Jakub Poricky verstärkt Trostberg Chiefs
Ein Neuzugang, der weiß, wo das Tor steht – Bereits nach 20 Sekunden trifft er

12.10.2022 | Stand 22.09.2023, 4:39 Uhr |

Für sein erstes Tor im Chiefs-Dress brauchte er nur 20 Sekunden: Jakub Poricky soll im Sturm die Lücke schließen, die Michael Fröhlichs Karriereende hinterlassen hat. Der 31-Jährige ist neben Petr Dvorak und Michal Zak der dritte Spieler, den der TSV vom tschechischen Drittligisten Valasske Mezirici verpflichtet hat. −F.: Rockel

Von Thomas Thois

Der Einstand hätte nicht besser laufen können: Ganze 20 Sekunden waren in der Eishalle des EHC Kundl gespielt, da holte Jakub Poricky zu seinem ersten Schuss aus – und traf zum 1:0 für die Trostberg Chiefs. Ein weiteres Tor und eine Vorlage folgten beim 9:7-Testspielsieg. Und so ist TSV-Abteilungsleiter Johannes Käsmaier optimistisch, dass der 31-jährige Neuzugang aus Tschechien die erhoffte Verstärkung für die Eishockey-Landesliga-Saison ist.

In diese starten die Chiefs mit zwei Auswärtsspielen am Freitag (14. Oktober) um 19.30 Uhr beim SC Reichersbeuern und am Sonntag, 16. Oktober, um 18 Uhr beim ESV Burgau.

Die Vorlage zu Porickys Blitztreffer lieferte Petr Dvorak. Und sein 39-jähriger Landsmann war es auch, der den Transfer eingefädelt hatte. Denn Poricky kommt vom HC Valasske Mezirici, dem tschechischen Drittligisten, bei dem Dvorak lange Jahre Spieler und Sportlicher Leiter war. Die beiden haben dort von 2016 bis 2020 auch oft gemeinsam in einer Reihe gestürmt.

Trostbergs neue Nummer 22 schaffte es mit 15 Jahren in die tschechische Nachwuchs-Nationalmannschaft. Als 18-Jähriger debütierte er in der 3. tschechischen Liga. Seine Statistiken können sich sehen lassen: 114 Spiele und 29 Scorerpunkte in der 2. Liga für HC Slovan Ústečtí sowie 288 Spiele und 185 Scorerpunkte in der 3. Liga für den HC Valasske Mezirici, der so etwas wie eine Filiale der Trostberg Chiefs ist. Denn neben Petr Dvorak kommt auch Verteidiger Michal Zak von dem Verein in der Mährischen Walachei.

Zuschauerschnitt von 400 oder mehr wird angestrebt

Poricky soll die Lücke schließen, die Michael Fröhlich nach seinem verletzungsbedingten Karriereende hinterlassen hat. „Dafür mussten wir von unserer Linie abrücken, nur mit zwei Import-Spielern anzutreten“, gesteht Abteilungsleiter Johannes Käsmaier. „Aber die Gehaltsforderungen von vergleichbaren deutschen Spielern sind einfach utopisch.“ Man wolle an die tollen Leistungen der Vorsaison anknüpfen, um die ersten vier Plätze für die Aufstiegs-Playoffs mitspielen, aber vor allem die Fans begeistern und auf einen Zuschauerschnitt von 400 oder mehr kommen. „Dafür braucht es Qualität.“


Mehr über die Chiefs lesen Sie in der PNP-Printausgabe vom Donnerstag, 13. Oktober 2022 – unter anderem im Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger.