Interview
Ex-Panther Ty Ronning trifft gleich in seinem ersten Spiel mit den Eisbären Berlin auf den ERC Ingolstadt

15.09.2023 | Stand 15.09.2023, 11:00 Uhr

Neuer Look: Stürmer Ty Ronning geht in der DEL-Saison 2023/24 mit den Eisbären Berlin auf Torejagd. Foto: Imago Images

In der vergangenen Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) trug Stürmer Ty Ronning mit elf Toren und zehn Vorlagen in 29 Spielen noch einen großen Anteil zur Vizemeisterschaft des ERC Ingolstadt bei.

Nach seinem von vielen Panther-Fans bedauerten Wechsel nach Berlin und einem ereignisreichen Sommer, in dem sich der 25-Jährige mit der Schauspielerin Samantha Di Francesco verlobte, trifft Ronning nun gleich zum Saisonstart an diesem Freitag mit den Eisbären auf sein Ex-Team.

Herr Ronning, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Verlobung! Wie haben Sie den Sommer verbracht?
Ty Ronning: Vielen Dank. Ja, es war ein schöner Sommer. Ich habe viel trainiert, und natürlich war es ein cooles Erlebnis und ziemlich aufregend, dass ich mich mit meiner besten Freundin verlobt habe.

Seit einigen Wochen sind Sie nun in Berlin. Wie lief der Start bei den Eisbären?
Ronning: Ich liebe es, es ist wirklich großartig hier. Die Teamkollegen sind fantastisch, das ist eine tolle Gemeinschaft. Auch im Verein haben sie mich gut empfangen. Ich freue mich, dass es jetzt los geht.

Die Eisbären haben eine sehr enttäuschende Saison hinter sich. Mit welchen Zielen gehen Sie die neue Spielzeit an?
Ronning: Wir wollen es dieses Jahr auf jeden Fall wieder in die Play-offs schaffen, das haben sich die Fans verdient.

Das Erreichen der Play-offs ist für einen Klub wie Berlin nicht gerade sehr hochgegriffen. Ist es nicht die zehnte Meisterschaft, die sich die Mannschaft ersehnt?
Ronning: Naja, wenn man erst mal in den Play-offs ist, kann jede Mannschaft jeden schlagen und Meister werden. Das hat man letztes Jahr in Ingolstadt gesehen.

Was trauen Sie dem ERC in der neuen Saison zu?

Ronning: Ingolstadt hat wieder eine gute Mannschaft mit vielen starken Spielern. Ehrlich gesagt fokussiere ich mich jetzt aber auf mein neues Team hier in Berlin und habe den ERC nicht mehr so stark verfolgt. Ich weiß, dass sie sich in der Champions League ziemlich gut geschlagen haben, das ist richtig toll.
In der vergangenen Saison haben Sie noch in Ingolstadt gespielt, jetzt empfangen Sie mit Ihrem neuen Team ausgerechnet die Panther gleich zum Saisonstart. Was ist das für ein Gefühl?
Ronning: Es könnte schon sein, dass ich ein wenig nervös bin im ersten Heimspiel, aber ich werde die Nervosität hoffentlich in positive Energie umwandeln. Es ist natürlich total aufregend, gegen mein Ex-Team zu spielen. Das ist eine gute Mannschaft – aber das sind wir auch.

Im Vergleich zu Ingolstadt leben Sie nun in einer riesigen Metropole. Haben Sie sich gleich wohlgefühlt in der Hauptstadt?
Ronning: Es ist definitiv eine gewisse Umstellung. Ingolstadt ist eine kleine, aber schöne Stadt, Berlin dagegen ist riesig und sehr geschäftig. Aber mir gefällt es hier sehr gut, ich kann mich nicht beschweren und bin sehr dankbar, dass ich hier sein kann.

Hatten Sie bisher Zeit, die Stadt zu erkunden?
Ronning: Oh ja, ich bin ja schon einen Monat hier zur Saisonvorbereitung. Meine Verlobte Samantha ist auch gerade angekommen, und es ist schön, mit ihr die Stadt zu erkunden, verschiedene Lokale auszuprobieren und neue Leute kennenzulernen.

Sie haben in der Vorbereitung schon zweimal für die Eisbären getroffen. Wie kommen Sie im Spielsystem Ihrer neuen Mannschaft zurecht?
Ronning: Es ist ein ganz neues Team, das heißt, man muss erst mal die Chemie zu den neuen Teamkollegen aufbauen. Dazu kommt das neue Spielsystem. Ich lerne sehr viel dazu, aber das Gute ist, dass es uns allen so geht. Es lief bisher sehr positiv und macht sehr viel Spaß. Es kommt mir so vor, als ob ich mit jedem der Jungs hier problemlos zusammenspielen könnte. Ich bin gespannt, was wir gegen Ingolstadt zustande bringen.

Wie lautet Ihr Tipp für das Spiel am Freitag?
Ronning: Ich glaube, wenn wir uns an unser System halten und hart arbeiten, haben wir eine gute Chance. Und wer am Ende mehr Tore schießt, wird gewinnen.