A-Klassisten aus dem Altlandkreis Schrobenhausen
Aufstiegskampf spitzt sich zu: SV Waidhofen und TSV Weilach ziehen wieder am SV Obergriesbach vorbei

20.05.2024 | Stand 20.05.2024, 21:00 Uhr

Kein Durchkommen für den SV Obergriesbach: Fabian Buchberger (vorne) und sein SV Waidhofen setzten sich im Schlagerspiel der A-Klasse Aichach mit 2:1 durch. Foto: S. Olfen

Das Kopf-an-Kopf-Rennen in der A-Klasse Aichach spitzt sich immer mehr zu. Und aus Sicht des Schrobenhausener Landes stehen erfreulicherweise wieder zwei seiner Vertreter ganz oben: Der SV Waidhofen (49 Punkte) und der TSV Weilach (49) sind am Pfingstmontag wieder am SV Obergriesbach (48) vorbeigezogen. Beim Derby am nächsten Sonntag in Weilach wird nun eine Vorentscheidung in Sachen Meistertitel fallen. Die wurde in der Neuburger Gruppe vertagt, denn nach dem 3:3 im Spitzenduell des BSV Neuburg gegen den SV Bertoldsheim hat der BSV nach wie vor die theoretische Chance, den SVB (fünf Punkte Vorsprung) an zwei Spieltagen zu überholen.

A-Klasse Aichach

• Türkspor Aichach - DJK Brunnen 2:3; DJK Brunnen - BC Aresing 1:1: Vier Punkte rund um dieses Pfingstwochenende – das sei schon „recht zufriedenstellend“, sagt Brunnens Fußballchef Michael Hermann. Zumal sein Team wieder einmal nachgewiesen hat, dass es auch mit Gegnern, die in der Tabelle weiter oben stehen, mithalten kann. Zumindest phasenweise. Denn nach dem 1:0 durch Korbinian Stachel (48.) hatte die DJK das Match in Aichach zunächst wieder aus der Hand gegeben, als Rifat Subasi doppelt traf (58./63.). „Dann haben wir uns aber wieder berappelt“, sagt Hermann. Oder, etwas anders ausgedrückt: Dank Alexander Berger (78.) und Hermann selbst (89.) drehten die Brunnener doch noch das Match. „Berappelt“ passte schließlich auch zum Derby gegen den BCA am Pfingstmontag. Denn nach einem forschen Aresinger Beginn mit dem verdienten 1:0 durch Alessio-Noel Zschächner (28.), fand die DJK auch zurück in dieses Spiel und blieb dank Sebastian Harlers Ausgleich (58.) bei ihrem Pfingst-Doppelpack komplett unbesiegt.

• WF Klingen - TSV Weilach 0:5: Ein Sieg fehlt den Weilachern noch, „dann rede auch ich vom Aufstieg“, sagt ihr Abteilungsleiter Sebastian Näßl lachend – um dann in aller Deutlichkeit anzufügen: „Vorher nicht!“ Dabei gebe es doch jetzt schon viele Gründe, um selbstbewusst auf die letzten zwei Saisonmatches zu blicken. Zum Beispiel den Auftritt in Klingen, wo die Weilacher gewinnen mussten, um ihre Chance zu wahren – und es dann auch souverän taten. „Ich bin wirklich zufrieden mit den Jungs“, lobt Näßl. Die Wanderfreunde hätten zwar ein eher enttäuschendes Bild abgegeben, „doch wir haben es dann auch gut gespielt“, so der Fußballchef weiter. Der eine TSV-Spielertrainer, Lukas Koppold, mit einem lupenreinen Hattrick vor der Halbzeitpause (12./39./45.+1), Neil Zorneke (80.) und der andere Spielertrainer, Leo Solich (89.), machten daraus dann ein klares Ergebnis, das die Weilacher punktgleich mit Tabellenführer aus Waidhofen auf dem zweiten Platz hält. Ach ja: Das eine Spiel, das die Grün-Weißen noch gewinnen müssen, damit auch ihr Abteilungsleiter ein bisschen mutiger wird, ist natürlich das Derby am nächsten Sonntag (15 Uhr). Dann kommt es in Weilach zum Showdown zwischen dem TSV und dem SV Waidhofen. „Das ist das entscheidende Duell um den Aufstieg“, vermutet nicht nur Sebastian Näßl.

