Kreisklassisten aus dem Altlandkreis Schrobenhausen
Marco-Rechenauer-Gala gegen BSV Berg im Gau – SC Mühlried kaum noch zu retten

20.05.2024 | Stand 20.05.2024, 20:49 Uhr

In bestechender Form: Gegen den dreifachen Torschützen Marco Rechenauer (r.) hatten Bastian Huber (l.) und sein BSV Berg im Gau immer wieder das Nachsehen. Am Schluss stand es sogar 5:0 für den TSV Burgheim. Foto: D. Worsch

Fix ist zwar noch nichts – aber dass der TSV Burgheim und der TSV Inchenhofen am Ende die Meistertitel 2023/24 in der Kreisklasse Neuburg beziehungsweise Kreisklasse Aichach einfahren werden, daran zweifelt so recht niemand mehr. Für die vier Kreisklassisten aus dem Altlandkreis Schrobenhausen, die am Pfingstmontag im Einsatz waren, hagelte es währenddessen ausnahmslos schmerzhafte Auswärtspleiten.

Kreisklasse Neuburg

TSV Burgheim - BSV Berg im Gau 5:0: „Gleich um fünf Tore waren wir zwar nicht schwächer, aber verdient war unsere Niederlage allemal“, berichtet BSV-Fußballchef Wolfgang Seel. Was ihn besonders ärgert: „Uns fehlte erneut die hundertprozentige ,Geilheit’, das Spiel gewinnen zu wollen.“ Da nutzte es auch nichts, dass die Berg im Gauer ganz gut in die Partie kamen – denn kaum war das Burgheimer 1:0 durch Lukas Kugler gefallen (15.), kam vom BSV nicht mehr viel. „Vorne agierten wir dann zu harmlos – und hinten leisteten wir uns viel zu viele Schnitzer“, bringt es Seel auf den Punkt: „In der Hinrunde waren wir in der Defensive stets super gestanden – aber das hat sich mittlerweile deutlich geändert.“ Am Pfingstmontag war’s dann ausgerechnet der Ex-Mühlrieder Marco Rechenauer, der diese Berg im Gauer Defensivfehler gleich dreimal rigoros ausnutzte – und damit die Führung des Tabellenführers auf 4:0 ausbaute (37./64./ 69.). „Er war ohne Wenn und Aber der überragende Mann auf dem Platz“, bestätigt Seel: „Marco war schlichtweg überall, und wir konnten ihn in keiner Phase so richtig ausschalten.“ Den Schlusspunkt zum 5:0 der Platzherren setzte schließlich Lukas Biber (72.). Damit steht nun auch rechnerisch fest, dass die Berg im Gauer keine Chance mehr auf die Aufstiegsrelegation besitzen.

SG Münster/Holzheim - DJK Langenmosen 5:0: „Ich kann den Gastgebern nur ein Riesenkompliment machen. Sie zeigten über die gesamten 90 Minuten hinweg richtig guten Fußball“, gibt DJK-Spielertrainer Alexander Langen offen und ehrlich zu. Rund eine Viertelstunde lang gelang es seinen Langenmosenern, beim Tabellenzweiten den eigenen Kasten sauber zu halten – aber nach dem 1:0 der SG durch Luca Jurida (17.) wurde die Partie endgütig zu einer sehr einseitigen Angelegenheit. Michael Krabler (29.) und Florian Säckler (34.) trafen hierbei noch vor dem Pausenpfiff für die Platzherren – Julian Lenk (86.) tat es danach. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, unterlief Langenmosens Dennis Handloser zwischendrin auch noch ein Eigentor (71.). „Keine Frage, natürlich ärgere ich mich massiv über die Niederlage. Und die Tatsache, dass wir komplett chancenlos geblieben waren, macht das Ganze sogar noch schlimmer“, räumt Langen ein: „Aber es war für uns an diesem Tag gegen einen höchst motivierten Gegner einfach nicht mehr drin.“ Im Zwischenklassement liegen die Langenmosener weiterhin an neunter Stelle.

