personell etwas veränderten Truppe, die seitens der Verantwortlichen zu keiner Zeit unter Druck gesetzt wurde, ging Schwandorf-Ettmannsdorf II in das Rennen um den Wiederaufstieg. Der Ehrgeiz der Spieler war von Anfang an zu spüren, sie wollten zeigen, dass der Abstieg aus der ungeliebten Süd-Gruppe eine Art Betriebsunfall war. Dabei richteten sich alle Blicke auf den TSV Detag Wernberg, der als ehemaliger Bezirksligist die Favoritenrolle inne hatte.

Hartnäckige Konkurrenz

Nach dem erfolgreichen Start in Dieterskirchen und dem Unentschieden gegen die Wernberger folgte bereits im vierten Spiel die erste Niederlage gegen den FC OVI-Teunz, der bis zum Saisonende um den Titel mitspielen sollte. Mit dem bislang immer gegen den Abstieg kämpfenden TSV Tännesberg kristallisierte sich schnell ein weiterer Meisterschaftsaspirant heraus. Kaum war die Schlappe gegen das Team von Christian Zechmann verdaut worden, folgte wenige Wochen später das 0:1 beim TV Nabburg, der in diesem Jahr nicht so dominant auftrat wie zuletzt. Es sollte die letzte Niederlage für den SVSE sein, der fortan stets erfolgreich war. Die Vorrunde wurde mit dem Heimerfolg gegen den TSV Nittenau abgeschlossen, zu Beginn der Winterpause stand der dritte Platz, wobei noch ein Nachholspiel zu absolvieren war. Im Frühjahr zeigte die Mannschaft in fast allen Spiele ihre Klasse. Es wurden alle Partien gewonnen mit Ausnahme der Aufeinandertreffen mit dem TV Nabburg und dem TSV Tännesberg. Wie torhungrig die Spieler waren, zeigte sich an den beiden 10:1-Siegen innerhalb weniger Tage gegen den TSV Stulln und die SG Fischbach/Steinberg.

Titel stand auf der Kippe

Auf der Zielgeraden standen noch zwei Auswärtsspiele auf dem Programm: Das 6:1 gegen die SF Weidenthal/Guteneck war eingeplant, das abschließende Gastspiel beim TSV Nittenau hätte fast die Meisterschaft gekostet. Zur Halbzeit lag das Team von Armin Rank mit 0:2 hinten, die Leistung war alles andere als meisterlich. Das Ende war versöhnlich, denn ein ganz anderes Auftreten und vier Tore sicherten einen 4:2-Sieg und somit den Titel.

Die Meisterschaft wurde natürlich nicht nur unmittelbar nach dem Spiel ausgiebig gefeiert. Sie war Ausdruck einer starken Saisonleistung, des Zusammenhaltens der Spieler und des Willens. In der neuen Saison wird es in erster Linie um den Klassenerhalt gehen. Auf den neuen und jungen Coach wartet eine sehr reizvolle Aufgabe. Welches Potenzial in einigen Spielern der zweiten Garnitur steckt, hat auch Mario Albert erkannt, der einem jungen Trio den Weg in den Kader des Landesliga-Teams ebnen will.

sho