DEB-Team am Samstag
ERC-Legende Andy Malysiak zum WM-Duell: „Hätte Polen nur Wojciech Stachowiak...“

18.05.2024 | Stand 18.05.2024, 17:05 Uhr

59 Länderspiele absolvierte Andy Malysiak (im weißen Trikot) für Polen – hier 1975 als Torschütze gegen die Sowjetunion. Foto: privat

Wenn an diesem Samstag (16.20 Uhr/Pro7 und Magenta Sport) bei der Eishockey-Weltmeisterschaft das deutsche Nationalteam auf Polen trifft, kommen bei Andrzej „Andy“ Malysiak Erinnerungen hoch.

Erinnerungen an den April 1979: In der Vorrunde der WM in Moskau trennen sich beide Teams 3:3. Dem polnischen Stürmer Malysiak, 21 Jahre jung, gelingt gegen DEB-Goalie Sigmund Suttner ein Treffer. In der Abstiegsrunde kommt es zum Wiedersehen – diesmal siegt Deutschland 8:1, Polen steigt ab.

„Wir hatten nicht viel zu melden“, erinnert sich Malysiak. Im Dezember 1985 wechselt der Kattowitzer zum unterklassigen ERC Ingolstadt, wird bei den Panthern als „Chief“ und Spielertrainer zur prägenden Figur und bleibt der Schanz auch nach dem Karriereende treu. Weltmeister wird 1979 die Sowjetunion um Wladislaw Tretjak und Boris Michailow. „Das war für mich die beste Mannschaft aller Zeiten“, sagt Malysiak.

Malysiak tippt auf Deutschland

Bei der laufenden A-WM sind die Polen erstmals seit 2002 wieder dabei. Große Chancen im Duell mit der DEB-Auswahl sieht Malysiak für sein Geburtsland nicht: „Deutschland wird klar gewinnen. Wenn wir Wojo Stachowiak und Matthias Plachta (beide haben polnische Wurzeln, d. Red.) hätten, könnten sie uns ein bisschen helfen. Leider haben sie die falsche Staatsangehörigkeit“, sagt Malysiak lachend. Der Klassenerhalt sei trotzdem drin: „Polen muss am letzten Spieltag gegen Kasachstan gewinnen.“