Sieg und Niederlage

Erst Licht, dann viel Schatten: Herber Rückschlag für Vilshofener Wölfe in Bayreuth

06.12.2022 | Stand 06.12.2022, 10:43 Uhr

Blendend aufgelegt war gegen Moosburg Vilshofens Doppel-Torschütze Arthur Grinwald. −Foto: Sigl

Licht und Schatten gab es für die Vilshofener Wolfe am Wochenende in der Eishockey-Landesliga. Am Freitag mühten sich die ESC-ler auf eigenem Eis gegen den EV Moosburg zu einem 5:4-Erfolg, am Sonntag setzte es dagegen beim bisherigen Rangvorletzten EHC Bayreuth eine 2:4-Pleite.

Gegen Moosburg hatten die Vilsstädter den Start komplett verschlafen. Die Oberbayern lagen nach nicht einmal drei Minuten schon mit 2:0 vorne. Der ESC brachte bei seinen Angriffsversuchen lange nichts Zählbares zustande. Als Philipp Müller in der 18. Minute in der Kühlbox saß – die einzige Strafzeit der Wölfe an diesem Abend – klingelte es ein drittes Mal hinter Schlussmann Alexander Krenn.


Hier gibt‘s Bilder vom Spiel gegen Moosburg




Coach Kim Collins hatte in dem ersten Unterbruch offensichtlich die richtigen Worte an sein Team gerichtet. Die Wölfe kamen noch bissiger und wesentlich zielstrebiger aus der Kabine. In der 23. Minute wurde Verteidiger Ludwig Seidl optimal von Angreifer Arthur Grinwald zum 1:3 bedient und keine drei Minuten später führte eine umgekehrte Kombination durch Grinwald zum 2:3. Letzterer sprühte vor Spielwitz und traf noch einmal den Pfosten (27.).

Eigentlich war Vilshofen dem Ausgleich näher, Moosburg antwortete aber mit dem 2:4 (37.). Diesen Zwei-Tore-Rückstand wollte Kapitän Patrick Geiger nicht auf sich sitzen lassen und stellte 13 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels den Anschluss her. Im letzten Spielabschnitt entschied letztendlich der Wille der Wölfe. In der 47. Minute markierte Grinwald mit seinem zweiten Tor des Abends den 4:4 Ausgleich und viereinhalb Minuten vor dem Ende machte Miroslav Tejko mit einem ansehnlichen Treffer unter die Latte zum 5:4 den Sack zu.

Vilshofen – Moosburg 5:4 (0:3, 3:1, 2:0)/Tore: 0:1 Schardt (2:33), 0:2 Chagnon (2:57), 0:3 Groß (18:12/5:4 ÜZ), 1:3 Seidl (22:04/ Grinwald, Artmann), 2:3 Grinwald (25:00/Seidl, Simon Stern), 2:4 Schardt (36:04), 3:4 Geiger (Grinwald), 4:4 Grinwald (46:56/ Zellner), 5:4 Tejko (55:30/ Müller, Seidl) – Strafminuten: Vilshofen 2, Moosburg 4 – Zuschauer; 65.

Bei der Sonntags-Partie in Bayreuth wirkten die Gastgeber oft ein wenig wacher und einen Schritt schneller. Obwohl die Wölfe kämpferisch absolut präsent waren, fehlte es am spielerischen Witz, am Glück beim Torabschluss und manchmal in der Defensive an der rechten Konsequenz. Nach 0:2 Rückstand (6./ 12.) gelang Jan-Ferdinand Stern der Anschlusstreffer (19.). Das Überzahlspiel des ESC war in der Wagnerstadt ein Totalausfall. Sieben Situationen, in denen man mit einem Mann mehr auf dem Eis war – hier einmal sogar 90 Sekunden mit 5 gegen 3 – führten zu keinem Torerfolg. Während die Hausherren im zweiten Drittel noch zweimal nachlegten (27./ 32.), konnte auf Seiten Vilshofens nur Miroslav Tejko in der 40.Minute einmal einnetzen. Der letzte Spielabschnitt blieb torlos, die Wölfe mussten die Heimreise mit einer ernüchternden 2:4-Niederlage im Gepäck antreten. Bereits am Samstag (17.15 Uhr) bietet sich im Rückspiel an der Vils gegen Bayreuth die Gelegenheit zur Revanche, am Freitag (20 Uhr) müssen die Wölfe in Selb ran.

Bayreuth – Vilshofen 4:2 (2:1, 2:1, 0:0)/Tore: 1:0 Aschenbrenner (5:16/ 5:4 ÜZ), 2:0 Schwarz (11:11), 2:1 Jan-Ferdinand Stern (18:07/ Tejko, Hackl), 3:1 Trolda (26:25), 4:1 Zeilmann (31:07), 4:2 Tejko (39:09/ Jan-Ferdinand Stern, Simon Stern) – Strafminuten: Bayreuth 14, Vilshofen 10 – Zuschauer 192.

− rmo