Champions Hockey League

Keine Sensation am Pulverturm, aber Straubing feiert seine Tigers nach Achtelfinal-Aus

22.11.2022 | Stand 23.11.2022, 17:43 Uhr

Zwischenzeitliche Führung: Marcel Brandt jubelt, nachdem er die Scheibe im zweiten Drittel zum 2:1 in die Maschen nagelte. Kurzzeitig keimt Hoffnung auf, es könnte klappen mit der Sensation. Doch dazu war der Rekordsieger aus Göteborg letztlich zu gut. −Foto: Harald Schindler

Von Michael Duschl

Mucksmäuschenstill ist es plötzlich im ausverkauften Eisstadion am Pulverturm. Kurz vor der zweiten Pause hebt Patrik Carlsson den Puck zum 2:2 ins Straubinger Tor und lässt endgültig die Luft raus aus dem Achtelfinale in der Champions Hockey League (CHL) zwischen den Tigers und Frölunda Göteborg. Der schwedische Rekordsieger hatte das Hinspiel mit 4:0 gewonnen und spätestens mit seinem zweiten Treffer beim Rückspiel am Dienstagabend sind die Hoffnungen auf eine Sensation in der Gäubodenstadt begraben.

Aber die heimischen Fans unter den 4480 Zuschauern sind nur einen Moment enttäuscht, feiern davor und danach den vorerst letzten Abend ihres DEL-Klubs im internationalen Wettbewerb. Durch das 2:3 (1:1, 1:1, 0:1) im Heimspiel muss sich der niederbayerische Königsklassenneuling in Summe mit 2:7 geschlagen geben. Dennoch gibt es nicht nur von den eigenen Fans Applaus für die Auftritte in der CHL. Auch Trainer Tom Pokel war voll des Lobes für seine Spieler: „Es war ein großartiges Eishockeyspiel, wir können stolz sein nach dieser Reise durch Europa. Es war eine lehrreiche Erfahrung, und eine schöne. Vielen Dank an unsere Fans.“ Diese würdigte auch Göteborg-Coach Roger Rönnberg, der von einer „großartigen Atmosphäre“ am Pulverturm sprach.

Trotz des deutlichen Nachtteils aus dem Hinspiel zeigte die Mannschaft von Trainer Tom Pokel, dass sie selbst einem Rekordsieger der Königsklasse die Stirn bieten kann. Die Tigers hatten sogar die Chance auf mehr Treffer, verpassten es aber im zweiten Drittel eine fünfminütige Überzahl in ein zweites Powerplay-Tor umzumünzen. Es sprang nur das zwischenzeitliche 2:1 durch Marcel Brandt heraus (29.). Die sehenswert spielstarken und scheibensicheren Gäste um ihren Topscorer Ryan Lasch (18 Punkte in acht Spielen) nutzten diese mangelnde Effizienz und raubten den Tigers mit dem 2:2 die Hoffnung auf das Viertelfinale. Im Schlussdrittel fiel nur mehr das 2:3 ins leere Straubinger Tor durch Göteborgs Torwart Fredrik Dichow (57.).

Straubing – Göteborg 2:3 / Tore: : 0:1 Ryan Lasch (14.); 1:1 Brandon Manning (16.); 2:1 Marcel Brandt (29./PP2); 2:2 Patrik Carlsson (38.); 2:3 Fredrik Dichow (57./empty-net-goal); Strafminuten: 35 – 33.


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