Bayernliga
Die Torflaute beenden: ERSC Amberg steht vor einem schwierigem Wochenende

10.01.2025 | Stand 10.01.2025, 7:00 Uhr |

Der ERSC Amberg will seine Torflaute endlich beenden – mit Klostersee und Landsberg warten allerdings starke Gegner. Foto: Thomas Schneider

Eines will der ERSC Amberg auf jeden Fall – und das ist ein Ende der Torflaute. Nach den Nullnummern gegen Ulm und Miesbach soll am heutigen Freitag im Heimspiel (20 Uhr) gegen den EHC Klostersee der Knoten platzen und dann auch am Sonntag (18 Uhr) bei den Riverkings des HC Landsberg entsprechend nachgelegt werden – nach Möglichkeit auch mit Punktgewinnen.

Der EHC Klostersee liegt in der Tabellennachbarschaft zwar nur zwei Ränge vor den Wild Lions, punktemäßig sind da aber bereits sechs Zähler dazwischen. Mit einem Heimerfolg könnte der ERSC durchaus wieder Kontakt mit den Grafingern aufnehmen. Die sind allerdings auswärts recht erfolgreich, haben aus ihren Gastspielen schon 15 Punkte mitgenommen. Extrem unglücklich verlief das letzte Heimspiel von Klostersee gegen den Tabellenzweiten der Bayernliga aus Waldkraiburg, weil nach einem überlegen geführten Spiel der Gegentreffer zum 2:3 nach exakt 59:59 Minuten fiel.

Ausgeglichene Mannschaft

EHC-Coach Dominik Quinlan steht ein sehr laufstarkes Team zur Verfügung und er kann meist vier Angriffsreihen aufbieten, die den Gegner schon mal müdelaufen können. Hervorstechendes Merkmal ist die Ausgeglichenheit, denn mit den beiden Topscorern Kevin Walz und Nikolai Quinlan stehen bereits 17 verschiedene Torschützen in der Statistik. Das Hinspiel in Grafing verlor der ERSC verdientermaßen mit 1:4, leistete sich dabei zu viele Fehler. Im Vorjahr konnte Amberg sein Heimspiel allerdings mit 7:1 für sich entscheiden.

Bei den Wild Lions sind die länger verletzten Hunter Fortin, Aron Schwarz und Lukas Salinger wieder im Training und hinterließen einen guten Eindruck, dafür waren während der Woche Tomas Plihal und Michael Kirchberger erkrankt. Wer dann tatsächlich zum Einsatz kommt, wird sich am jeweiligen Spieltag entscheiden: „Ich bin bei den Rückkehrern vorsichtig optimistisch, aber man darf nach der längeren Pause grundsätzlich keine Wunderdinge erwarten“, so Ambergs Sportlicher Leiter Chris Spanger.

Am Sonntag ist die Aufgabe für den ERSC wohl noch etwas schwieriger als gegen Klostersee, denn der HC Landsberg hatte zuletzt einen echten Lauf, verzeichnete acht Siege aus zehn Begegnungen, darunter gegen Waldkraiburg, Miesbach und Kempten.

Scorer-Duo aus Schweden

Die Mannschaft von Trainer Martin Hoffmann hat sich durch diese Serie aus den hinteren Tabellenregionen bis auf den achten Rang nach vorne gearbeitet und mindestens die Pre-Play-Offs im Visier. Daran ändert auch die 2:5-Niederlage zuletzt gegen Peißenberg vor über 1800 Zuschauern nichts. Erfolgsgaranten für die Riverkings sind die beiden schwedischen Angreifer Victor Oestling (43 Scorerpunkte) und Filip Bergsdorf (32) sowie Frantisek Wagner (38). Im heimischen „Hungerbach Dome“ haben die Landsberger bis dato bereits 22 Zähler eingefahren.

Bislang ist der ERSC Amberg mit den Riverkings nicht sonderlich zurechtgekommen: In der Vorsaison verlor man beide Begegnungen (2:3,3:6), in dieser Spielzeit holte man beim 4:5 nach Verlängerung wenigstens einen Punkt. Landsberg muss am Freitag in Ulm antreten.

apg