Im Interview
ERC-Kapitän Fabio Wagner: „Können wieder eine sehr gute Saison spielen“

13.09.2023 | Stand 13.09.2023, 19:12 Uhr |

Der Captain geht voran: Fabio Wagner sieht Vizemeister ERC Ingolstadt gut gerüstet für die neue Spielzeit. Im vergangenen April standen die Panther im Finale und mussten sich dem EHC München nach großem Kampf geschlagen geben. Foto: Imago Images

Die nächste Eiszeit bricht an – und der deutsche Vizemeister ERC Ingolstadt will wieder eine gute Rolle spielen. Zum Auftakt der 30. Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) treten die Panther an diesem Freitag (19.30 Uhr) bei den Eisbären Berlin an, am Sonntag (16.30 Uhr/beide Magenta Sport) steht das Duell bei den Kölner Haien auf dem Plan.



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Das erste Heimspiel findet am Freitag, 22. September, statt, wenn um 19.30 Uhr die Schwenninger Wild Wings in der Saturn-Arena zu Gast sind. Kapitän Fabio Wagner, der am Sonntag seinen 28. Geburtstag feiert, sieht den ERC gerüstet für den Start.



Herr Wagner, Sie haben mit dem ERC Ingolstadt eine gute Vorbereitung gespielt, den Vinschgau-Cup im Rahmen des Trainingslagers in Südtirol gewonnen und drei von vier Champions-League-Spielen für sich entschieden. Sind die Panther bereit für den Liga-Start?

Fabio Wagner: Ich glaube, dass wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Die ersten Partien sind immer ein bisschen schwierig. Aber über das Trainingslager haben wir immer besser zusammengefunden und auch einen guten Start in die Champions Hockey League geschafft. Ich fand, dass wir in den ersten drei CHL-Spielen ziemlich gut waren, gegen Pardubice gab es dann einen kleinen Dämpfer. Aber trotzdem können wir – wenn wir von Anfang an Gas geben – wieder eine sehr gute Saison spielen.

Wenn Ihnen jemand neun Punkte aus den ersten vier CHL-Partien versprochen hätte, hätten Sie wohl eingeschlagen.

Wagner: Klar will man jedes Spiel gewinnen, wir wollten uns auch in Pardubice nicht zurücklehnen. Aber ich denke, dass man insgesamt zufrieden sein kann. Wichtig ist, dass wir jetzt am Freitag in Berlin bereit sind.

Fast die gesamte Vorbereitung fand mit Trainingslager und Champions League auswärts statt, nur gegen Färjestad BK aus Schweden gab es ein Heimspiel in der Saturn-Arena. Wie schwer war es für Sie als frischgebackener Papa, von Ihrer Frau und Tochter getrennt zu sein?

Wagner: Ich habe die Tage, an denen wir zusammen waren, sehr genossen. Natürlich wäre es schöner gewesen, mehr Zeit zu Hause zu haben, aber so ist die Vorbereitung nun mal. Es waren aufregende Tage, eine aufregende Zeit generell. Es macht sehr viel Spaß.

Wie ist es aktuell um Ihre Nachtruhe bestellt? Lässt Sie Ihre Tochter genügend schlafen?

Wagner: Es geht eigentlich. Man gewöhnt sich auch dran. Wir haben jetzt ein komplett anderes Leben.

In der vergangenen Saison war der Teamgeist mitverantwortlich für die starke Saison und die Vizemeisterschaft der Panther. Welches Gefühl haben Sie für die anstehende Spielzeit mit Blick auf den Kader?

Wagner: Teamgeist oder familiäre Atmosphäre entstehen nicht einfach auf Knopfdruck. Schwierige Phasen schweißen eine Mannschaft zusammen. Auch die Woche im Trainingslager in Latsch hilft dem Teambuilding und dabei, den einen oder anderen Neuen besser kennenzulernen. Wir haben viele Jungs im Kader, die aufopferungsvoll spielen. Eigentlich alle rücken die Mannschaft in den Mittelpunkt. Ich denke, dass der Zusammenhalt auch wieder eine unserer Stärken sein wird.

Als Saisonziel gibt der ERC stets Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Play-offs aus. Was hat sich das Team für 2023/24 vorgenommen?

Wagner: Wir haben uns intern ein Ziel gesetzt. Jeder von uns will wieder eine lange Saison haben. Dafür müssen wir uns kontinuierlich weiterentwickeln und konstant spielen. Dann steht einer weiteren erfolgreichen Saison nichts im Wege.

Das Gespräch führte Alexander Petri.

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