Bayernliga
ERSC Amberg steht nach dem Ausgleich in der Serie vor dem Showdown

12.02.2024 | Stand 12.02.2024, 12:40 Uhr

Erleichterung bei den Wild Lions: Nach der Heimniederlage am Freitagabend zog der ERSC Amberg gleich und setzte sich am Sonntag in Buchloe mit 2:1 durch. Foto: Andreas Brückmann

Der ERSC Amberg hat den Spieß umgedreht: Am Sonntagabend gewannen die Wild Lions ihrerseits bei den Buchloer Pirates mit 2:1 und haben deshalb die Serie „Best of 3“ in den Pre-Playoffs der Eishockey-Bayernliga ausgeglichen.

Die Entscheidung um die Teilnahme am Playoff-Viertelfinale fällt nun im dritten Spiel am Faschingsdienstag (20 Uhr) im Eisstadion am Schanzl.

Ein Doppelpack von Marco Pronath im Anfangsdrittel brachte den ERSC auf die Siegerstraße. Der Anschlusstreffer für die Pirates kam eine Minute vor dem Ende zu spät.

Schon in der Anfangsphase gingen die Löwen früh in Führung, weil Marco Pronath eine Vorarbeit von Kevin Lavallee und Mauriz Silbermann zum 0:1 nutzte. Der Vorsprung geriet dann aber kurz darauf ernsthaft in Gefahr, weil Michael Kirchberger und Lavallee nahezu eine Minute gleichzeitig auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Die Löwen überstanden die doppelte Unterzahl mit einem starken Powerplay-Killing und viel Einsatz.

Nach etwa 13 Minuten kam der ERSC erstmals in den Genuss eines Überzahlspiels und nutzte dies prompt zum 0:2 – erneut durch Pronath. Diesmal waren Felix Köbele und Kevin Schmitt die Zuspieler.

Im Mittelabschnitt kam es vornehmlich durch Strafen auf beiden Seiten zu Powerplay-Möglichkeiten, doch beide Abwehrreihen machten einen guten Job. Dabei wusste Amberg erneut eine doppelte Unterzahl unbeschadet zu überstehen. Von den Spielanteilen her hatten die Löwen bis dahin ein leichtes Plus, das Drittel blieb allerdings torlos.

Im letzten Drittel war die Schlussoffensive der Gastgeber zu erwarten, doch die Löwen hielten weiter – vor allem physisch – dagegen. Die einzigen beiden Strafzeiten im Abschnitt gingen zu Lasten des ERSC. Die Gastgeber drängten nun mit Macht, aber mehr als der Anschlusstreffer 75 Sekunden vor dem Ende sollte Buchloe nicht mehr gelingen. Der ERSC überzeugte mit einer taktisch starken Teamleistung, vor allem auch in der Defensive mit einem starken Timon Bätge im Tor.

Somit treffen am Dienstag um 20 Uhr im Eisstadion am Schanzl der ERSC Amberg und der ESV Buchloe zum dritten und entscheidenden Spiel um den Einzug ins Playoff-Viertelfinale der Bayernliga noch einmal aufeinander. In den ersten beiden Begegnungen gingen jeweils die Gästeteams als Sieger vom Eis; diese Serie wollen die Amberger Wild Lions diesmal beenden.

Eine Entscheidung ist in den Pre-Playoffs bereits am Sonntag gefallen. Die Landsberger Riverkings setzten sich bei den Ulmer Devils mit 4:3 in der Overtime durch und gewannen die Serie mit 2:0. Sie sind damit auf dem 7. Rang, den bei einem Ulmer Weiterkommen einer der heutigen Kontrahenten besetzt hätte. So trifft Landsberg im Viertelfinale auf Peißenberg und Amberg bzw. Buchloe auf den Hauptrundenmeister Erding. Das ist aber noch nebensächlich, denn zunächst geht es für beide Teams darum, den vorzeitigen Klassenerhalt zu sichern und ins Viertelfinale einzuziehen. Für den ERSC wäre das seit dem Aufstieg das dritte Mal (2022 sogar Halbfinale) in Folge.

In der Rückschau auf den 2:1-Erfolg in Buchloe lobte Chris Spanger den Charakter der Mannschaft: „Nach dem enttäuschenden Freitagsspiel war das die richtige Antwort. Wir müssen genau da weitermachen und mit unseren Fans im Rücken die dritte Partie für uns entscheiden“, so der sportliche Leiter der Löwen. Die Zielvorgabe sei eindeutig, bestätigt Spanger: „Wir wollen mit der Abstiegsrunde nichts zu tun haben – und da spreche ich für das gesamte Team.“ Da beide Mannschaften Konterstärke besitzen, ist es sicher nicht unerheblich, wer in Führung gehen kann – zumindest hat bislang jeweils das Team gewonnen, welches das erste Tor erzielte. Bis auf den am Bein verletzten Daniel Krieger sollte Coach Dirk Salinger der komplette Löwenkader zur Verfügung stehen.

Tore: 0:1 (7.) Pronath (Lavallee, Silbermann), 0:2 (13.) Pronath (Köbele, Schmitt/5-4), 1:2 (59.) Podrezov (Krafczyk, Petrak)
Strafen: Buchloe 12, Amberg 16 Minuten; Zuschauer: 470