TSG Untermaxfeld - SV Steingriff 5:3: „Diese Partie war quasi ein Abziehbild unserer vorangegangenen Spiele. Wieder war beiden Teams anzumerken, dass es für sie um nicht mehr viel geht – und dementsprechend überschaubar war dann das Niveau in den 90 Minuten“, berichtet SVS-Pressesprecher Hans Kramlich. Immerhin gab es Tore im Überfluss zu sehen – wobei Fabian Vollmeier das erste hiervon für die Platzherren erzielte (10.). Jonas Schoderer glich zwar schnell aus (14.), aber dank Dominik Westermayer durfte sich die TSG dann doch über eine Halbzeitführung freuen. Und eigentlich hätte diese sogar um einiges klarer ausfallen müssen – allerdings leisteten sich die Untermaxfelder den Luxus, mit gleich zwei Foulelfmetern am herausragenden Steingriffer Keeper Paul Bruder zu scheitern. Wie es geht, einen Strafstoß zu verwandeln, zeigte dann kurz nach dem Seitenwechsel Sebastian Heinzlmeier – und er erzielte hiermit das 2:2 (50.). Bloß lange darüber freuen durften sich die Lilaweißen nicht – denn dank Vollmeier (60.) und Maximilian Koschig (83.) lagen sie plötzlich mit zwei Toren im Hintertreffen. Ein von Jungtalent Corbinian Gradwohl in die Maschen gesetzter Freistoß (90.) ließ den SVS zwar kurzzeitig doch wieder auf einen Punktgewinn im Donaumoos hoffen, aber Westermayer zerstörte in der Nachspielzeit endgültig alle Zweifel am Untermaxfelder Heimerfolg. „Wir hatten kein Glück, leisteten uns zu viele Schnitzer – und außerdem fehlte uns in der Offensive der letzte Punch“, so das Fazit von Kramlich. In der Tabelle ist der SVS aber weiterhin Sechster, trotz seiner vierten Niederlage in Folge.

Kreisklasse Aichach

TSV Kühbach - SC Mühlried 3:1: Die Chancen des SCM, den Abstieg in die A-Klasse doch noch irgendwie vermeiden zu können, sind nach seiner Niederlage am Pfingstmontag auf ein Minimum gesunken. Nur wenn die Mühlrieder ihre beiden noch ausstehenden Partien (in Gebenhofen sowie in Schiltberg) gewinnen sollten und die direkt vor ihnen platzierte SG Mauerbach keinen Punkt mehr holen würde, dürften die Blau-Weißen zumindest noch an der Relegationsrunde teilnehmen. Eine direkte Rettung ist schon jetzt nicht mehr möglich. „Schaun mer einfach mal, was noch geht“, sagt SCM-Spielertrainer Sebastian Slupik. Und ja, natürlich habe er noch ein Stück Resthoffnung. Aber andererseits sagt auch er: „Wenn du immer wieder so viele Geschenke an deine Gegner verteilst, wie wir das tun, wird es extrem schwer, erfolgreich zu sein. Wir stehen uns leider immer wieder selbst im Weg, das war jetzt in Kühbach nicht anders.“ So fiel das 0:1 des SCM nach einem simplen Ballverlust im Mittelfeld. Keiner der Mühlrieder sah sich anschließend genötigt, Maximilian Rauch energisch zu stören – was der TSV-Kapitän prompt zu einem Sololauf nutzte, den er mit einem präzisen 20-Meter-Knaller in den Winkel abschloss (11.). „Ein Sonntagsschuss am Pfingstmontag – leider begünstigt durch unsere Nachlässigkeit“, ärgert sich Slupik. Nach exakt einer halben Stunde Spielzeit stellten sich die Mühlrieder dann bei einem Kühbacher Eckstoß nicht gerade clever an – und schon stand’s 2:0 für die Heimischen durch Marcel Pietruska. Trotzdem gab sich der SCM noch nicht auf, ging voller Motivation die zweite Halbzeit an – und siehe da, nach schöner Vorlage von Yunus Mete Halici gelang Daniel Schmid tatsächlich der Anschlusstreffer (52.). Aber anstatt das Match dann noch komplett drehen zu können, fingen sich die Mühlrieder per 25-Meter-Freistoß von Rauch das entscheidende 1:3 ein (75.).

SZ