Wer muss Pegnitz in die Landesliga folgen?
Showdown im Abstiegskampf der Eishockey-Bayernliga: ECP mit Heimspielen gegen Buchloe und Waldkraiburg

16.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:53 Uhr

Showdown: Die Entscheidung um den Klassenerhalt fällt wohl am Sonntag zwischen dem EC Pfaffenhofen (links Jakub Felsöci) und Waldkraiburg. Foto: M. Schneider

Die abschließenden zwei Spieltage der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga an diesem Wochenende werden die Entscheidung bringen, wer dem bereits feststehenden Absteiger EV Pegnitz in die Landesliga folgen wird. Der EC Pfaffenhofen bekommt es dabei in zwei Heimspielen zunächst am Freitag (20 Uhr) mit dem ESV Buchloe und am Sonntag (17:30 Uhr) mit dem EHC Waldkraiburg zu tun.

Während Buchloe mit einem Sieg in Geretsried und der ESC Dorfen mit seinem Erfolg über den ECP am letzten Wochenende den Klassenerhalt perfekt gemacht haben, fällt die Entscheidung über den zweiten Absteiger zwischen Geretsried (16 Punkte), dem ECP (15) und Waldkraiburg (12). Auf den ersten Blick scheint also Geretsried die beste Ausgangsposition zu haben, allerdings hat der ESC bereits ein Spiel mehr absolviert und ist deshalb am Freitag spielfrei. Alle drei Mannschaften können den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft schaffen, da der ECP und Waldkraiburg noch im direkten Duell aufeinandertreffen.

Der EC Pfaffenhofen bleibt sicher Bayernligist, wenn er aus beiden Partien vier Punkte holt oder Waldkraiburg schlägt, egal, ob in der regulären Spielzeit oder nach Verlängerung. Bei Punktgleichheit würde am Ende das bessere Torverhältnis entscheiden und da liegen alle drei Teams ziemlich gleichauf. Das Zünglein an der Waage könnte der ESC Dorfen spielen, der noch in Waldkraiburg antreten muss und zum Abschluss am Sonntag Geretsried erwartet. Aufgrund dieser Konstellation ist also vermutlich für Spannung bis zur letzten Minute garantiert.

Die Pfaffenhofener scheinen vor den entscheidenden Auftritten auf eigenem Eis gerade noch rechtzeitig mit den Erfolgen gegen Pegnitz und Spitzenreiter Schweinfurt ihre eklatante Heimschwäche abgelegt zu haben. So gehen die Eishogs die schweren Aufgaben durchaus optimistisch an, zumal sich die Mannschaft von Stefan Teufel in der Abstiegsrunde zumeist als ebenbürtiger Gegner erwiesen hat. Eine Steigerung, die dem abgeschlagenen Schlusslicht der Vorrunde wohl die wenigsten zugetraut hatten und das auf einen der beiden Abstiegsplätze schon abonniert schien. Dass man in eine solch bedrohliche Situation geraten könnte, hat man deshalb weder in Waldkraiburg noch in Geretsried, das lange Zeit sogar noch mit im Rennen um einen Play-off-Platz war, erwartet.

All dieser Sorgen ledig ist seit letztem Freitag Buchloe, das deshalb ohne Druck die Reise an die Ilm antreten kann. Doch Pfaffenhofen wird sicherlich nicht darauf hoffen können, dass die Gäste deshalb vielleicht nicht mehr mit letzter Konsequenz an die Aufgabe herangehen werden. Buchloe wird auf jeden Fall seine Tabellenführung in der Abstiegsrunde verteidigen wollen. Sollte es dann am Sonntag auf ein Endspiel hinauslaufen, dürfte die Zuschauer ein Kampf auf Biegen und Brechen erwarten, den wohl Kleinigkeiten entscheiden dürften. ECP-Trainer Teufel wird voraussichtlich der gleiche Kader zur Verfügung stehen wie zuletzt. Im Lager des ECP hofft man natürlich auf die Unterstützung zahlreicher Anhänger, zumal auch die Löwen aus Waldkraiburg voraussichtlich mit einem stattlichen Anhang anreisen werden.

Spendenaktion für schwer verletzten Spieler

Wie in vielen Medien bereits berichtet, hat sich am 3. Februar im Oberligaspiel SC Riessersee - Starbulls Rosenheim der Rosenheimer Stürmer Mike Glemser bei einem Sturz in die Bande so schwer verletzt, dass der 25-Jährige seitdem vom Halswirbel abwärts gelähmt ist.

Damit kommen auf seine Familie enorme Kosten zu. Die Rosenheimer haben deshalb eine Spendenkampagne ins Leben gerufen, um für die Familie zumindest die finanziellen Sorgen abmildern zu können. Und auch hier hat sich wieder einmal gezeigt, dass die große Eishockeyfamilie anlässlich solch tragischer Vorfälle zusammenhält. Inzwischen sind aus ganz Deutschland und zum Teil auch aus dem Ausland bereits über 540000 Euro auf das Spendenkonto eingegangen. Auch etliche ECP-Spieler haben bereits privat einen Beitrag dazu geleistet. Nun möchte sich auch der EC Pfaffenhofen als Verein daran beteiligen. Aus diesem Grund findet vor dem Heimspiel am Freitag ab 19 Uhr eine Trikotversteigerung in der Eisstadion-Gaststätte statt. Zu ersteigern sind Originaltrikots (getragene Trikots) bekannter ehemaliger ECP-Spieler wie Jake Fardoe oder David Vokaty. Zudem wird während des Spiels Glühwein gegen eine Spende ausgeschenkt. Sämtlicher Erlös wird dem Spendenkonto zugutekommen. Der ECP hofft deswegen auf eine rege Beteiligung.

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