• SV Waidhofen - SV Obergriesbach 2:1: Rechtzeitig zur „Crunch Time“ meldet sich der SVW mit diesem so wichtigen Sieg zurück. „Und ich denke, dass dieser auch verdient war“, freut sich Trainer Jürgen Filp. Wobei das ja nichts heißen muss. Denn auch in den vergangenen Wochen waren die Waidhofener in Sachen Spielanteile und Anzahl der Chancen ihren Gegnern oft überlegen gewesen. Nur der Ball wollte einfach nicht mehr ins Tor. Irgendeinen „dreckigen“ Treffer habe es also wohl gebraucht, um den kleinen Fluch zu beenden. Und so ähnlich fiel der dann auch, als ein Freistoß von Dominik Weber aus rund 30 Metern den SVO-Keeper Christoph Gerl auf dem falschen Fuß erwischte (76.). In der ersten Hälfte hatten die Gastgeber übrigens wieder mehrere Gelegenheiten vergeben. „Aber ich habe in der Pause zur Mannschaft gesagt: Weitermachen, weitermachen, weitermachen!“, erzählt Filp. Darauf hörte sein Team dann auch nach dem 1:0, indem es sofort das 2:0 durch Lukas Preschl nachlegte (78.). Selbst der Anschlusstreffer von Louis Hofbauer (87.) konnte das an diesem Montag so stabile SVW-Konstrukt nicht mehr ins Wanken bringen. Mit einem Sieg in Weilach können die Waidhofener am Sonntag nun mindestens die Relegationsteilnahme sichern. Doch sogar für den Meistertitel und den Direktaufstieg ist der SVW jetzt wieder in der Pole Position.

• TSV Kühbach II - SV Hörzhausen 2:1: „Solche Tage gibt es einfach“, sagt SVH-Abteilungsleiter Andreas Grepmair. Doch da es für seine Mannschaft ja um nicht mehr so viel geht (maximal Platz fünf), könne man sie auch verkraften. Was er grundsätzlich mit seiner Beschreibung meint? Zum einen die eigene Chancenverwertung, denn laut Grepmairs Bericht hätte der SVH zur Pause auch deutlich führen können, anstatt mit 0:1 (Tor von Johannes Hofmann, 2. Minute) zurückzuliegen. Stefan Stegmayer gelang dann immerhin der Ausgleich (55.). Doch was ebenso zu diesem gebrauchten Tag gehörte, war eine – laut einiger Hörzhausener zumindest strittige – Elfmeterentscheidung zugunsten der Kreisklassenreserve in der fünften Minute der Nachspielzeit, die sich Nick Sedlatschek nicht nehmen ließ (90.+5). „Schade, dass unsere Serie damit vorbei ist“, so Grepmair, der das aber – wie bereits erwähnt – ganz gut wegstecken kann.

A-Klasse Neuburg

• FC Staudheim - BSV Berg im Gau II 3:1: „Diesmal hat es eben nicht ganz gereicht“, sagt Bernhard Siegl mit der Gelassenheit eines Tabellensiebten, der schon seit vielen Wochen nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun hat. Natürlich wolle man sich nicht hängen lassen und habe versucht, die nächsten Punkte einzufahren. Doch letztlich sei ein solches Ergebnis auch nicht so tragisch, meint der Spielertrainer. Zumal bei den Berg im Gauern auch noch ein personeller Engpass hinzugekommen war. Und zumal die BSV-Reserve zu einem ungünstigen Zeitpunkt, nämlich wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, das 0:1 kassierte. „Das hat uns dann ein wenig das Genick gebrochen“, beschreibt Siegl. Zwei weitere Staudheimer Treffer (54./88.) waren die Konsequenz, während Johannes Heinrich für die Gäste immerhin noch den Ehrentreffer erzielte (90.+1).

A-Klasse Donau/Isar IV

• BC Uttenhofen - TSV Hohenwart II 5:0: Der Plan, den Tabellenzweiten vor dessen Relegationsspiel gegen die DJK Ingolstadt noch ein bisschen zu ärgern, ging aus Hohenwarter Sicht nicht auf. „Dafür war bei uns einfach schon zu sehr die Luft raus“, sagt Trainer Thomas Stegmeier. Er ist grundsätzlich aber recht zufrieden mit seiner ersten Saison als TSV-II-Verantwortlicher. „Wir hatten das Minimalziel vier Spieltage vor dem Saisonende sicher erreicht – und ich habe viel gelernt“, so seine Bilanz. Das Hauptziel war freilich der Klassenerhalt, den die Kreisklassenreserve als Tabellenelfter und mit zehn Punkten Vorsprung locker geschafft hat. Da konnte sie es sich auch erlauben, in den vergangenen Wochen nicht mehr mit der allergrößten Spannung zu Werke zu gehen. Nur der Vollständigkeit halber: Die Treffer des BCU, der sich quasi für die Relegation warm schoss, erzielten Andrea Brancaccio (10.), Nico Schleibinger (50.), Simon Knecht (53.) und Alexander Pfoser (80./88.). Doch auch die TSV-Reserve hat in Sachen Relegation noch etwas vor: „Es gilt jetzt natürlich noch, mit aller Kraft unsere ,Erste“ zu unterstützen“, verrät Thomas Stegmeier.

SZ